Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Bongartz erklärt, für die CDU-Fraktion sei wichtig, dass der Ausschuss für Gesundheit und Soziales über das Projekt informiert würde.

 

Herr Haarmeyer stellt in einem Vortrag die Tafel und den Weg bis zur Gründung ausführlich dar und hebt einige Punkte hervor. Zurzeit bestehen ca. 800 Tafeln in Deutschland. Die Tafelorganisation habe ihren Sitz in Berlin. Es gebe Statuten und Vorgaben zur Gründung und zum Betreiben von Tafeln. Hiernach dürfen kein Verkauf und kein gewerblicher Nutzen stattfinden. Es würden überwiegend gespendete Lebensmittel verwendet. Herr Haarmeyer weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass in Deutschland Lebensmittel im großen Stil vernichtet werden. Herr Haarmeyer hebt die Presse hervor, in der ein gut recherchierter Artikel zu dem Thema erschienen sei. Nicht zuletzt dadurch habe er viel Zuspruch erfahren. Er könne auf eine große Anzahl freiwilliger Helfer im Alter zwischen 25 und 75 Jahren zurückgreifen. Beachtlich sei auch, dass viele Geschäfte und Discounter Mitglieder der Tafel seien und Lebensmittel zur Verfügung stellen würden.

Er präsentiert im weiteren Bilder der Auricher Tafel, um einen Einblick in die Arbeit zu gewähren. Die Auricher Tafel bestehe etwa fünf Monate und werde wöchentlich bei zweimaliger Öffnung von 450 Familien besucht. Herr Haarmeyer hebt in diesem Zusammenhang hervor, dass die typischen Besucher nicht etwa Durchreisende seien, sondern vielmehr Familien, die mit einem geringen Einkommen nicht mehr auskommen oder alte Menschen, die lediglich über eine geringe Rente verfügen. Auch hier werden überwiegend geschenkte Lebensmittel ausgegeben, deren Haltbarkeitsdatum zum Beispiel kurz vor dem Ablauf stehe, sowie auch Obst und Gemüse.

Die Ausgabe der Lebensmittel erfolge nach Bedarf und Personenzahl. Voraussetzung zur Inanspruchnahme sei ein Bescheid über den Bezug von Leistungen nach dem SGB II oder SGB XII (Grundsicherung, Hilfe zum Lebensunterhalt) oder der Nachweis des Einkommens. Die anerkannten Teilnehmer erhielten einen Ausweis, der sechs Monate gültig sei, und können einmal wöchentlich die Hilfe der Tafel in Anspruch nehmen. Das Angebot sei für die Teilnehmer jedoch nicht ganz kostenlos. Es werde ein geringer Beitrag von einem Euro für den Haushaltsvorstand und 0,50 Euro für jedes weitere Haushaltsmitglied erhoben. Der Beitrag diene zur Finanzierung der Nebenkosten der Tafel.

Herr Haarmeyer führt weiter aus, dass ein wichtiger Punkt zur Gründung der Tafel die Auswahl und der Standort der Immobilie gewesen sei. Angedacht sei eine zentrale und gute Lage in der Stadt gewesen.  Zum 01.10.2007 habe nun eine Immobilie in der Beuljenstraße angemietet werden können. Die Immobilie sei 80 qm groß, ebenerdig und verfüge über einen PKW-Einstellplatz.  Diese Immobilie werde von Helfern ausgebaut, sodass der Start der Tafel für Mitte November geplant sei.

 

Herr Haarmeyer hebt an dieser Stelle hervor, dass eine finanzielle Unterstützung der Idee der Tafel eine Hilfe wäre.

 

Herr Graf dankt Herrn Haarmeyer für die Ausführungen. Er hebt hervor, wie viel Bedürftige die Tafel nutzen und regt eine Unterstützung der Tafel durch die Stadt Emden an.