Beschluss: einstimmig

Zur Umsetzung des Berichts über die Sportentwicklungsplanung der Stadt Emden wird ein Steuergremium mit folgender Besetzung eingesetzt:

 

            - 3 Vertreter/innen Stadt Emden

(Fachbereich Soziales und Gesundheit, Fachbereich Jugend, Schule und Sport)

            - 2 Vertreter/innen Stadtsportbund Emden

            - 1 Koordinator/in

 

Die Koordination/Geschäftsführung übernimmt der Stadtsportbund Emden. Zu diesem Zweck erhält der Stadtsportbund einen jährlichen Zuschuss für Personal- und Sachkosten in Höhe von 10.000 €. Das Projekt ist auf 3 Jahre befristet.

 

 


Herr Sprengelmeyer erklärt, er freue sich, nach vierjähriger Tätigkeit heute den Sportentwicklungsplan vorlegen zu können. Am 09.05.2011 seien dem Sportausschuss bereits die Grundzüge der Sportentwicklungsplanung und deren Ausrichtung vorgestellt worden. Er wolle sich an dieser Stelle bei allen Beteiligten und insbesondere beim Stadtsportbund für die intensive Mitarbeit bedanken. Sein Dank würde auch an den Landessportbund Niedersachsen, an die Hochschule Emden/Leer und an das Institut für Innovations-Transfer Emden gehen.

 

Er führt weiter aus, Sportentwicklungsplanung sei eine bedeutende Grundlage für die Entwicklungen der Volksgesundheit insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Angebotsstrukturen müssten angepasst und altersgerecht ausgelegt werden. Die Vereine müssten sich aktuellen Herausforderungen stellen und ggf. mit anderen Vereinen fusionieren. Die Anzahl der Kinder und Jugendliche habe sich in Emden in den letzten 40 Jahren ungefähr halbiert, sodass es nunmehr nur noch 8.000 Kinder und Jugendliche geben würde. Dementsprechend habe sich der Anteil der älteren Bevölkerung erhöht. Aufgrund dieser qualitativen Entwicklungen müsse die Kommune dann auch entscheiden, wie Förderrichtlinien künftig auszusehen hätten und wie Sportstätten zu gestalten seien. In der letzten Sportausschuss-Sitzung habe die Verwaltung den Auftrag erhalten, eine Koordinierungs- bzw. Steuergruppe einzurichten, die anschließend mit der konkreten Ausarbeitung weiterer Maßnahmen betraut werde. Aus diesem Grunde bitte er nach der Vorstellung des Sportentwicklungsplans durch die Vertreter der Hochschule um Zustimmung zur Einrichtung dieses Steuerkreises.

 

Die Herren Stefan de Jonge und Bernd Müller-Dohm stellen gemeinsam den Abschlussbericht zur Sportentwicklungsplanung anhand einer PowerPoint-Präsentation vor. Diese Präsentation ist im Internet unter www.emden.de einsehbar.

 

Frau Risius bedankt sich für die Ausführungen und bittet um Wortmeldungen.

 

Frau Burfeind bedankt sich ebenfalls und erklärt, die SPD-Fraktion freue sich, dass nunmehr endlich der Sportentwicklungsplan vorliege. Dieser beinhalte viele gute Vorschläge, die nach einer weiteren Konkretisierung umgesetzt werden könnten. Sie begrüße die Einrichtung eines Steuergremiums, da man die Vereine nicht alleine lassen dürfe. Es sei sehr sinnvoll, Vorschläge für den Rat zu erarbeiten, die dann in einer Reihenfolge eingebracht und umgesetzt werden könnten. Der Sportentwicklungsplan sei eine Basis, die als Arbeitsinstrument für weitere Entwicklungen genommen werden könne.

 

Herr Bolinius stimmt ebenfalls der Einrichtung eines Steuerkreises zu und schlägt vor, hierzu auch noch Leute hinzuzuziehen, die jahrelange Erfahrungen in den Sportvereinen hätten. Bezüglich des demografischen Wandels ist Herr Bolinius der Ansicht, dass hier die Älteren mehr mit eingebunden werden müssten.

 

Herr Sprengelmeyer bemerkt, grundsätzlich sei es so, dass dieses Gremien sich u. a. aus drei Vertretern der Stadt Emden aus den Bereichen des Fachdienstes Schule und Sport und aus dem Fachbereich Gesundheit und Soziales, zusammensetze. Da dieses Gremium nicht für sich allein arbeite, würden auch entsprechende Partner einbezogen, so z. B. bei Themen der Sporthallen das Gebäudemanagement oder bei Reha-Angelegenheiten die Krankenkassen. Natürlich würden auch die Sportvereine einbezogen, zumal der Sportentwicklungsplan am 03.05.2012 im Rahmen einer Sitzung des Stadtsportbundes den Vereinen vorgestellt werde, sodass auch hier Anregungen aus der Praxis mitgenommen werden könnten.

 

Auf die Frage von Frau Baumfalk hinsichtlich einer Skaterbahn entgegnet Herr Sprengelmeyer, derzeit werde das Feld eruiert, da die Idee aufgekommen sei, den alten Hallenbereich auf dem Kasernengelände zu nutzen. Eine Fachfirma prüfe zurzeit, welche Möglichkeiten dort bestehen würden und was es kosten werde. Wenn ein Ergebnis vorliege, werde er den Sportausschuss darüber informieren.

 

Herr Wehmhörner erklärt, der Stadtsportbund freue sich, dass nach vier Jahren nunmehr der Sportentwicklungsplan vorliege. Dabei handele es sich jedoch um kein Konstrukt, welches man an die Seite legen könne, denn im Prinzip fange die Arbeit jetzt an. Das Steuerungsgremium solle nicht nur Prioritäten erarbeiten, sondern mit den Sporttreibenden in Kontakt kommen, um entsprechende Möglichkeiten zu eruieren, was man finanziell gestalten könne. Bei dem Termin am 03.05.2012 werde man auch den Bereich der Jugendförderung und die Pflege der Sportanlagen ansprechen. In diesem Zusammenhang wolle er darauf hinweisen, dass der Stadtsportbund die Vereine zu einem Termin in den nächsten Tagen mit den Stadtwerken eingeladen habe, bei dem auch Themen aus dem Sportentwicklungsplan vorgestellt würden.

 

Weiter stellt Herr Wehmhörner fest, dass eine Umsetzung sicherlich nicht kurzfristig möglich sei. Er sei gespannt auf diese Arbeit und gehe davon aus, dass diese erfolgreich sein werde.

 

Frau Risius stellt abschließend fest, der Sportentwicklungsplan solle in bewährter Zusammenarbeit mit den Vereinen, dem Stadtsportbund, dem Rat und der Verwaltung der Stadt Emden bearbeitet werden. Sicherlich würden nicht alle Maßnahmen sofort erledigt werden können, sondern alle Beteiligten noch lange Zeit beschäftigten. Frau Risius bedankt sich bei den Herren de Jonge und Müller-Dohm für die Begleitung im Sportausschuss. Ihrer Ansicht nach mache man mit diesem Beschluss einen ersten Schritt und sei somit auf einem guten Wege.