Beschluss: Vertagt

Herr Ubben erklärt, bereits im Dezember 2011 habe die Verwaltung die Vorlage eingebracht. Hintergrund sei gewesen, dass dem Verein ein Angebot gemacht worden sei, in Zusammenarbeit ein neues Konzept zu erstellen. Dieses sei jedoch nicht gelungen. Der Verein würde seinen Schwerpunkt in der Arbeit mit Vorschulkindern sehen, aber aufgrund der mittlerweile vielen Angebote in diesem Bereich würde seitens der Verwaltung keine Notwendigkeit gesehen. Darüber hinaus werde durch die Professionalität der Kindertageseinrichtungen mit Sicherheit ein guter Übergang von der Kindertagesstätte in die Schule gewährt. Vor diesem Hintergrund bleibe man bei der Auffassung, den Antrag aus dem letzten Jahr abzulehnen.

 

Herr Fooken bemerkt, die FDP-Fraktion bedaure die Ablehnung und könne sie absolut nicht nachvollziehen. Zudem habe seine Fraktion einen Antrag gestellt, dass der Verein sein Konzept im Jugendhilfeausschuss vorstellen möge. Leider sei von diesem Antrag in der Vorlage überhaupt nicht die Rede. Aus diesem Grunde stelle er hier noch einmal den Antrag, dass dem Verein die Gelegenheit gegeben werde, sich hier vorzustellen, bevor eine Entscheidung im Ausschuss gefällt werde.

 

Herr Sprengelmeyer führt aus, der Verein sei über viele Jahrzehnte in Emden ganz hervorragend aktiv gewesen und habe in den Sommerferien viele Aktionen in den verschieden Stadtteilen durchgeführt. Außerhalb der Ferien habe er benachteiligte Kinder im Bildungsbereich unterstützt. Doch die Herausforderungen seien andere geworden. Durch die ganzheitliche Betreuung müssten durch die Kindertagesstätten viele Erziehungsaufgaben übernommen werden, die vor Jahrzehnten noch in den Familien geleistet würden. Es gehe hier nicht um die Ablehnung des Vereins, sondern darum, dass Konzepte miteinander verbunden werden sollten. Die Hand der Verwaltung sei auch weiterhin offen und wenn es beantragt worden sei, könne sich der Verein auch gerne im Ausschuss vorstellen.

 

Herr Ubben weist darauf hin, es gehe nicht darum, die Förderung des Vereins generell einzustellen. Jede Kindertagesstätte müsse sich nach dem KiTaG eine Konzeption geben und diese fortschreiben. Seines Erachtens sei dieses auch dem Verein zuzumuten. Das Angebot der Verwaltung, dem Verein dabei zu helfen, stehe nach wie vor.

 

Frau Engelberts weist darauf hin, dass dieses auch ein Thema für den Qualitätszirkel sein könne. Dem Verein sei eine große Offenheit seitens der Kommunalverwaltung entgegengebracht worden. Es seien unterschiedliche Angebote gemacht worden. Da es in der Vergangenheit auch schon zu Problemen gekommen sei, müsste ein vernünftiges Konzept vorgelegt werden. Ihrer Ansicht nach gehe dieses nur in Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten.

 

Herr Grix erinnert an eine Forderung von Herrn Bolinius, dass alle Kindertagesstätten ihre Konzeption öffentlich im Jugendhilfeausschuss vortragen sollten. Seiner Meinung nach sollte dieses auch für andere Einrichtungen gelten. Die Arbeit, die vor 15 bis 20 Jahren gemacht worden sei, sei nicht mehr vergleichbar mit der heutigen Zeit.

 

Frau Grix stellt fest, die Verwaltung möge dafür sorgen, dass in einer der nächsten Sitzungen des Jugendhilfeausschusses die Vorstellung des Vereins erfolge.