TOP Ö 6: Gutachten zur Koordinierung der Lichtsignalanlagen in der Stadt Emden

Beschluss: Kenntnis genommen.

 

Bevor Herr Dipl. Ing. Nick Krmek das Gutachten über die Analyse der Streckenkoordinierung im Zuge wichtiger Hauptstraßen vorstellt, gibt Herr Grendel eine kurze Einleitung. Das Bremer Ingenieurbüro Dr. Brenner wurde damit beauftragt, das komplizierte und komplexe Zusammenspiel der Lichtsignalanlagen (LSA) auf den wichtigsten Hauptstraßen zu untersuchen. Als Grundlage für die Auswertungen und das Gutachten dienten jeweils zehn Automessfahrten in beide Richtungen der Nord-Süd.- sowie der Ost-West-Achse. Die Fahrten wurden im November des vergangenen Jahres an zwei Tagen durchgeführt, um dabei  Mängel und Schwachstellen festzustellen.

 

Herr Dipl. Ing. Nick Krmek stellt die Untersuchungsmethode, die Ergebnisse und die daraus resultierenden Handlungsempfehlungen anhand einer ausführlichen PowerPoint-Präsentation vor.

 

Herr Odinga spricht die Schwachpunkte der Larrelter Straße mit seinen drei verschiedenen Systemen und Straßenbaulastträgern an. Er möchte wissen, wie kann dort eine bessere Abstimmung erreicht werden könne.

 

Herr Grendel bemerkt, dass die Hauptursache vermutlich an der veralteten Ampelanlage an der Kreuzung Larrelter Straße / Schlesierstraße liege, die von der Sicherung des dortigen Bahnüberganges abhängig sei. Diese müsse komplett erneuert werden. Die Modernisierung erfordere aber einen enormen finanziellen Aufwand. Da die Anlage aber sowieso in den nächsten Jahren ersetzt werden muss, kann dieser Aufwand nicht der Umsetzung einer „grünen Welle“ zugerechnet werden. Sie ist vielmehr Voraussetzung für die Möglichkeit einer Koordinierung.

Des Weiteren betont er, dass das Gutachten in weiten Teilen das Funktionieren der Koordinierung vor allem im Stadtkernbereich bestätigt. Lediglich im Stadtrandbereich sind noch Defizite festzustellen, hier nimmt die Larrelter Straße aufgrund der genannten Struktur eine Sonderstellung ein.

 

Herr Janßen möchte wissen, wie der Verkehr an der Doppelampel Agterum / Ringstraße beeinflusst werden könne, damit sich dort keine Staus bilden.

 

Herr Grendel sieht dafür nur die Möglichkeit in der Einschränkung der Vorrangschaltung für Busse am Wasserturm. Wenn gleichzeitig mehrere Busse am ZOB starten, wird der Verkehrsfluss vorübergehend blockiert und Staus entstehen. Das Gutachten sieht hier die Einrichtung einer Kernwelle (Mindestgrünzeit) in der Larrelter Straße vor.

 

Herr Janßen erkundigt sich nach den Chancen, das Straßenbauamt Aurich als Kostenträger in die Pflicht zu nehmen.

 

Herr Grendel erwidert, dass das Straßenbauamt über moderne Anlagen verfügt. Der Erneuerungsaufwand und damit ein Großteil der Kosten betreffe ausschließlich stadteigene Anlagen, so dass nicht mit einer Kostenbeteiligung zu rechnen ist.

 

 

Frau Pohlmann bedankt sich bei Herrn Krmek für seinen sehr interessanten Vortrag und wünscht ihm eine gute Heimfahrt.