Beschluss: abweichender Beschluss

Die Richtlinien zur Förderung der Jugendarbeit werden mit den Änderungen aus dem Jugendhilfeausschuss entsprechend der Anlage 1 zur Vorlage 15/1918 neu gefasst und treten zum 01.04.2011 in Kraft.

 


Herr Reibe erläutert anhand einer PowerPoint-Präsentation die Neuordnung der Richtlinien zur Förderung der Jugendarbeit. Diese Präsentation ist im Internet unter www.emden.de einsehbar.

 

Frau Grix bedankt sich für die Ausführungen und bittet um Wortmeldungen.

 

Frau E. Meyer fragt an, warum es einen Unterschied zwischen dem Fahrtkostenzuschuss für die internationalen Begegnungen in Höhe von 40 € und dem der Kinder- und Jugenderholung in Höhe von 50 € geben würde.

 

Herr Bongartz stellt fest, bei den Fahrten und Lager betrage der Zuschuss pro Person 2,50 €. Bei den internationalen Begegnungen werde jedoch ein Zuschuss von 5,50 € bezahlt. Zudem könnten bei Fahrten nach Berlin und bei Begegnungen mit Prenzlau nach den Sätzen der internationalen Begegnungen abgerechnet werden. Während er das für Berlin noch nachvollziehen könnte, könne er dieses bei Prenzlau nicht verstehen, da die Stadt Emden seit längerer Zeit keine offizielle Partnerschaft mehr mit der Stadt Prenzlau unterhalte. Er regt an, dieses zu ändern und den Zuschuss bei den Fahrten und Lager von 2,50 € auf 3,50 € pro Person anzuheben.

 

Herr Reibe erläutert, nach Gesprächen mit den Vereinen und Verbänden sei vereinbart worden, dass die ganzen anderen Bereiche der Richtlinien in einem zweiten Schritt überarbeitet würden. Dieses sei bisher zeitlich nicht möglich gewesen. Ihm sei klar, dass hier Differenzen vorhanden und zudem auch noch die Fahrten nach Berlin und Prenzlau enthalten seien. Wenn jedoch der Ausschuss nunmehr die Änderung beschließen wolle, werde sich die Verwaltung dem nicht verweigern.

 

Frau E. Meyer ist der Meinung, dass heute über die Änderungen beschlossen werden sollte, um eine klare Linie zu haben.

 

Frau Grix gibt zu bedenken, dass bereits jetzt schon Anmeldungen für die Freizeiten vorgenommen würden und die Vereine und Verbände wissen müssten, was sie den Eltern bezüglich der Bezahlung sagen sollten. Daher sei sie auch der Meinung, dass die Vorlage heute mit den Änderungen beschlossen werden sollte.

 

Herr Sprengelmeyer bemerkt, in der Vorlage stehe, dass schrittweise in Zusammenarbeit mit den freien Trägern diese Richtlinien erarbeitet würden. Speziell der Punkt der internationalen Begegnungen mit Berlin und Prenzlau sei hier erwähnt worden. Dabei sollte dieses Thema auch unter Beteiligung der Vereine und Verbände behandelt werden. Gleichwohl würde keiner der freien Träger dagegen sein, wenn der Ausschuss sowohl im Bereich der Fahrten und Lager als auch im Bereich der Fahrtkostenzuschüsse die Sätze anheben wolle. Es müsste nunmehr ein Antrag formuliert werden. Herr Sprengelmeyer weist darauf hin, dass er hier nicht beurteilen könne, ob das vorhandene Budget ausreichen werde. Erfahrungsbedingt könne er jedoch sagen, dass bei der Anzahl nicht mit so hohen Steigerungen zu rechnen sei.

 

Herr Sprengelmeyer erklärt, die Änderungen würden dahingehen, dass die Kosten für die Erstattung im Bereich der Fahrten und Lager von 2,50 € auf 3,50 € angehoben und die Fahrtkosten der internationalen Begegnungen von 40 € auf 50 € angeglichen würden.

 

Hinsicht der Fahrten nach Berlin und Prenzlau führt Herr Sprengelmeyer aus, dass die Verwaltung den Vereinen und Verbänden und letztlich dem Ausschuss vorschlagen wolle, die Fahrten in die Hauptstadt zu belassen und statt Fahrten nach Prenzlau hier die anderen Emder Partnerstädte  aufzuführen. Dieses werde aber von der Verwaltung noch vorbereitet.

 

Frau E. Meyer erklärt, sie stelle hiermit den Antrag diese Änderung aufzunehmen, wie Herr Sprengelmeyer dieses gerade ausgeführt habe.

 

Frau Grix weist bezüglich der Jugendgruppenleiterlehrgänge darauf hin, dass es für einige mögliche Teilnehmer schwierig sei, da diese Lehrgänge in den Osterferien auf Juist durchgeführt würden. Sie regt an, solche Lehrgänge auch über das Wochenende anzubieten.

 

Herr Reibe führt aus, dieses sei sicherlich eine Überlegung, die man mit den Vereinen und Verbänden diskutieren müsse. Festzustellen sei auch, dass die geforderten 50 Stunden nicht ausreichen würden. Deshalb mache es Sinn, diese Kurse auf Juist durchzuführen, um so eine Gruppendynamik entstehen zu lassen. Weiter weist er darauf hin, dass diese Kurse als Bildungsurlaub anerkannt seien. Grundsätzlich sollte jedoch darüber nachgedacht werden, ob man die Kurse auch auf mehrere Wochenenden legen könnte. Das müsste aber mit den Vereinen und Verbänden konkret noch besprochen werden.

 

Herr Ouedraogo bemerkt, er könne sich vorstellen, dass die Effektivität der Fortbildung zum Jugendgruppenleiter auf einem neutralen Platz anders sei. Seiner Meinung nach sollte gut überlegt werden, ob man dieses Wochenendprinzip anwenden wolle, denn die Arbeit mit Jugendlichen sei nicht einfach und erfordere Kompetenz.

 

Herr Dietz erkundigt sich bezüglich der Richtlinien zu dem Punkt Fahrten und Lager. Hier würden Sport- und Schulveranstaltungen ausgeschlossen. Bei Sportveranstaltungen in den 90-er Jahren sei der Schulsportaustausch über lange Zeit von der Stadt gefördert worden. Leider sei dieses eingeschlafen. Wenn jetzt wieder so etwas beabsichtigt werde, sei es natürlich nicht sehr hilfreich, wenn von vornherein festgelegt werde, dass diese Veranstaltungen nicht gefördert würden.

 

Weiter weist er darauf hin, dass seiner Meinung nach auch die Schulfahrten der Oberstufe nach Polen und Prag förderungswürdig seien.

 

Herr Reibe entgegnet, grundsätzlich könne der Ausschuss natürlich Ausnahmen beschließen. So habe man z. B. jedes Jahr beschlossen, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Archangelsk wie Emder Teilnehmer behandelt würden. Im letzten Jahr seien auch zwei Schulveranstaltungen im Bereich der internationalen Begegnungen gefördert worden. Seiner Ansicht nach müsse auch darauf geachtet werden, dass der Jugendaustausch zustande komme. Auf der anderen Seite würde er jedoch Fahrten der Oberstufe nach Prag als Schul- und nicht als Jugendveranstaltung sehen.

 

Frau Grix lässt anschließend über die Vorlagen mit den Änderungen abstimmen.