Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Tilli Rachner, Geschäftsführer der Verkehrsregion Nahverkehr Ems-Jade stellt zusammen mit Herrn Robert Ohler, Angebotsmanagement der DB Fernverkehr AG das neue Bahnkonzept ab Dezember 2013 vor. Geplant ist ein optimiertes Angebot aus Nah- und Fernverkehrszügen auf der Ost-West-Verbindung (Leipzig-Hannover-Emden-Norddeich Mole).

 

Zukünftig sollen Intercity-Doppelstockzüge zwischen Bremen-Emden-Norddeich Mole eingesetzt werden, die ohne Aufpreis mit dem Nahverkehrsticket genutzt werden dürfen. Sowohl das Niedersachsenticket als auch das Wochenend- und Semesterticket werden ab Dezember 2013 im IC akzeptiert. Die Differenz zwischen RE und IC wird dann vom Land übernommen.

 

Von heute 2,5 IC Fahrtenpaaren werden ab Dezember 2013 9 IC Fahrtenpaare (alle 2 Stunden) angeboten. Es sollen wesentlich mehr umsteigefreie Direktverbindungen angeboten werden. Aufgrund dieser Maßnahme wird eine deutliche Nachfragesteigerung erwartet. Darüber hinaus werden zusätzlich 8 RE Fahrtenpaare so getaktet, dass der Gast stündlich bis nach Bremen und Hannover, ohne umzusteigen, gelangen kann.

 

Herr Ohler betont, dass die neuen Doppelstockzüge größer, komfortabler und kundenfreundlicher ausgestattet werden sollen. Dieses werde vom Gast verlangt und gewinne auch angesichts des demographischen Wandels zunehmend an Bedeutung. Beispielsweise sollen Gepäckablagen und die Beinfreiheit wie im ICE gestaltet werden. Für Familien und gehbehinderte Menschen stünde ein Mehrzweckbereich mit Rampe zur Verfügung. Zusätzliche Displays und Anzeigen sollen die Gäste über Verspätungen und mögliche Anschlüsse informieren.

 

Herr Rachner verwies auf ein insgesamt steigendes Servicepaket der DB. Die ersten drei neuen Doppelstockzüge sollen im Dezember 2013 ausgeliefert werden - einer von ihnen sei für das Streckennetz nach Emden vorgesehen.

 

Herr Hegewald bedankt sich für den Vortrag und freut sich auf die Neuerungen ab 2013.

 

Herr Bolinius ist ebenfalls erfreut über die guten Nachrichten und zeigt sich davon überzeugt, dass das Fahrgastaufkommen steigen wird. Er möchte jedoch gerne wissen warum das neue Konzept der DB nicht schon früher umgesetzt werde.

 

Herr Ohler erklärt, dass es momentan einen Fahrzeug-Engpass gebe weil die Züge nach und nach auf- und umgerüstet werden.

 

Frau Meyer möchte wissen ob in den neuen Zügen auch Abstellmöglichkeiten für Gehhilfen vorhanden sein werden. 

 

Herr Ohler versichert, dass in den Servicewagen genügend Platz dafür vorgesehen sei.

 

Herr Graf erkundigt sich nach einem möglichen Übergang der Fahrscheine auf den Busverkehr.

 

Herr Rachner gibt an, dass es hierzu bereits Gespräche zwischen  dem Verkehrsbund und der Deutschen Bahn gebe. Abschließende Lösungsansätze gebe es jedoch noch nicht.