Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Buß erläutert zunächst die Vorlage und erklärt, wie bereits in der letzten Sitzung des Sportausschusses mitgeteilt, müssten mit vielen Vereinen neue Pachtverträge abgeschlossen werden. Diese Verträge mit einer längeren Laufzeit würden auch eine Regelung hinsichtlich der Verkehrssicherheit und deren Übertragung auf die Vereine beinhalten. Voraussetzung sei hier, dass zunächst einmal auf den Sportanlagen ein ordentlicher Zustand hergestellt werde. Diese Thematik sei in zahlreichen Gesprächen mit dem Stadtsportbund, dem Ökowerk und auch mit Fachfirmen erörtert worden. Demnach werde kaum eine andere Möglichkeit verbleiben, als die bestehenden Pflanzungen durch Bepflanzungen zu ersetzen, die nur geringen oder keinen Pflegeaufwand benötigen. Damit würden die ehrenamtlichen Helfer der Vereine diese Anlagen wieder pflegen können. Darüber hinaus wolle man eine große biologische Vielfalt herstellen und eine Bewusstseinsbildung für eine sinnvolle Verbindung von Sport und Umwelt schaffen. Verbunden sei damit auch eine drastische Reduzierung von Unterhaltskosten, die aufgrund des jetzigen Zustandes dort erreicht worden seien.

 

Herr Buß führt weiter aus, nach den Schnittmaßnahmen wolle man die Anlagen durch wertvolle ortspezifische und von den Vereinen leicht zu pflegende Pflanzen wieder aufforsten. Derzeit sei man dabei, in einem ersten Schritt diese Maßnahmen an zwei Anlagen durchzuführen. Der Stadtsportbund habe sich dankenswerterweise sehr engagiert und es übernommen, zunächst gemeinsam mit Fachleuten eine Ist-Aufnahme der Sportanlagen durchzuführen. Wie der Presse zu entnehmen gewesen sei, werde zurzeit auf dem Parkplatz des SV Petkum diese Maßnahme durchgeführt und morgen auf dem Parkplatz des Big-Points bzw. der BSV Kickers, Sportanlage Barenburg, fortgesetzt. Auch dort seien zahlreiche Weiden sehr hoch gewachsen und stellen erhebliche Risiken für die Verkehrssicherheit dar.

 

Bezüglich der Anfrage der FDP-Fraktion bemerkt Herr Buß, bei den Bäumen in Petkum würde es sich ausschließlich um Weiden handeln, die zurückgeschnitten werden müssten. Diese Weiden seien von zwei Gärtnermeistern begutachtet worden. Ein schriftliches Gutachten über die Wertung jedes einzelnen Baumes liege jedoch nicht vor. Das Zurückschneiden dieser Weiden als Kopfweiden sei keine außergewöhnliche Maßnahme, da die Bäume relativ schnell wieder austreiben würden. Dadurch könnten die Bäume auch von den ehrenamtlichen Helfern des Vereins verhältnismäßig einfach gepflegt werden. In der Anfrage sei auch auf die Pappeln hingewiesen worden, die in Oldersum am Ems-Seiten-Kanal zurückgeschnitten worden seien. Herr Buß erklärt, der Vorarbeiter der Firma in Petkum habe ihm dringend geraten, Pappeln zu fällen und durch entsprechende hochwertige Gehölze zu ersetzen. Bei den Bäumen im Bereich des Big-Points handele es sich um Weiden, die bis zur unbedingt notwendigen Höhe zurückgeschnitten würden, um dann wieder neu austreiben zu können. 

 

Hinsichtlich des finanziellen Aufwandes stellt Herr Buß fest, hierzu habe er in der Vorlage einige Ausführungen gemacht. Dabei handele es sich zurzeit noch um grobe Schätzkosten, da nicht jeder einzelne Baum bewertet worden sei. Zum Teil seien die Bäume nicht mit schwerem Gerät erreichbar und müssten von einem professionellen Baumkletterer kleinteilig abgetragen werden.

 

Frau Risius bedankt sich für die Ausführungen und bittet um Wortmeldungen.

