TOP Ö 4: Einwohnerfragestunde

Ein Bürger erklärt, bezüglich der Vertragsverlängerung von Frau Susanne Janssen wolle er sich erkundigen, wie die Verwaltung sich zukünftig die Vertretung von Herrn Bruns vorstelle. Er fragt an, ob in diesem Fall das Jugendhaus geschlossen werde.

 

Herr Sprengelmeyer führt aus, die Frage nach der Personalausstattung beziehe sich auf den Tagesordnungspunkt 5, da dort über die Offene Kinder- und Jugendarbeit diskutiert werde. Zunächst freue er sich darüber, dass an der heutigen Jugendhilfeausschuss-Sitzung so viele Kinder und Jugendliche aus dem Jugendzentrum Borssum teilnehmen würden. Zudem seien auch noch eine Anfrage der SPD und ein Antrag der FDP vor dem Hintergrund einer Stadtteilinitiative eingegangen und auch die örtliche Presse habe sich dazu geäußert. In erster Linie werde dadurch deutlich, dass die Arbeit des Jugendzentrums Borssum sehr wohl wahrgenommen werde und man nunmehr die Sorge habe, dass plötzlich etwas wegbrechen könne.

 

Herr Sprengelmeyer bemerkt, dass Personalangelegenheiten nicht Gegenstand einer öffentlichen Sitzung sein dürften. Er habe allerdings aus der Anfrage die Sorge entnommen, wie es mit der Betreuung des Jugendzentrums weitergehe. Er erklärt, die Stelle der Frau Janssen sei normalerweise eine Stelle für einen Sozialarbeiter/eine Sozialarbeiterin im Anerkennungsjahr. Diese Stelle sei in den letzten Jahren nicht besetzt worden, da entsprechende Bewerber/Bewerberinnen in der Anzahl und der Qualität fehlen würden. Frau Janssen habe in den letzten Jahren, als es Brüche in der Arbeit des Jugendzentrums Borssum gegeben habe, das Haus relativ eigenständig geführt. Für die von ihr geleistete Arbeit wolle er sich an dieser Stelle bedanken. Die Stadt Emden hätte sie gerne weiterbeschäftigt, doch es müsse zunächst einmal geschaut werden, ob es geeignete Sozialarbeiter/Sozialarbeiterinnen im Anerkennungsjahr geben würde. Parallel überlege man aber auch, in welcher Form dem Anliegen der Nutzer und Gäste des Jugendzentrums, die Angebote und Betreuung des Hauses kontinuierlich vorzuhalten, und den Anträgen der Stadtteilinitiative Rechnung getragen werden könne. Der Fachdienst Jugendförderung sei sehr stark daran interessiert, dafür eine Lösung zu erarbeiten.

 

Frau E. Meyer fragt an, ob man davon ausgehen müsse, dass derzeit keine Aktivitäten im Jugendzentrum Borssum durchgeführt würden.

 

Herr Sprengelmeyer entgegnet, die Stelle von Frau Janssen sei eine Stelle für einen Sozialarbeiter/eine Sozialarbeiterin im Anerkennungsjahr, die momentan nicht besetzt sei. Zurzeit würde das Bewerbungsverfahren durchgeführt. Für die Übergangszeit sei mit Frau Janssen ein zusätzlicher Honorarvertrag abgeschlossen worden, um das Angebot aufrecht erhalten zu können.

 

Frau E. Meyer erkundigt sich, ob schon Bewerbungen vorlägen.

 

Herr Sprengelmeyer bemerkt, derzeit würden keine geeigneten Bewerbungen für die Stelle im Anerkennungsjahr vorliegen.

 

Frau Meinen schlägt vor, spezielle Fragen unter dem Tagesordnungspunkt 5 „Leitbild der Offenen Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Emden“ zu stellen.

 

Herr Sprengelmeyer führt aus, es sei deutlich geworden, dass die Verwaltung nach Wegen suche, wie der Problematik der Stellenbesetzung und der weiteren Ausgestaltung dieser Stelle Rechnung getragen werden könne. Die Anfrage bzw. der Antrag müsse in der nächsten Zeit beantwortet werden und bis dahin müsse man eine entsprechende Lösung erarbeiten. Die könne er heute nicht präsentieren. Zu bemerken sei aber auch, dass an der heutigen Sitzung eine große Anzahl Kinder und Jugendliche, die Gäste und Nutzer des Jugendzentrums Borssum seien, teilnehmen und sich für ihre Interessen einsetzen würden.

 

Frau Anja Weets erklärt, sie komme aus dem Stadtteil Borssum und wolle für die Kinder sprechen, die sich zwar vorbereitet hätten, sich aber jetzt doch nicht trauen würden. Sie bemerkt, der demographische Wandel sei in aller Munde und jeder stelle sich die Frage, was man dagegen tun könne. Hier werde allgemein davon gesprochen, dass es eine vakante Stelle geben würde, aber nicht davon, warum die Borssumer, die Hilmarsumer und auch die Friesländer speziell Frau Janssen haben möchten. Frau Weets gibt zu bedenken, dass sie als Mutter ihr Kind nicht irgendeiner Person anvertrauen würde, sondern mit ruhigem Gewissen sagen könne, dass ihr Kind im Jugendzentrum gut aufgehoben sei. Frau Janssen habe sich in den letzten Jahren sehr engagiert und habe auch sehr viel Freizeit in ihre Arbeit hineingesteckt. Es gäbe durchaus Kinder, die nicht damit fertig würden, wenn jedes Jahr eine neue Person kommen würde. Hinsichtlich der Frage von Frau Meyer berichtet sie, dass das Cheerleader Training bereits eingestellt worden sei und auch die Bastelstunden sehr reduziert worden seien. Man merke, dass die Kinder demotiviert seien, weil sie nicht wissen würden, wie es weitergehe.  Dieses wolle sie als Anregung geben.

 

Herr Sprengelmeyer bedankt sich für die Äußerung und schlägt vor, dem Anlass entsprechend noch einmal gemeinsam ins Gespräch zu kommen und regt an, kurzfristig einen Termin im Jugendzentrum zu machen, an dem auch die Kinder und Jugendlichen und deren Eltern teilnehmen würden. Dann könne diese Frage und die weitere Vorgehensweise erörtert werden.