Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Andersson erklärt, der heutige Zustand im Aufbahrungsbereich des Friedhofes Tholenswehr würde in gewissen Bereichen mit Sicherheit nicht mehr die Erwartungen entsprechen. Die Stadt Emden sei im Endeffekt hier auch ein Dienstleister. Aus diesem Grunde seien über den Wirtschaftsplan bereits Mittel für den Umbau und die Sanierungsmaßnahmen eingestellt worden. Heute wolle man die Gelegenheit nutzen, das gestalterische Vorhaben vorzustellen und darzulegen, welche einzelne Maßnahmen im Zuge dieser Baumaßnahmen durchgeführt würden.

 

Herr Vogel stellt anhand einer PowerPoint-Präsentation die heutige Situation vor und erläutert dann die Baumaßnahme. Diese Präsentation ist im Ratsinformationssystem im Internet unter www.emden.de einsehbar.

 

Herr Davids bedankt sich für die Ausführungen und bittet um Wortmeldungen.

 

Herr Graf erkundigt sich, ob es beim Bauablauf zu Beeinträchtigungen bei der Beerdigungszeremonie kommen werde.

 

Herr Odinga führt aus, da viele Bestattungsunternehmen bereits sehr schöne Räume ausgebaut hätten, begrüße er diese Planungen. Auf seine Frage, ob das Geld im Haushalt eingeplant sei, antwortet Herr Docter, es sei im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes vorhanden.

 

Auch Herr Renken begrüßt es, dass hier etwas passiere. Er fragt an, inwieweit die Planungen durch den Bau eines Krematoriums beeinflusst würden. Denn auch dort würden mit Sicherheit entsprechende Räumlichkeiten geschaffen. Er regt an, über eine Kooperation nachzudenken.

 

Herr Docter erwidert, die Anzahl der Aufbahrungsräume würde von acht auf fünf verringert werden. In der ca. zweimonatigen Bauphase werde es sicherlich so sein, dass zwei oder drei Räume nicht zur Verfügung stünden. Trotz dieser Einschränkungen bleibe aber der Friedhofs- und Beerdigungsbetrieb aufrechterhalten. 

 

Weiter führt er aus, neben dem städtischen Bereich gäbe es in Emden mittlerweile zwei private Bestatter mit Räumlichkeiten für die Aufbahrung. Das alleine zwinge die Stadt Emden dazu, hier etwas zu tun.

 

Herr Docter erklärt, das Thema Krematorium liege in einer ganz ernsthaften Abstimmung bei der Bauaufsichtsbehörde. Es werde noch für dieses Jahr die Eröffnung geplant. Auch sei der Bau- und Entsorgungsbetrieb derzeitig mit dem Krematoriumsbetreibern im Gespräch wegen eines gemeinsamen Parkplatzes am hinteren Eingang. Auch werde es sicherlich im Krematorium Aufbahrungsräume geben, die jedoch zielorientiert seien auf den Krematoriumsbetrieb. Gleichwohl seien die Gespräche auch dahingehend, dass es gegenseitige Synergieeffekte geben müsse.

 

Hinsichtlich der Finanzierung erklärt Herr Docter, dass Restmittel aus dem Jahre 2007, der Ansatz aus dem Jahre 2008 und die Planung für das Jahr 2009 zur Verfügung stehen würden. Auch müsse man sich vergegenwärtigen, dass der Friedhof erst 2005 in die Form des Eigenbetriebes gebracht worden sei und die eigene Wirtschaftlichkeit sich zunächst erarbeiten müsse. Daher gehe man davon aus, dass diese Sanierung ein erster wichtiger Baustein sei.

 

Herr Andersson ergänzt, es habe in der vorletzten Woche ein Gespräch mit den Krematoriumsbetreibern stattgefunden. Sie hätten sich dahingehend geäußert, dass sie nunmehr mit dem Bau beginnen wollen. Auch bestehe ein gemeinsames Interesse, dort Parkplätze und eine Toilettenanlage einzurichten.

Herr Renken erkundigt sich, ob bezüglich der Bestattungen von Muslimen auch ein besonderer Raum eingeplant sei.

 

Herr Andersson antwortet, es sei mit dem Integrationsrat ein Gespräch geführt worden, dass hierfür der Andachtsraum angedacht werde, da dieser neutral gestaltet sei. Auch sei der Raum, in dem die Pathologie ihre Aufgaben wahrnehme, für die Waschungen möglich. Ansonsten werde seitens des BEE eine Infobroschüre erstellt, wo zu allen Fragen Stellung genommen werde. Bevor diese jedoch der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werde, werde sie mit dem Integrationsrat abgestimmt.