TOP Ö 5: Bildung eines Beraterpools „insoweit erfahrener Fachkräfte“ gemäß §§ 8a,b SGB VIII

Beschluss: einstimmig

Im Jugendamt wird ein Beraterpool „insoweit erfahrener Fachkräfte“ gemäß §§ 8 a,b SGB VIII bestehend aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern, der Kindertagesstätten und Schulen sowie unterschiedlicher freier Träger der Jugendhilfe gebildet. In diesen Beraterpool sollen grundsätzlich nur Fachkräfte aufgenommen werden, die über ein einschlägiges Curriculum für diese Aufgabe qualifiziert sind. Die Verwaltung des Jugendamtes wird beauftragt, eine entsprechende Qualifizierungsmaßnahme bis zum 31. Juli 2012 durchzuführen.

 

 


Herr Sprengelmeyer erklärt, hinsichtlich des neuen Bundeskinderschutzgesetzes habe er schon in der letzten Sitzung angemerkt, dass die Einrichtung eines Beraterpools geplant sei. Dieser Pool sei nunmehr zusammengestellt und setze sich aus Vertretern und Vertreterinnen der Grundschule Grüner Weg, der Nds. Landesschulbehörde, der Beratungsstelle bei Gewalt an Kindern und Jugendlichen von der AWO, der Outlaw gGmbH, der DROBS Emden, des Leinerstiftes, der Initiative für Intensivpädagogik GmbH, der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern, der Frühförderstelle, des Vereins „Das Boot“, der Agilio, der Pro Familia und der Haupt- und Realschule Osterburg zusammen. Diese Einrichtungen würden sich mit entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen bis zum Sommer weiterbilden. Nach dem neuen Bundeskinderschutzgesetz hätten alle Personen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten würden, einen Anspruch auf Beratung. Insbesondere dann, wenn sie den Eindruck hätten, das eine Kindeswohlgefährdung vorliegen könnte.

 

Frau Grix bedankt sich und bittet um Wortmeldungen.

 

Frau Jensen bemerkt, es sei für die Praxis ganz wichtig, dass eine Person aus diesem Pool Ansprechpartner sei.

 

Herr Sprengelmeyer entgegnet, Anlaufstelle sei die Erziehungsberatungsstelle, die dann den weiteren Verlauf koordiniere.

 

Frau E. Meyer erklärt, ihre Fraktion begrüße die Bildung des Beraterpools, zumal dieses auch eine Entlastung für Ehrenamtliche sei. Sie fragt an, ob die17.000 € vom Fachbereich zusätzlich beantragt werde oder ob das Geld schon im Budget enthalten sei.

 

Herr Sprengelmeyer führt aus, diese Mittel seien bisher im Eckwertebeschluss nicht enthalten.

 

Frau Jensen erkundigt sich, ob die Mitarbeiter in den verschiedenen Einrichtungen diese zusätzlichen Stunden zukünftig extra vergütet bekommen oder im Rahmen ihrer eigentlichen Tätigkeit vornehmen würden.

 

Herr Sprengelmeyer bemerkt, den einzelnen Trägern würden keine zusätzlichen Kosten entstehen. Diese Tätigkeit könne nicht im Rahmen der bestehenden Arbeit geleistet werden, sodass mit den Träger Vereinbarungen getroffen und über Fachleistungsstunden abgerechnet werden müsse.

 

Frau Meinen bittet um Auskunft, ob bei den 12.000 € die Fachleistungsstunden enthalten seien.

 

Herr Sprengelmeyer entgegnet, dieses sei in den 17.000 € enthalten. Da noch keine Erfahrungswerte vorliegen würden, müsse zunächst abgewartet werden. Den Rest werde man sicherlich in diesem Jahr aus dem Budget decken können. Wenn jedoch so viele Meldungen vorliegen werden, dann werde der Ausschuss darüber zu befinden haben.

 

Frau E. Meyer fragt an, kann man davon ausgehen, dass zukünftig das Personal aufgestockt werden müsse.

 

Herr Lücht erklärt, in der Vorlage stehe, dass zunächst die Erziehungsberatungsstelle der zentrale Ansprechpartner sei. Wenn es jedoch eine zusätzliche Koordinierungsaufgabe sei sollte, werde ein Konzept entwickelt. Welchen zusätzlichen Personalbedarf das auslöse, bleibe abzuwarten.