Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Woldmer und Herr Röttgers begrüßen die Herren Kannengiesser, Archilles und Krukenberg von der Firma Siemens, die einen Überblick über den derzeitigen Stand der ÖPNV-Maßnahmen geben wollen.

 

Herr Kannengiesser berichtet, daß zwischenzeitlich die meisten Ampelanlagen an den Verkehrsrechner angeschlossen sind. Die einzelnen Anlagen verfügen zur Zeit über jeweils vier   Signalpläne, die jedoch noch nicht koordiniert sind. Im Rahmen der ersten Ausbaustufe der Beschleunigungsmaßnahmen für den Busverkehr werden zur Zeit die technischen Einrichtungen für die Busvorrangschaltung und die verkehrsabhängige Steuerung für die Nord-Süd-Tangente Harsweg-Petkum installiert. Herr Kannengiesser erläutert anhand von verschiedenen Folien ausführlich die Technik der Sende- und Empfangsanlagen der Busvorrangschaltung. Anschließend müssen die Verkehrsströme aufgenommen und gemessen werden, um hieraus ein Maßnahmen- und Koordinierungskonzept zu entwickeln.

 

Herr Archilles verdeutlicht die Ausführungen am Beispiel der Kreuzung Auricher Straße/Eggenastraße mit einer Computersimulation. Er zeigt die Komplexität der verschiedenen Anforderungen der Fußgänger, Autofahrer an eine derartige Ampelanlage auf und verdeutlicht, inwieweit die Verkehrsabhängigkeit einer solchen Anlage durch Fahrbahnschleifen einer Beschleunigung des Verkehrs allgemein und des Busverkehrs im speziellen dient. Je komplexer die Verkehrsbeziehungen einer Kreuzung sind und je mehr Anforderungen gleichzeitig zu erwarten sind, um so schwieriger ist auch die Entwicklung entsprechender optimierter Signalpläne. Gleichzeitig hat dies auch Einfluß auf die Umlaufzeit. Mit Umlaufzeit ist der Zeitraum gemeint, den die Anlage vom Anfangs- bis zum Endschaltbild benötigt. Mit Hilfe verschiedener Softwareprogramme lassen sich die tatsächlichen Bedingungen simulieren und die Beziehungen der verschiedenen Verkehrsteilnehmer ordnen. Auf dieser Grundlage können dann mittels der Computersimulation verschiedenste Signalpläne getestet werden. Abschließend demonstriert Herr Archilles anhand von Echtdaten aus Verkehrszählungen die Funktionsweise dieser exemplarischen Anlage.

 

Herr Fecht berichtet, daß die Fußgänger zwar in Zukunft eine Grünphase mittels Taster anfordern müssen, diese jedoch mit einer Rückmeldeanzeige ausgestattet werden, so daß der Fußgänger erkennt, ob seine Anforderung registriert wurde.

 

In einer sich anschließenden Diskussion wurden aus der Mitte des Ausschusses weitere Anforderungen formuliert:

 

-           Die Wartezeiten für Fußgänger und Radfahrer sollten unter 75 Sekunden bleiben.

 

-           Die Maßnahmen sollten zu keinerlei Staubildungen vor der Stadt führen.

 

Herr Bongartz verläßt die Sitzung.