TOP Ö 7: Statkraft Markets GmbH, Umbau des vorhandenen Kraftwerks

Beschluss: Kenntnis genommen.

 

Herr Gosciniak bittet Herrn Töpken und Herrn Koch von der Firma Statkraft um ihren Vortrag.

 

Herr Töpken informiert einleitend über die Firma Statkraft.

 

Herr Koch gibt Informationen zu dem technischen Ablauf und dem EU-Ausschreibungsverfahren bezüglich des Neubaus des Blocks 4 an der Ostseite des bestehenden Kraftwerkes. Die Auslegung des BImSch-Antrages findet in der Zeit vom 06.04. bis 05.05.2011 statt, die Einwendungsfrist läuft dann bis zum 19.05.2011. Die Firma Statkraft hofft auf eine voraussichtliche Inbetriebnahme Ende 2014.

 

Herr Bolinius, Herr Odinga und Herr Bornemann bedanken sich im Namen Ihrer Fraktionen für den Vortrag und halten den geplanten Bau eines Gaskraftwerkes in Emden für eine gute Sache, zumal die erzeugte Energie der Windkraftanlagen im Augenblick noch nicht gespeichert werden könne.

 

Herr Töpken erläutert auf entsprechende Frage, dass die Firma Statkraft schon seit 2007 aus dem Biomassekraftwerk Wärme an das VW-Werk liefere. Dies mache ca. 50 % bis 60 % der von VW benötigten Heizenergie aus.

 

Herr Koch ergänzt, dass man intensive Gespräche u. a. mit den Stadtwerken zur Wärmeabgabe geführt habe, ein Problem sei es aber, dass diese Einspeisung nicht genau planbar sei und immer auch unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit für die Firma Statkraft laufen müsse.

 

Herr Graf möchte wissen, ob das geplante Kraftwerk für eine Dauerleistung gebraucht werde.

 

Herr Koch entgegnet, dass die Anlagen flexibel seien. Das geplante Kraftwerk sei für einen Dauerlastbetrieb nicht ausgelegt, es erfolge eine Zuschaltung wenn der Strom gewinnbringend eingebracht werden könnte.

 

Herr Südhoff interessiert sich dafür, ob die alten Leitungen abgebaut werden sollen und ob es zukünftig wieder so sei, dass der Abwasserkanal im Winter eisfrei bleibe.

 

Herr Koch erklärt, dass die Einleitungstemperaturen auch weiterhin eingehalten würden. Alte Leitungen blieben auch weiterhin bestehen. Ein neuer Antrag müsse nur deshalb gestellt werden, da dieses Kraftwerk anders befeuert werde. Das Kühlwasser werde auch weiterhin unbehandelt eingeleitet werden können.

 

Herr Wessels fragt an, ob denn die Firma Statkraft zu günstigeren Konditionen ihr Gas beziehen könne, da es sich ja um eine norwegische Firma handele.

 

Herr Koch erläutert, dass man zwar geografisch „an der Quelle“ sitze, sich der Gasmarkt aber allgemein im Wandel befinde und die Firma Statkraft, wie alle anderen Firmen auch, vom Anbieter kaufen müsse. Ähnlich wie in der Ölindustrie schließe man heute auch bei der Gasabnahme kürzere Verträge.

 

Herr Gosciniak bedankt sich für den Vortrag und wünscht den Vertretern der Firma Statkraft eine gute Heimreise.