Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Andersson leitet den Tagesordnungspunkt ein. Da speziell eine Firma in der Anfrage genannt wurde, soll ihr die Möglichkeit gegeben werden im heutigen Ausschuss Position zu beziehen, auch weil seit vielen Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Rahmen der Aktion Saubere Stadt bestehe.

Herr Block, Restaurantleiter McDonalds Emden, stellt sich kurz vor. Er gibt an, dass ein Hausmeister täglich eine Stunde Müll in der Umgebung von McDonalds sammle, wobei jeweils 4 bis 5 Säcke Müll, nicht nur von McDonalds, zusammengetragen werden. Einmal wöchentlich erfolge eine zweistündige Reinigung.

Herr Block teilt mit, dass 2 weitere Mülleimer aufgestellt worden seien, wobei ihm nach wie vor schleierhaft sei, warum diese, meist von Jüngeren, nicht genutzt werden. Im letzten Jahr seien Kosten von mehr als 25.000 € für das Müllsammeln entstanden. Er gibt zu bedenken, dass z.B. auch Kaugummis, Kippen oder andere Verpackungen herumliegen, nur dort nicht drauf stehe, wo der Müll herkomme. Er sagt, das Unternehmen sei für jede Idee offen.

Herr Docter lobt, dass sich dem Thema in dieser Form angenommen werde.

Herr Schulze sagt, er danke für das Engagement und, dass es gesehen werde. Er bittet am Ball zu bleiben und auch an die Mitarbeiter den Dank zu richten.     

Herr Davids sagt, er sehe den Fehler ebenfalls nicht bei der Firma. Das Essen werde in umweltgerechten Verpackungen angeboten, welche kostenlos entsorgt werden können. Der Fehler liege beim Konsumenten, der den Müll achtlos aus dem Autofenster werfe. In der Stadt bestehe dieses Problem ebenfalls, nur nicht in diesem Ausmaß. 

Herr Hoofdmann dankt den Ausführungen von Herrn Block. Es werde mehr gemacht als gemacht werden müsse, die Einführung eines Pfands sei vermutlich auch keine Lösung, da auch an anderer Stelle Flaschen liegen bleiben.

Herr Odinga fragt, ob das Problem auch an anderen Standorten bestehe. Herr Block antwortet, er habe in Jever als Leiter begonnen, dort habe es kaum Probleme dieser Art gegeben. In Aurich sei es auch schlimm, komme allerdings nicht an Emden heran. Herr Renken weist darauf hin, dass es viel mit dem Standort zu tun habe und die hier fehlende soziale Kontrolle. Auch das Geschäftsmodell des Drive-ins trage dazu bei. Durch das Mülleinsammeln können die Symptome, nicht aber die Ursache in den Griff bekommen werden.

Herr Block sagt, aus steuerrechtlichen Gründen sei eine entsprechende Verpackung erforderlich. Natürlich werde durch den McDrive mehr Geld verdient, zudem könnte man ohne auch der Masse an Kunden nicht Herr werden.

Herr Graf sagt, dass die Initiative nur begrüßt werden könne. Auch die Gewerbetreibenden umzu sollten aufgerufen werden nicht wegzusehen. Es sei nicht vorstellbar, wie der Bereich ohne das Mülleinsammeln aussehe.

Herr Schulze schlägt vor, dass am McDrive ein Pfand von z.B. 10 Cent aufgeschlagen werde. Wie bei Flaschen gebe es sicher auch hierfür pfandsammelnde Leute. Vielleicht könne so ein Anreiz geschaffen werden. Herr Block antwortet, dass es sich dabei um eine nette Idee handle, die bereits häufiger an ihn gerichtet worden sei. Es sei bereits in einer anderen Stadt versucht worden für das Zurückbringen des Mülls ein kostenloses Getränk anzubieten. Dies sei aber kaum angenommen worden. Eher sehe er einen möglichen Erfolg bei der früheren Aufklärung in der Schule.

Herr Docter sagt, dass die Anfrage speziell für das Gewerbegebiet gestellt wurde. Das Thema bestehe auch bei anderen Systemgastronomen und dürfe nicht auf ein Unternehmen beschränkt werden. Auch an anderen Stellen werde Müll entsorgt, nur ist es meist nicht namentlich zuordnungsfähig. Herr Block ist Teil des Konzerns, es sei Aufgabe der Übergeordneten eine allgemeine Lösung zu finden.

Herr Docter lobt und dankt für das Engagement. Er bedanke sich an dieser Stelle ebenfalls für die Unterstützung bei der Aktion Saubere Stadt und hofft, dass die Unterstützung auch zukünftig bestehen bleibe.

Herr Domnik sagt, dass die Aktion Saubere Stadt jetzt seit 12 Jahren laufe und die Gutscheine sehr beliebt seien. Es müsse bei den kleinsten, also den Kindern der Kindergärten und Schulen angefangen werden. Die diesjährige Aktion lief unter dem Motto „Gemeinsam geht’s“ und es habe 3090 Teilnehmer und 12 unterstützende Partner gegeben. Zu den kuriosesten Funden zählte u. a. eine Bratpfanne mit angebratenem Essen.   

Herr Gosciniak dankt Herrn Block und Herrn Straeten und wünscht einen guten Heimweg.