TOP Ö 17: Vermarktung Schleusenknechtehaus - Suche nach einem Investor nebst Änderung des Nutzungskonzeptes, - Antag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 04.03.2008

Beschluss: mit Stimmenmehrheit

Abstimmung: Ja: 6, Nein: 3

Die Stadt Emden erhält Gelegenheit, bis zum Juli 2009 einen Investor zu finden, der das Schleusenknechtehaus erwirbt und es im Sinne des von der Stadt Emden vertretenen Nutzungskonzepts öffentlich zugänglich macht. Gelingt es der Verwaltung nicht, bis zu diesem Zeitpunkt einen Investor in ihrem Sinne zu finden, ist das Nutzungskonzept zu verwerfen. Das Haus soll dann unter der Auflage einer Erhaltung im Sinne des Denkmalschutzes auch zur privaten Nutzung erworben werden können.


Herr Stolz führt aus, dass der Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 07.03.2008 Bewegung in die Sache bringen solle. Auf Grund der derzeitigen Beschlussfassung würde nichts passieren.

 

Herr Docter führt aus, dass die Stadt das Haus nicht betreiben und nicht erwerben möchte. Ferner sei aus Sicht der Verwaltung es nicht tunlich, das Baudenkmal „Wall“ zum Spielball privater Nutzung freizugeben.

 

Herr Schulze möchte wissen, welche Kosten für die Erschließung entstehen und wie hoch die Kosten für eine denkmalkonforme Renovierung sein könne.

 

Herr Docter hält auf Grund der zu überwindenden Entfernungen die Erschließungskosten für sehr hoch.

 

Frau Eilers stellt die Frage nach möglichen Interessenten für das Projekt. Sie könne sich eine Kooperation mit der Jugendherberge vorstellen. Dies käme den Interessen der Stadt sicher entgegen.

 

Herr Bornemann führt aus, dass seine Fraktion das Thema ausführlich beraten habe. Die Grundgedanken für die Nutzung würden mit getragen. Die SPD-Fraktion möchte das Haus nicht verfallen lassen, möchte aber auch keine städtischen Mittel investieren.

 

Herr Docter betont nochmals, dass keine Mittel im städtischen Haushalt eingestellt worden seien. Sicher würde eine gastronomische Einrichtung auf dem Wall gerne angenommen. Das Land als Eigentümerin sei hinsichtlich der Erhaltung seiner eigenen Denkmäler in der Pflicht, tue aber nichts. Es könne nicht sein, dass die Stadt hier für das Land Investitionen tätige.

 

Herr Stolz sieht aus der bestehenden Situation heraus nur die Möglichkeit, das marode Gebäude total verfallen zu lassen oder aber es privat denkmalgerecht sanieren und nutzen zu lassen. Deshalb bittet er über den vorgelegten Antrag abzustimmen.

 

Herr Bornemann spricht sich für den Antrag aus, wenn nur so der totale Verfall verhindert werden könne.

 

Herr Docter macht nochmals darauf aufmerksam, dass es keinen Ratsbeschluss gebe, in der Sache tätig zu sein.

 

 


Mit Stimmenmehrheit zugestimmt.