Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Mecklenburg erklärt, seine Fraktion habe den Eindruck, das Thema „Jugendtreff Wybelsum“ sei wieder ein wenig zurückgestellt worden, nachdem festgestellt worden sei, dass die Räume über dem Dorfgemeinschaftshaus nicht geeignet seien. Daher habe die SPD-Fraktion nunmehr den Antrag gestellt, die Verwaltung möge zur heutigen Jugendhilfeausschuss-Sitzung einen tragfähigen umsetzbaren Vorschlag für die Einrichtung des Jugendtreffs unterbreiten. Von der nun vorliegenden Mitteilungsvorlage sei er ziemlich enttäuscht, da auch hier kein richtiger Vorschlag gemacht worden sei. Er betont, zwar habe die Jugendförderung sich dieses Themas ständig angenommen und habe versucht, Wege zu eben. Dennoch sei zum jetzigen Zeitpunkt keine Lösung erkennbar. Aus diesem Grunde werde er heute namens der SPD-Fraktion einen erneuten Antrag stellen.

 

Abschließend bemerkt er, die Jugendlichen in Wybelsum und auch die Schule seien nicht daran interessiert, dass weiterhin die Probleme beschrieben würden, wie schwierig es sei, eine Lösung zu finden. Sie seien daran interessiert, dass endlich eine Lösung gefunden werde.

 

Herr Ihnen führt aus, er könne die Frustration sehr gut verstehen. Dennoch stelle sich die Situation im Moment so dar, dass die ursprünglich angedachte Lösung hinsichtlich des Friesenkruges nicht tragfähig gewesen sei, da auch dort die Zukunft nicht klar gewesen sei. Im Sommer sei von einigen Mitgliedern die Idee gekommen, die ehemalige Lehrerwohnung für diesen Treff einzurichten. Doch diese Möglichkeit habe sich ebenfalls zerschlagen, da dieses Gebäude stark sanierungsbedürftig und außerdem vom Mietern bewohnt sei. Danach habe das Gebäudemanagement angeboten, das gegenüberliegende Haus über dem Kindergarten für den Jugendtreff zu nutzen. Doch man habe sich im Vorfeld mit allen Beteiligten geeinigt, eine integrative Lösung in Wybelsum zu suchen, die die Jugendarbeit und die Schulsozialarbeit vereine und ganz nah an der Schule sein müsse. Auch könnte man die diese Wohnung auch nicht nutzen, das sie auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegen würde.

 

Er stellt fest, es müsse nunmehr nach einer neuen Lösung gesucht werden. Seiner Meinung nach komme nur ein Anbau in Betracht, wenn das Haus nicht zur Verfügung stehe.

 

Frau Risius betont, mit diesem Thema beschäftige man sich schon seit sehr vielen Jahren. Die CDU-Fraktion habe seinerzeit vorgeschlagen, die Kellerlösung durchzurechnen, da es auch diverse Jugendcafes in Kellerräumen gäbe. So könne den Jugendlichen aktuell geholfen werden.

 

Herr Dietz erklärt, an der Schule Wybelsum werde seit elf Jahren Schulsozialarbeit betrieben. Für die Schulstation stehe seit zehn Jahren ein kleiner Klassenraum zur Verfügung. Eine Schulstation sei eine Begegnungsstätte, wo die Schüler in den Pausen sich spielerisch betätigen oder sich auch mit ihren Sorgen und Nöten an den Schulsozialarbeiter wenden würden. Dieser Raum könne jedoch nur eine Notlösung sein. Daher sei auch die Schulsozialarbeit darauf angewiesen, einen entsprechenden Raum zu bekommen, damit eine gute Arbeit geleistet werden könne. Bei der Kellerraumlösung könne die offene Jugendarbeit nicht mit der Schulsozialarbeit vernetzt werden und sei daher seines Erachtens überhaupt nicht geeignet. Seiner Ansicht nach käme nur ein Anbau in Frage.

 

Herr Fooken führt aus, auch seine Fraktion habe den Eindruck, dass seitens der Jugendförderung alles unternommen werde, um eine Lösung zu finden. Dennoch sehe er hier innerhalb der Vorlage in der Stellungnahme der Verwaltung einen Widerspruch. Seines Erachtens werde hier gemauert. Zum einen heiße es, für das neben dem Schulgebäude bestehe ein hoher Sanierungsbedarf. Es werde sogar ein Abriss in Erwägung gezogen. Auf der anderen Seite sei es so, dass die Mieter, die in diesem Haus wohnten, wohnen bleiben möchten. Demzufolge könne die Situation dort nicht so schlecht sein. Er könne zwar die Situation der Mieter verstehen, doch könne in der Nachbarschaft eine Ersatzwohnung den Leuten angeboten werden. Er habe das Gefühl, dass seitens des Gebäudemanagements nicht mit dem notwendigen Druck gearbeitet werde.

