Beschluss: abweichender Beschluss

Abstimmung: Ja: 7, Nein: 3, Enthaltungen: 1, Befangen: 0

Der Rat der Stadt Emden fordert die Landesregierung auf:

 

  1. Die Mindestzügigkeit neu zu gründender Gesamtschulen von derzeit 5 Zügen auf 3 Züge zu reduzieren.

 

  1. Es der Stadt Emden frei zu stellen, ob neben Gesamtschulen alle anderen Schulformen des gegliederten Schulsystems aufrechterhalten werden.

 

  1. Alle neu gegründeten Integrierten Gesamtschulen entsprechend ihres besonderen pädagogischen Konzepts als gebundene Ganztagsschulen zu genehmigen und mit ausreichenden Ressourcen auszustatten.

 

  1. Auf das Vorhaben, dass alle Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe ab 2018 die Allgemeine Hochschulreife nach zwölf Schuljahren vergeben sollen, zu verzichten.

Herr Renken verweist auf Ziff. 4 seines Änderungsantrages:

 

Der Rat der Stadt Emden fordert die Landesregierung auf:

 

4. auf das Vorhaben, dass alle Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe ab 2018 die Allgemeine Hochschulreife nach zwölf Schuljahren vergeben sollen, zu verzichten.

 

Herr Bornemann und Herr Koziolek unterstützen im Namen ihrer Fraktionen den Änderungsantrag der Fraktion Die Grünen. Herr Lorenz schließt sich dem an. Aus Erfahrungen und Diskussionen mit den Eltern sei ihm bekannt, dass sehr viele Eltern sich bei der Umfrage für die IGS ausgesprochen hätten, weil sie das G8 an ihren eigenen Kindern am Gymnasium erlebten. Dies verursache sehr viel Stress. Insofern lehne er die Maßnahme der Landesregierung, die Integrierten Gesamtschulen zu einer Arbeit nach G8 zu zwingen, ab.

 

Herr E. Bolinius spricht sich gegen den Änderungsantrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen aus und kündigt für die Ratssitzung am 16.04.2009 eine ausführliche Stellungnahme hierzu an. Er gehe davon aus, dass seine Fraktion diesem auch nicht zustimmen werde. Herr Odinga und Frau Brandt schließen sich dem an. Frau Brandt ist der Meinung, dass in Emden alle Schulformen erhalten bleiben sollten. Herr Renken verweist bezüglich der Aussage von Frau Brandt auf Ziff. 2 des Änderungsantrages:

 

„Es ist der Stadt Emden freizustellen, ob neben Gesamtschulen alle anderen Schulformen des gegliederten Schulsystems aufrecht erhalten werden.“

 

Hier sei also nicht aufgeführt, dass das gegliederte Schulsystem gesetzlich aufgegeben werden sollte. Frau Brandt merkt an, sie sei für eine IGS, aber sie sehe bei einer 3-Zügigkeit Probleme mit der Lehrerstundenvergabe. Als Folge könnte dann kein differenzierter Unterricht angeboten werden. Das pädagogische Konzept einer IGS sei dann nicht gegeben.


Dafür:              7

Dagegen:            3

Enth. :              1