Beschluss: Kenntnis genommen.

Abstimmung: Ja: 0, Nein: 0, Enthaltungen: 0, Befangen: 0

Herr E. Bolinius erläutert die Vorlage 14/2253-00 und bittet die Verwaltung um Beantwortung der von Herrn Riese in seinem Antrag v. 28.04.2006 gestellten Fragen (siehe Anlage zur o. a. Vorlage).

 

Herr Janßen berichtet, dass die Abonnentenzahlen für das städtische Kulturprogramm im Neuen Theater seit Jahren rückläufig seien. Seit der jüngsten Erhöhung der Abo-Preise zur kommenden Saison sei noch einmal ein „Einbruch“ zu verzeichnen gewesen. Vor allem das Interesse an Operettenaufführungen und Schauspielen sei zurück gegangen. Der Rückgang bei den Operetten sei s. E. eine Folge des demografischen Wandels, der zukünftig berücksichtigt werden sollte. Gastspiele und Musicals erfreuten sich dagegen großer Beliebtheit; hier steige die Zuschauerzahl sogar. Bei Konzerten variierten die Besucherzahlen, genauso wie bei der Oper, die zwar in den vergangenen 20 Jahren rund 200 Zuschauer verloren hätten, mittlerweile aber konstant eine Zahl um die 330 Besucher halte.

 

Herr E. Bolinius erkundigt sich, ob die Qualität der Veranstaltungen in den 80er-Jahren besser gewesen sei. Dies wird von der Verwaltung bestritten. Herr Docter erklärt, dass die hohe Qualität der Veranstaltungen mit der Zeit teurer geworden sei. Im übrigen habe die jetzt heranwachsende Jugend nicht mehr die gleichen Interessen wie vor ca. 15 Jahren.

 

Frau Kaune erklärt, sie sei sich sicher, dass Herr Janßen stets nur sorgfältig ausgesuchte Vorschläge vorlege, denen der Ausschuss für Kultur und Erwachsenenbildung bisher auch fast immer folgen konnte.

 

Frau Schmidt möchte wissen, welche Fragestellung sich für den Ausschuss für Kultur- und Erwachsenenbildung aus der Vorlage 14/2252-00 ergebe, was erreicht werden solle und wo der Auftrag des Rates liege. Sie fragt, ob mehr auf die Qualität oder die Quantität der Veranstaltungen geachtet werden sollte und schlägt vor, das Thema noch einmal in den Fraktionen zu beraten 

 

Herr Dr. Kleinschmidt stellt klar, dass nach wie vor auf die Qualität der Veranstaltungen geachtet werde. Er gehe davon aus, dass das neue Kulturbüro in der Großen Straße zukünftig für eine bessere Abstimmung bei den Terminen der Veranstaltungen sorgen werde. Allerdings könne auch in der Zukunft nicht vermieden werden, dass zwei oder mehr Veranstaltungen gleichzeitig liefen. Vielleicht sollte beim nächsten Programm intensiver über die Qualität der einzelnen Veranstaltungen diskutiert werden.

 

Herr Schaudinn meint, dass jeder Kulturbesucher in der heutigen Zeit dankbar sei, wenn in Emden Veranstaltungen stattfänden. Das Programm für die Spielzeit 2006/2007 sei s. E. vertretbar. Seiner Ansicht nach müsste neben der vorgesehenen Erhöhung der Abo-Preise für die kommende Spielzeit daran gedacht werden, dem Verwaltungsvorstand den Auftrag zu erteilen, nach vernünftigen Lösungen zu suchen. Er erkundigt sich bei Herrn Janßen nach den Reaktionen aus der Bevölkerung auf die Erhöhung der Abo-Preise. Herr Janßen antwortet, dass die Erhöhung der Abo-Preise bei den Abonnenten spürbare Reaktionen hervorgerufen hätte.