 

Herr Bolinius begrüßt die ökologische Sanierung der Sportanlagen, da dieses ein kleiner Sportverein nicht schaffen könne. Er sei jedoch erstaunt gewesen, dass auch die großen Pappeln auf dem Parkplatz des SV Petkums gefällt würden. Seiner Ansicht nach sei dieses nicht so vereinbart worden, da der Parkplatz der Stadt Emden gehöre. Auch finde er die Höhe von ungefähr 2 m, die bei einigen Weiden stehen bleiben würden, als viel zu gering.

 

Herr Buß erklärt, der Parkplatz gehöre zu dem Gesamtgelände Sportanlage und Schulgebäude. Es mache aus seiner Sicht auch keinen Sinn, diese Bäume an der Straße nicht zu beschneiden. Bezüglich der Höhe der verbleibenden Bäume bemerkt Herr Buß, dieses richte sich nach der Vergabelung der Hauptzweige und betrage zwischen 2 m und 3,50 m. Im Übrigen müsse man darauf vertrauen, dass die Fachfirma diese Schnitte vernünftig durchführe.

 

Frau Burfeind stellt heraus, auch die SPD-Fraktion begrüße diese Initiative, die vom Stadtsportbund ausgegangen sei. Einerseits müsse die Verkehrssicherheitspflicht gewährleistet werden, während andererseits die Vereine mit der Pflege der Pappeln inzwischen überfordert seien. Insoweit sei die Idee gut, die alten abhängigen Bäume zu entfernen und in Zusammenarbeit mit dem Ökowerk etwas ökologisch Sinnvolles entstehen zu lassen.

 

Frau Baumfalk fragt hinsichtlich der ehrenamtlichen Helfer an, was man tun werde, wenn nicht mehr genug Helfer da seien. Weiter bemerkt sie, in der Vorlage werde einerseits von gezielter Auswahl von geeigneten Pflanzen gesprochen, andererseits von Herstellung einer großen biologischen Vielfalt. Dieses würde sich ihrer Meinung nach widersprechen.

 

Herr Buß stellt fest, dass die Vereine über diese ehrenamtlichen Helfer verfügen würden. Zunächst gehe man einmal davon aus, dass diese Helfer noch lange Jahre aktiv seien. Wenn ein Verein eines Tages seine Anlage so nicht mehr pflegen könne, dann müsse im Einzelfall darüber entscheiden werden.

 

Hinsichtlich der Formulierung teilt Herr Buß mit, bei der Sanierung sei auch das Ökowerk beteiligt und wähle die neu zu pflanzenden Gehölze entsprechend aus, da ein hohes Interesse bestehe, diese Anlagen wirklich ökologisch hochwertig herzustellen. Zudem würden diese Aufforstungen auch mit den Vereinen vor Ort diskutiert.

 

Herr Wehmhörner berichtet, zunächst sei mit den Sportanlagen Petkum und Barenburg der einfachste Anfang gemacht worden. Wenn man sich jedoch die Pappeln bei der Sportanlage des FT 03 anschaue, dann wisse man auch, was es kosten werde, diese Bäume wegzunehmen oder zu beschneiden. Pappeln, die 30 bis 35 Jahre alt und 40 m hoch seien, seien verkehrssicherungstechnisch gefährlich. Von daher stelle sich die Frage, wann man mit der Sanierung anfange könne. Doch dieses sei auch eine Frage des Geldes. Es gehe auch darum, den Jugendlichen in den Vereinen durch Neuanpflanzungen die Pflege der Bäume näherzubringen. Abschließend stellt Herr Wehmhörner fest, er sehe keine andere Chance, als die Pappeln, die nicht von der Baumschutzsatzung betroffen seien, entfernen und durch Neuanpflanzungen ersetzen zu lassen.

 

Herr Kronshagen erklärt, auch die CDU-Fraktion begrüße die geplante Sanierung und die Zusammenarbeit mit dem Ökowerk. Dabei gibt er zu bedenken, dass durch die nachfolgende Pflege durch die ehrenamtlichen Helfer in den nächsten Jahren das gespart werden könne, was jetzt ausgegeben werden müsse.