Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Sprengelmeyer erklärt, seitens des Deutsches Städtetages habe es zum Übergangsmanagement Kindertageseinrichtungen – Schule ein neues Positionspapier gegeben. welches er dem Protokoll beifügen werde. Bei diesem Papier gehe es darum, Entwicklungsbildungsbiographien des einzelnen Kindes ins Zentrum zu stellen und eine erfolgreiche Förderung und Bildung von allen Kindern zu erreichen. Weiterhin sollten Bildungsziele, Grundsätze und Prinzipien von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen abgestimmt und die Eltern besser eingebunden werden.

 

Weiter führt Herr Sprengelmeyer aus, dieses Papier erinnere an den im November 2009 im Jugendhilfeausschuss vorgestellten Sozialisations- und Bildungsprozess innerhalb der Stadt Emden. Auch da gehe es um ganzheitliche Konzepte, strukturiertes Zusammenwirken, um die Orientierung an den Sozialräumen und den Lebenswelten von Kindern, Jugendlichen und Eltern. Er weist darauf hin, dass man sich in diesem Gesamtfeld immer zwischen der Gesetzgebung und der kommunalen Selbstverwaltung in einem Spannungsfeld bewege und alles das, was man tue, auch evaluierbar sein müsse. Herr Sprengelmeyer erinnert an den Bildungsstrahl und erklärt, es geht um interdisziplinäre Zusammenarbeit und um das Entwickeln einer gemeinsamen Bildungs- und Sozialisationsverantwortung von allen aufgeführten Einrichtungen. An dieser Stelle würde man sich zwischen dem Bereich der Kindertagesstätten und Grundschulen befinden. Der Städtetag habe auch festgestellt, dass es schwierig werde, adäquate Erzieherinnen und Erzieher in den Einrichtungen zu beschäftigen. Das gelte aber auch im Schulbereich in dieser Region. Es müssten zeitliche und personelle Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Wenn mit dem Land entsprechende Bildungsvereinbarungen getroffen werden sollten, müsse auch der finanzielle Rahmen geschaffen werden. Es könne auch nicht hingenommen werden, dass vom Land wieder Projekte angestoßen würden, die eine bestimmte Laufzeit hätten und anschließend von den Kommunen allein finanziert werden müssten. Herr Sprengelmeyer appelliert, dass diese Aufgabe nicht den Kommunen überlassen bleiben könne. Seiner Ansicht nach seien Bund und Länder gefordert, ihren Ankündigungen auch konkrete Taten folgen zu lassen.

 

Frau Hoogestraat und Frau Trauer stellen sich zunächst vor und erläutern anschließend anhand einer PowerPoint-Präsentation das Projekt Übergangsmanagement Kindertageseinrichtungen – Schule. Diese Präsentation ist im Internet unter www.emden.de einsehbar.

 

Frau Meinen bedankt sich für die Ausführungen.

 

Herr Sprengelmeyer bemerkt, es würde sehr gut in die Gesamtentwicklung passen, wenn dieses Thema noch einmal im Jugendhilfeausschuss beraten würde, zumal letztlich eine Vereinbarung zwischen Land und Stadt zu treffen und auch das Konzept vorzulegen sei. Er weist darauf hin, dass es mit der Gründung der neuen Grundschule Cirksena im Schuljahr 2011/2012 eine einmalige Gelegenheit geben würde, das Übergangsmanagement in die Anfangskonzeption aufzunehmen und diese Einrichtung sozusagen modellhaft zu verorten.