Beschluss: Kenntnis genommen.

Kenntnis genommen

 


Herr Sprengelmeyer erläutert die Vorlage. Das Sportentwicklungskonzept ist in der Sitzung am 19.04.2007 dem Sportausschuss vorgestellt worden. Am 28.05.2008 hat eine Auftaktveranstaltung stattgefunden, in der das Sportentwicklungskonzept den Vereinen vorgestellt worden ist und um eine aktive Mitarbeit bei der Erstellung des Konzeptes gebeten wurde. Ziel der Sportentwicklungskonzepts ist es Emden unter Berücksichtigung des demografischen Wandels und der aktuellen und zukünftigen Sporttrends auf die sportliche Zukunft vorzubereiten.

 

Herr de Jonge, Mitarbeiter des Institutes für Innovations-Transfer an der Fachhochschule Ostfriesland, Oldenburg und Wilhelmshaven präsentiert anhand einer Powerpoint-Präsentation die Planungsschritte und den Zeitplan der Sportentwicklungsplanung. Die Befragungen sollen vor den Herbstferien beginnen.

 

Herr Sprengelmeyer erläutert die Kooperation mit dem Institut für Innovations-Transfer und der Fachhochschule.  Weiterhin wird die Sportentwicklungsplanung in Zusammenarbeit mit dem Stadtsportbund Emden und dem Landessportbund Niedersachsen durchgeführt. Der Landessportbund ist von der Emder Sportentwicklungsplanung überzeugt, da das Konzept eine ganzheitliche Betrachtung der Situation beinhaltet und nicht nur eine  Sportstättenentwicklungsplanung. Deshalb fördert der Landessportbund die Sportentwicklungsplanung mit 15.000,00 €.

Beim Emder Sportentwicklungsplan werden alle Vereine, Verbände und die Bevölkerung mit eingebunden und befragt. Es ist beabsichtigt möglichst 2009 dem Rat die Sportentwicklungsplanung und ein daraus abgeleiteter Maßnahmenkatalog vorzulegen.

 

Herr Bolinius begrüßt die 2007 getroffene Ratsentscheidung für die Sportentwicklungsplanung und stimmt Herrn Sprengelmeyer zu. Der Maßnahmekatalog solle dabei konkrete Maßnahmen beinhalten, auch wenn dadurch eventuell die Fördersummen erhöht werden muss. Mit der bisher geleisteten Arbeit sei er zufrieden.

 

Herr Jahnke verdeutlicht die Wichtigkeit des gesundheitlichen Aspekts und der Stadtteilangebote. Man müsse aber berücksichtigen, dass es zur Zeit 57 Vereine gibt und die Frage stellen, ob diese alle notwendig sein. Auch eine Zusammenlegung von Vereinen solle kein Tabu darstellen.

 

Frau Risius tritt Herrn Jahnke bei und weist daraufhin, dass eventuell die Vereinsstrukturen zu überdenken sein. Die Auftaktveranstaltung am 28.05. sei aus ihrer Sicht gut verlaufen.

 

Herr Schild schließt sich Herrn Jahnke an. Zweck des Sportentwicklungsplans sei es, dass Angebot der Vereine zu überprüfen und die Vereine überlebensfähig zu machen. Das Konzept soll dabei eine Hilfestellung sein um die Vereine für die Zukunft gut aufzustellen und überlebensfähig zu machen.

 

Herr Graf bedankt sich für den Vortrag und stellt die Frage, was aus den sozial Schwächeren  wird, die zum Teil die Vereinsbeiträge nicht zahlen können.

 

Herr Sprengelmeyer verdeutlicht, dass die Förderung der Gesundheit das Ziel sei und hierfür die richtigen Strukturen notwendig sind. Die Vereine sind grundsätzlich selbständig und die Verwaltung darf nur unterstützen und beraten. Eine Überarbeitung der Förderrichtlinie ist im Konzept enthalten und wird im Rahmen des Maßnahmekatalogs vorgestellt werden. Die Teilnahme sozial Schwacher an den Sportangeboten wird ermöglicht werden, aber auch dafür ist ein Gesamtkonzept notwendig.

 

Herr Bolinius stimmt Herrn Sprengelmeyer zu. Die Vereine sind über lange Jahre hin gewachsen und vielfältig. Sie müssen über ihre Zukunft eingeständig entscheiden. Er sei froh darüber, dass in Emden so viele verschiedene Vereine vorhanden sind.

 

Herr de Jonge weist daraufhin, dass die Vereine unterstützt werden um sie zukunftsfähig zu machen und nicht um sie aufzulösen. Es kann aber sein, dass die Vereine ihr individuelles Angebot anpassen müssen.

 

Herr Jahnke ist der Meinung, dass die ehrenamtliche Mitarbeit rückläufig ist. Eine Entscheidung dahin gehend, nur Maßnahmen zu fördern um einen Zuschuss zu bekommen, reiche nicht aus. Die Vereine müssen sich auch „bewegen“ und aktiv an der Gestaltung der Sportentwicklung mitwirken.

 

Herr Wehmhörner weist daraufhin, dass nicht beabsichtigt sei, durch die Sportentwicklungsplanung Vereine zu schließen. Vielmehr sollen die Vereine für die Zukunft richtig aufgestellt werden um sie „überlebensfähig“ zu machen. Aus seiner Sicht sei es bei der Förderung wichtig, vom sogenannten „Gießkannenprinzip“ wegzukommen und vielmehr bestimmte Maßnahmen gezielt zu fördern.

 

Herr Lutz stellt fest, dass es im Sport notwendig ist, neue Ziele zu formulieren. Er stellt sich die Frage, ob die Bestimmungen zur Sportförderung noch richtig seien und ist gespannt auf die Sportentwicklungsplanung, denn dadurch bekommt der Rat eine entsprechend fundierte Entscheidungsgrundlage.