TOP Ö 6: Vorstellung der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe "KISS" durch den Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Herrn Dietrich

Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Dietrich erklärt, er wolle heute über die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes informieren und anhand eines Films die Arbeit verdeutlichen. Er weist darauf hin, dass viele Gesundheitsbedürfnisse von der Medizin nicht oder nicht allein erfüllt werden könnten. Dieses gelte insbesondere für die Information, Beratung und Betreuung in Fragen der Gesundheit und Krankheit und ihrer Bewältigung. Die von Bürgern initiierte Selbsthilfebewegung nehme in dem Sozial- und Gesundheitssystem inzwischen einen festen Platz ein und ergänze in vielfältiger und wirksamer Weise die professionellen Angebote.

 

Herr Dietrich stellt anhand einer PowerPoint-Präsentation die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe vor. Diese Präsentation ist im Internet unter www.emden.de einsehbar.

 

Herr Ammersken bedankt sich und bittet um Wortmeldungen.

 

Herr Götze bemerkt, gerade die Ärzte in den Krankenhäusern könnten die Betroffenen darauf hinweisen, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen. Er gehe davon aus, dass dort auch die Flyer verteilt und Informationen gegeben würden. Der erste Schritt sei immer schwierig und die Betroffenen bräuchten vielleicht einen Anstoß. Herr Götze fragt an, wie in Emden verfahren werde.

 

Herr Dietrich entgegnet, das funktioniere an vielen Stellen ausgesprochen gut. Besonders gut funktioniere es, wenn Ärzte am Ort bleiben würden und die Erfahrungen gemacht hätten, da diese Selbsthilfegruppen für ihre Patienten eine ganz wichtige Einrichtung sei. Im Krankenhaus sei es manchmal schwieriger, dass bei den Ärzten dort eine hohe Fluktuation herrsche.

 

Herr Dr. Voges bemerkt, hier sei es vorteilhaft, dass Emden eine relativ kleine Stadt Emden sei. Somit könnten sich Leute in einem Problembereich zusammenschließen und unterstützen. In der Familienbildungsstätte z. B. würden sich sechs bis acht solcher Selbsthilfegruppen treffen, die dort professionell begleitet werden. Abschließend begrüßt er es, dass dieses keine Auswirkungen auf den städtischen Haushalt habe.

 

Herr Lutz entgegnet, glücklicherweise hätten die Selbsthilfegruppen doch Auswirkungen auf den städtischen Haushalt. Durch die ehrenamtliche Arbeit in den Selbsthilfegruppen würden schlicht und ergreifend die sozialen Lasten, die die Stadt Emden als Kommune zu tragen habe, vermindert, da professionell bezahlte Dienste häufig nicht in diesem Umfang notwendig seien. Aus diesem Grunde müsse man froh sei, dass es dieses ehrenamtliche Engagement geben würde.

 

Herr Dr. Voges stimmt den Ausführungen von Herrn Lutz zu. Mit seiner Bemerkung habe er sich auf die finanziellen Auswirkungen bezogen, die in der Vorlage stehen würden.