1. Krisenintervention und Kindeswohlgefährdung

 

Herr Sprengelmeyer berichtet, auch in Emden habe es im Nachgang des Todesfalls Kevin erhebliche Steigerungen von Meldungen über mögliche Kindeswohlgefährdungen gegeben. Dahinter würde sich auch immer die Frage in der Öffentlichkeit verbergen, wie die Jugendämter aufgestellt seien und ob in Emden ähnliches passieren könne. Die derzeitige Situation lasse in den letzten Monaten teilweise die Alltagsarbeit komplett wegfallen, da den Meldungen sofort nachgegangen werde. Um den anfallenden Bedarf auch bei Trennungs- und Scheidungsberatungen sowie Beratungen und Betreuungen von Familien mittragen zu können, habe sich die Stadt Emden entschlossen, hier eine zusätzliche Stelle befristet für ein Jahr einzurichten.

 

Weiter erklärt er, Kindeswohlgefährdung trete in allen Bereichen der Gesellschaft auf und sei immer nur die Spitze, wie und unter welchen Situationen Kinder zum Teil auch in Emden leben. Einen Vorfall wie in Bremen sei auch in Emden niemals auszuschließen. Zwar gehe man auf die Fälle sehr gut und qualifiziert ein, doch bleibe auch immer ein Risiko. Zwar seien seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer bemüht, die richtige Entscheidung zu treffen, doch würden sie auch für eine falsche Entscheidung haftbar gemacht. Dabei dürfe man den finanziellen Druck nicht vergessen, denn es werde auch über ein Stück Finanzen entschieden. Das sei ein Spannungsfeld, was diskutiert und abgewogen werden müsse. Dennoch stehe das Kindeswohl immer im Vordergrund. 

 

 

2. Erster Preis im „Dreikäsehoch-Wettbewerb“ für die Kindertagesstätte Schwabenstraße

 

Herr Kühl bemerkt, wie aus den heutigen Tageszeitungen bekannt, habe sich die Kindertagesstätte Schwabenstraße an einem Wettbewerb der Bertelsmann-Stiftung beteiligt und für ihr Konzept und ihre praktische Arbeit der Förderung von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen und deren Familien bundesweit unter 184 Teilnehmern den ersten Platz erreicht. Die Anerkennung gebührt in erster dem Team der Kindertagesstätte, die das Konzept umsetzen würden. Es gehöre aber auch die Unterstützung und Struktur dazu, die gemeinsam vom Jugendhilfeausschuss und der Stadt Emden vorgehalten werde. Auf diesem Wege spreche er dem Kindertagesstättenteam seine Glückwünsche aus.