Beschluss: Kenntnis genommen.

Abstimmung: Ja: 0, Nein: 0, Enthaltungen: 0, Befangen: 0

Herr Janssen sieht die Stellungnahme der Verwaltung als hinreichend beantwortet an. Ihm und seiner Fraktion ging es nur darum, wie mit den städtepartnerschaftlichen Beziehungen weiter umgegangen werden soll. Die CDU möchte einen Verwaltungsvorschlag, um abzustimmen, welche Partnerschaften beibehalten werden sollen nachdem die Partnerschaften mit Hillingdon (Großbritannien) und Prenzlau fast „eingeschlafen“ seien, nur der Kontakt mit Archangelsk sei sehr intensiv. 

 

Herr van Ellen bestätigt diesen Eindruck. Die Austausche mit Hillingdon hätten sich seit Mitte der 90-er Jahre nur auf Begegnungen mit Schülern beschränkt. Aber auch dieser Kontakt sei vor ca. drei Jahren abgebrochen. Grund sei, dass kaum noch englische Schüler die deutsche Sprache lernten. Die Kontakte zu Prenzlau seien ebenfalls sehr selten. Oberbürgermeister Brinkmann sei zuletzt 2000 in Prenzlau gewesen.

Am intensivsten sei gegenwärtig die Partnerschaft mit der russischen Stadt Archangelsk. Hier wurden Kontakte auf den unterschiedlichsten Ebenen aufgebaut, vor allem auf den Gebieten Kultur, Schulen, Sport, Wissenschaft, Forschung und in sozialen Bereichen habe sich ein breites Spektrum von Austauschmöglichkeiten ergeben.

 

Frau Eilers sprach sich dafür aus, eventuell auch neue Partnerschaften einzugehen. Sie könne sich vorstellen, auch Kontakte mit einer chinesischen Stadt herzustellen. Ein entsprechender Vorschlag  aus der Stadt Xianyang liegt bereits vor. Die Stadt sei die Wiege der chinesischen Kultur. Sie sei erst vor kurzem dort gewesen. Sie bat darum, wegen der großen Entfernung und der hohen Kosten nicht gleich abzuwinken. Auch aus wirtschaftlicher Sicht seien Kontakte mit China sehr interessant.

 

Herr Odinga neigt mehr dazu, mit einer europäischen Hafenstadt, mit der Emden schon wirtschaftliche Kontakte pflegt, eine Partnerschaft einzugehen.

 

Herr de La Lanne hält es für nicht angebracht, eine Städtepartnerschaft zu kündigen. Ihm sei so ein Fall in Deutschland bisher nicht bekannt und dieses würde s. E. auch für negative Schlagzeilen sorgen. Partnerschaften sollen sich aus bestehenden Kontakten entwickeln. Deshalb befürworte er auch den Vorschlag der CDU–Fraktion, mögliche neue Städtepartnerschaften mit einer skandinavischen Hafenstadt einzugehen, mit denen Emder Hafenbetriebe einen ständigen wirtschaftlichen Kontakt haben. Er denke dabei z.B. an Finnland.

Die Politik muss allerdings die Verwaltung in die Lage versetzen, ausreichende Finanzmittel hierfür bereitzustellen.