Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Mansholt führt aus, in der heutigen Sitzung des Jugendhilfeausschusses wolle man das Ergebnis einer Untersuchung vorstellen. Die Stadt Emden müsse sich insgesamt immer fragen, ob sie als Verwaltung richtig aufgestellt und organisiert sei. Vor gut zwölf Jahren habe die Stadt Emden eine Personal- und Organisationsuntersuchung durchführen lassen mit Ergebnissen, die auch dem Rat bekanntgegeben worden seien. Da diese Untersuchung zwischenzeitlich veraltet sei und man auf aktuelle Informationen angewiesen sei, habe der Rat vor einigen Jahren die grundsätzliche Entscheidung getroffen, dass in jedem Jahr ein Teil der Verwaltung neu untersucht werde. Dafür seien auch Mittel in den Haushalt eingestellt worden. Vor einigen Jahren seien bereits die Fachbereiche Gesundheit und Soziales sowie Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung, die Nordseehalle, der Fachdienst Informations- und Kommunikationstechnik untersucht worden. Nunmehr habe man den Fachbereich Jugend, Schule und Sport untersucht. Diese Verfahren seien so aufgebaut, dass zunächst ein geeignetes externes Unternehmen ausgewählt werde, welches diese Untersuchungen begleiten könne. Der Verwaltungsausschuss habe dann den Auftrag erteilt. Nach Ablauf des Verfahrens werde jeweils ein Bericht in dem zuständigen Fachausschuss erstattet.

 

Herr Mansholt erläutert anschließend den Untersuchungsablauf und bemerkt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie dem Verwaltungsvorstand seien über das Ergebnis informiert worden. Der Verwaltungsvorstand habe sich den Empfehlungen des Gutachters grundsätzlich angeschlossen und den Fachbereichsleiter beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem Vorstandsbüro entsprechende konkrete Umsetzungsschritte zu erarbeiten. Heute wolle man den Jugendhilfeausschuss über die Untersuchungsergebnisse informieren. Herr Grebe werde nunmehr die Untersuchungen mit den wesentlichen Teilen vorstellen. Anschließend könnten dann entsprechende Fragen gestellt werden. 

 

Herr Grebe stellt sich zunächst vor und erläutert dann ausführlich die Ergebnisse der Personalbedarfsuntersuchung anhand einer PowerPoint-Präsentation. Diese Präsentation ist im Ratsinformationssystem unter www.emden.de einsehbar.

 

Frau Meinen bedankt sich und bittet um Wortmeldungen.

 

Herr Bongartz bezieht sich auf den Vermerk „Der vergleichsweise hohe Zuwachs im FD 651.3 erklärt sich vorwiegend durch die Übernahme von Personen, die zuvor schon Aufgaben für diesen Fachdienst wahrgenommen haben (insb. Jugendbüro), in ein festes Beschäftigungsverhältnis bei dem Arbeitgeber Stadt Emden.“ Er fragt an, ob diese Leute vorher nicht in einem festen Arbeitsverhältnis gestanden hätten.

 

Herr Sprengelmeyer entgegnet, das Jugendbüro sei zu Beginn unter der Leitung des Fachbereichs Gesundheit und Soziales gewesen. Dann sei die Zuständigkeit zum Fachbereich Jugend, Schule und Sport verlagert worden. Da es immer mehr um Jugendsozialarbeit gegangen sei und man mit der Arbeitsagentur zusammengearbeitet habe, seien die Personen über die Aafög beschäftigt worden. Im Grunde genommen sei es jedoch eine kommunale Aufgabe im Rahmen der Jugendsozialarbeit und der beruflichen Integration junger Menschen. Hingekommen seien noch die Bundesprogramme, was dazu geführt habe, dass diese Personen nunmehr von der Stadt Emden übernommen worden seien.

 

Herr Bongartz bemerkt, die Fraktionen würden sich derzeit mit dem Haushalt beschäftigen. Insoweit sei es dann zahlenmäßig nicht haushaltsrelevant, da sich die Kosten derzeit schon widerspiegeln würden.

 

Herr Mansholt führt aus, da diese Aufgabe immer für die Stadt Emden erledigt worden sei, habe sie auch die Kosten getragen. Nur seien sie im Haushalt zunächst im Sachkostenbudget als Zuschuss der Stadt Emden an die Aafög vorhanden. Dadurch, dass diese Personen im letzten Herbst zur Stadtverwaltung gekommen seien in Form eines Arbeitgeberwechsels, ändere sich dem Grunde nach innerhalb des städtischen Haushalts die Kostenart. Die Belastungshöhe ändere sich jedoch nicht durch diesen Arbeitgeberwechsel.

 

Herr Sprengelmeyer erklärt, die vielen Anregungen würden jetzt vom Fachbereich in Abstimmung mit den Fachdiensten noch einmal bewertet. Wie bei vielen anderen Untersuchungen sei auch hier die Zeit nicht stehengeblieben. Zwischenzeitlich sei auch das Bundeskinderschutzgesetz in Kraft getreten. Alle Kommunen um Emden herum hätten mittlerweile zwischen drei bis sieben neuen Stellen gefordert für den Bereich der Umsetzung des Bundeskinderschutzgesetzes. Da in Emden ein ganz gutes System aufgebaut sei, sei man davon noch ein Stück entfernt, sodass man hier die Einzelmaßnahmen einschätzen und noch einmal abgleichen wolle, an welcher Stelle man stehe.

 

Herr Sprengelmeyer geht anschließend noch auf den Bereich der ambulanten und stationären Unterbringung ein und erklärt, das aufgebaute System, Fälle in ihrer Dringlichkeit einzuschätzen und wie sie abgearbeitet würden, sei letztlich der Erfolg, warum die richtigen Hilfen gefunden würden. Gleichwohl müsse er aber auch darauf hinweisen, dass es mittlerweile viele ambulante Maßnahmen geben würden, die genauso teuer seien wie die stationären Maßnahmen.

 

Abschließend stellt er fest, der Fachbereich könne mit dem Gesamtergebnis der Untersuchung sehr zufrieden sein und gibt zu bedenken, dennoch könne man sich auch immer weiter verbessern.