Beschluss: Kenntnis genommen.

 

Mit einer PowerPoint Präsentation erläutert  Herr Grendel die Einführung des SMS&Park als alternatives Zahlungsmittel für Parkgebühren in der Stadt Emden. Die Firma „sunhill technologies“ habe in Zusammenarbeit mit allen gängigen Mobilfunkunternehmern eine Bezahlmöglichkeit für Parkgebühren durch Senden einer SMS mit einem Handy entwickelt. In Abgrenzung zum bisherigen Handyparken entfallen die bislang übliche Registrierung, die notwendige Spezialrufnummer, die Eingabe von Benutzernamen und Kennwort. Durch die Abrechung der Parkgebühren über die Mobilfunkrechnung entfalle auch das Hinterlegen von Kontodaten. Aus diesem Grund habe das entwickelte Verfahren das DIN-Siegel barrierefrei erhalten.

Mit SMS&Park sei das Handyparken so simpel wie das Senden einer einfachen SMS. Der Kunde sende einfach das Autokennzeichen per SMS (Kurzmitteilung) an die ausgeschilderte Kurzwahlnummer. Innerhalb kürzester Zeit erhalte der Kunde eine Bestätigungsmitteilung über den „gelösten Parkschein“, ohne zum Parkscheinautomaten laufen zu müssen. 10 Minuten vor Ablauf der gebuchten Parkzeit erhalte der Kunde eine Erinnerungsmitteilung und könne die Parkzeit – egal ob er sich beim Arzt, Friseur oder im Cafe befinde - bequem mit dem Handy über die Antwortfunktion oder eine neue SMS verlängern. Die Abrechung erfolge einfach ohne zusätzliche Kosten für den Kunden über die Handyrechnung oder die Prepaid-Karte.

 

Die Vorteile lassen sich für die Stadt Emden wie folgt zusammenfassen:

-          SMS&Park ergänze das bestehende System

-          Ersatz für die Geldkartenfunktion der Parkscheinautomaten (PSA)

-          sehr bürgerfreundliches System mit Erinnerungsfunktion

-          unterstreiche Innovationsgrad, positiver Standortfaktor, Förderung Tourismus

-          derzeit Alleinstellungsmerkmal (binnen 3 Jahren werden alle folgen)

-          einfache Erschließung neuer Parkflächen, Veranstaltungsparkflächen

-          Inkasso durch Mobilfunkunternehmen

-          komfortable Abrechnung

-          weniger Bargeldmanagement

-          steigende Nutzung, geringerer Materialeinsatz

-          erfolgreiche EGoverment-Lösung

 

Dagegen seien folgende Nachteile zu beachten:

-          höherer Kontrollaufwand (kein Parkschein, Kennzeichen muss abgefragt werden)

-          verzögerte Ertragsbuchung (ca. 1 Monat)

-          Kostenreduzierung PSA nur mittelfristig

-          zusätzlicher Beschilderungsaufwand

 

Herr Grendel erklärt, dass die zur Verfügung stehende Technik jetzt so weit ausgereift sei, dass das System ab dem 1. Mai eingeführt werden könne.  Die Firma „sunhill technologies“ habe alternative Bezahlungsmodelle angeboten, wobei die ertragsorientierte besonders in der Anfangsphase kostengünstiger sei, weil dieses Modell geringeren Abrechnungsaufwand verursache und eine 100 % Transparenz gewährleiste. Zwar müsse die Stadt rund 6.500 Euro für die SMS-Nummer, neue Schilder und Werbung ausgeben, aber diese Ausgaben würden sich amortisieren, da auch von einer Kostenreduzierung bei den Parkscheinautomaten ausgegangen werden kann.

 

Herr Davids möchte wissen, weshalb in der Vorlage keine finanzielle Auswirkungen eingetragen sind. Außerdem möchte er gerne wissen, ob ältere bzw. behinderte Menschen Nachteile in Kauf nehmen müssten.

 

Herr Lutz erwidert, dass die derzeitige Alternative, die Parkgebühr mit der Geldkarte am Parkautomaten zu entrichten, nur zu 1 % ausgenutzt werde. Die Vorhaltung an den Parkautomaten koste sehr viel Geld, was eingespart werde. Per Saldo gäbe es keine finanziellen Auswirkungen keine, wie in der Vorlage angemerkt.

 

Herr Grendel  verdeutlicht, dass die Zahlung per Handy als Ergänzung des Systems zu sehen sei. Die Möglichkeit, den Parkschein mit Münzen zu bezahlen, bleibe weiterhin.

 

Herr Fooken begrüßt die zukünftige Möglichkeit die Parkgebühr per Handy zu entrichten, zumal nicht genutzte Parkzeit auf einen anderen gebührenpflichtigen Parkplatz in Emden  „mitgenommen“ werden könne.