 

Herr Lutz entgegnet, die Verwaltung habe sich bemüht, einen Raum zu finden. Zunächst habe man sich den Speicherbereich sowie die Kellerräume des Dorfkruges in Wybelsum angesehen. Beide Lösungen seien nicht ideal gewesen. Danach sei die Idee entstanden, einen Klassenraum in der Schule zu nutzen. Doch es habe kein Klassenraum zur Verfügung gestanden. Anschließend wurde vorgeschlagen, auf dem Gelände der Schule ein Holzgebäude zu errichten, um auch eine direkte Anbindung an die Schule zu haben. Auch dieses wurde abgelehnt. Danach wurde angeregt, einen Jugendtreff beim Kindergarten einzurichten. Das wurde mit der Antwort abgelehnt, dass dieser bei der Schule besser angebunden sei. Er stellt fest, dass jeder gemachte Vorschlag abgelehnt worden sei.

 

Weiter führt er aus, in der letzten Jugendhilfeausschuss-Sitzung habe man sich darauf geeinigt, den Mietern nicht zu kündigen. Zumal diese auch mit den vorhandenen Wohnverhältnissen einverstanden seien und es keinerlei Gründe gäbe, dieses Mietverhältnis zu kündigen. Seiner Meinung nach werde hier auch seitens der Stadtverwaltung nicht „gemauert“. Er habe das Gefühl, das Ideen einfach „in den Ring“ geworfen würden, die alle anderen wieder verunsicherten.

 

Abschließend schlägt er vor, der Verwaltung Zeit zu geben, um im Frühjahr 2008 eine geeignete Lösung vorstellen zu können. Weiter bittet er die Beteiligten um eine konstruktive Zusammenarbeit.

 

Herr Grix ist der Meinung, seit ungefähr 30 Jahren werde versucht, in Wybelsum zu einer Lösung zu kommen. Die Verwaltung komme teilweise immer mit den gleichen Vorschlagen, die bereits verworfen worden seien. Die Überlegung, die ehemalige Lehrerwohnung zu nehmen, sei neu gewesen. Auch er habe sich in der damaligen Sitzung dahingehend geäußert, den Mietern nicht gegen ihren Willen zu kündigen.

 

Weiter führt er aus, seine Überlegung sei ein Anbau an die Schule, der selbstverständlich zunächst geprüft werden müsse. Es stelle sich für ihn jedoch die Frage, ob die Verwaltung hier auf Zeit „spiele“, weil sie die Folgekosten scheue. Die Kosten für die Errichtung eines solchen Gebäudes dürften – zumal auch noch 50.000 € zur Verfügung stünden – kein Problem sein.

 

Herr Mecklenburg stellt für seine Fraktion den Antrag:

 

"Die Verwaltung wird beauftragt, für die Schaffung eines Jugendtreffs Wybelsum verschiedene Möglichkeiten auf dem Schulgelände im Rahmen der Vernetzung von Schulsozialarbeit und offener Jugendarbeit mit entsprechenden Kostenermittlungen zu nächsten Jugendhilfeausschuss-Sitzung vorzulegen."

 

Er betont, bei der Kostenermittlung sei keine Detailkostenermittlung gemeint. Spätestens für die Beratung des Haushalts sei es wichtig, um auch eventuell entsprechende Fördermittel in Verbindung von Schulsozialarbeit und offener Jugendarbeit zu akquirieren. Er bitte darum, dem Antrag der SPD-Fraktion zuzustimmen.

 

Herr Kühl fasst zusammen, aus der Mitteilungsvorlage der Verwaltung sei herauszulesen, dass die Jugendförderung auch der Meinung sei, eine vernetzte gemeinsame Lösung von Schulsozialarbeit und offener Jugendarbeit zu machen. Insofern könnten die Keller- und Dachgeschosslösungen gestrichen werden. Es müsse nunmehr an der Schule eine Lösung für beide Einrichtung gefunden werden, was selbstverständlich auch Folgekosten verursache.

 

Herr Sprengelmeyer ergänzt, zur ersten Jugendhilfeausschuss-Sitzung im nächsten Jahr werde die Verwaltung einen Vorschlag unterbreiten.

 

Frau Meinen lässt über den Antrag der SPD-Fraktion abstimmen.

 

Ja: 10

Nein:0

Enthaltungen: 0

 

Frau Meinen stellt fest, der Antrag der SPD-Fraktion werde einstimmig angenommen.