TOP Ö 7: Projektvorstellung: Soziales Lernen in Barenburg

Beschluss: Kenntnis genommen.

Auf dem Hintergrund gravierender sozialer Auffälligkeiten bei einigen Kindern im Grundschulalter hat das Jugendamt der Stadt Emden im Vorfeld weitergehender Hilfen zur Erziehung das Projekt Soziales Lernen in Barenburg initiiert.

 

In Zusammenarbeit mit der Grundschule Grüner Weg, dem Jugendhilfeträger OUTLAW gGmbH und dem Fachdienst Sozialer Dienst der Stadt Emden wurde ein entsprechendes Konzept entwickelt, das anhand einer Präsentation vorgestellt und erläutert wird.

 


Herr Sprengelmeyer erläutert, im letzten Jahr seien seitens der Grundschule Grüner Weg verschiedene Gruppierungen an ihn herangetreten, die darum baten, sich der Situation der Grundschüler anzunehmen, die im sozialen Verhalten besonders auffallen würden. Dabei sei die Idee entstanden, im Vorfeld von Hilfen zur Erziehung gemeinsam als Schule und Jugendhilfeträger vor Ort tätig zu werden. Die Grundschule, der Soziale Dienst sowie die Jugendhilfeeinrichtung Outlaw seien als Beteiligte von der Stadt Emden zusammengeführt worden und hätten ein umfassendes Konzept erarbeitet. So sei ein einmaliges Projekt für die Stadt Emden und auch für den weiteren Umkreis entstanden.

 

Herr Niemeyer erklärt, es freue sich darüber, dass heute die Möglichkeit bestehe, dieses Projekt den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses vorstellen zu dürfen. Das Projekt sei nach den Grundlagen ausgerichtet, warum und was dort gemacht werde, wie es gemacht werde und wie es weitergehe.

 

Herr Niemeyer erläutert gemeinsam mit Frau Thurow anhand einer PowerPoint-Präsentation das Projekt und seine Grundlagen.

 

Die PowerPoint-Präsentation sowie das Rahmenkonzept für das Projekt „Soziales Lernen in Barenburg“ ist im Internet unter www.emden.de im Ratsinformationssystem der Stadt Emden einsehbar.

 

Frau Grix bedankt sich für die Ausführungen und bittet um Wortmeldungen.

 

Herr Dietz bedankt sich für den Vortrag. Seiner Meinung nach macht dieses Konzept viel Sinn, da sehr frühzeitig mit der Förderung von verhaltensauffälligen und schwierigen Kindern begonnen werde. Auch sei die Schmiedung eines breiteren Bündnisses sehr wichtig. Er fragt an, ob dieses Projekt nur auf Barenburg begrenzt werde. Denn auch in anderen Stadtteilen gäbe es verhaltensauffällige Kinder. Man könnte dieses auch als Pilotprojekt verstehen und dann auf andere Emder Schulen ausweiten.

 

Herr Sprengelmeyer entgegnet, es sei in der Tat ein Pilotprojekt und auch vor dem finanziellen Hintergrund jetzt an diesem Standort in dieser Form durchzuführen. Auch werde durch die Konzeption Ganztagsschule hier etwas eingebracht. Selbstverständlich sei die Zunahme von Verhaltsauffälligkeiten insbesondere im Grundschulbereich im ganzen Stadtgebiet zu verzeichnen. Es finde eine Bewertung dieses Projektes statt, um zu sehen, wie es weiter gehen werde. Dann werde auch im Jugendhilfeausschuss bzw. im Schulausschuss darüber berichtet.

 

Frau E. Meyer begrüßt das Projekt und frage, wie es finanziert werde.

 

Herr Sprengelmeyer antwortet, die Projektkosten in Höhe von 30.000 € würden aus dem laufenden Haushalt 2008 gedeckt. Wie er bereits erläuterte, sei es ein Projekt im Vorfeld von den Hilfen zur Erziehung. Es sei zu Beginn eindeutig und klärend mit der Schule über die Zielgruppe gesprochen worden. Er sei als Jugendamtsleiter der Meinung, wenn man hier nicht tätig werde, müssten in einiger Zeit andere Hilfsmaßnahmen eingebracht werden.