Beschluss: Kenntnis genommen.

Bezug nehmend auf den Jahresbericht des Seniorenbeirates in der Stadt Emden haben sich in der Sitzung des Sozialausschusses am 17.12.1996 einige Fragen ergeben.

Herr Fürst verliest hierzu die Antwort der Verwaltung, (sowohl diese als auch die Aussage des Fachamtes wird dem Protokoll beigefügt).

Bezüglich der Frage von Herr Könitz worauf betreutes Wohnen abzielt und was unter diesem Begriff zusammengefaßt ist, führt Herr Fürst ergänzend aus, daß betreutes Wohnen zum Teil für die Betreiber unwirtschaftlich ist, weil der Betreuungsbedarf teilweise zu gering ist, so reicht unter Umständen schon eine Haushaltshilfe aus, nicht immer sei ein Sozialarbeiter erforderlich.

 

Frau Hartwig wirft ein, daß anläßlich einer Besichtigung eines Altenheimes in Dornum von einigen der dort untergebrachten Heim­bewohner durchaus der Wunsch geäußert worden sei, wieder nach Emden zurückzukehren. Bezüglich des von ihr befürworteten Servicehauses gibt sie zu bedenken, daß die Tätigkeiten dort nicht durch hauptamtliche Kräfte durchgeführt werden sollen, sondern sogenannte "Bonuspunkte" gesammelt werden könnten und hiedurch geplant sei, daß junge Menschen den älteren, hilfebedürftigen helfen.

Herr Fürst gibt zu bedenken, daß für ein sogenanntes Servicehaus zunächst ein Investor gefunden werden müsse, darüber hinaus sei ein geeignetes Grundstück notwendig sowie ausreichend interessierte Personen, die sich dort einkaufen würden. Bezugnehmend auf die Rückzugswünsche der Bewohner des Heimes in Dornum teilt er mit, daß diese Personen dort im Rahmen der Eingliederungshilfe untergebracht sind, weil hier nicht die notwendigen Plätze vorhanden sind und der Bedarf somit in Emden nicht abgedeckt werden kann.

Auf den Einwand von Herrn Hayenga, daß die betroffenen Personen dies wahrscheinlich anders sehen, entgegnet Herr Fürst, daß die einzige Alternative dann wäre, hier entsprechende Plätze zu schaffen, was jedoch wirtschaftlich voraussichtlich nicht haltbar wäre.

Herr Buß erläutert, daß er auch an der Besichtigung des Heimes in Dornum teilgenommen habe. Bei den betreffenden Personen, die gern nach Emden zurückkehren möchten, handelt es sich um im Rahmen der Eingliederungshilfe dort untergebrachte Personen, die Unterbringung dieser Personen in einem Pflegeheim sei für beide Personengruppen nicht zumutbar. Das Heim in Dornum habe sich umstrukturiert und betreue jetzt zu einem Drittel psychisch Kranke, zu einem Drittel Personen im Rahmen der Eingliederungshilfe (ab 50 Jahre) und zu einem Drittel Pflegeheimbewohner, die bereits vor der Umstrukturierung dort wohnhaft waren.

Herr Grigull fragt sich, wenn diese Personen aus Dornum nach Emden unter Umständen in das geforderte Servicehaus zurück geholt würden, ob dann noch genügend andere Interessenten da wä­ren, die sich dann noch dort einkaufen würden.