9.1 Pflegezustand Hermann-Allmers-Straße

Herr Buß berichtet, dass dieser Bereich in der Vergangenheit durch die Aafög gepflegt worden sei. Dem BEE fehle das Personal zur Durchführung ständiger Pflegearbeiten. Für eine einmalige Pflege sei eine Firma beauftragt worden, zum Herbst werde geprüft, ob durch bauliche Veränderungen etwas erreicht werden könne.

Herr Docter sagt, es bestehe die Überlegung die Hecke zu entfernen. Der Kleinwuchs unterhalb der Hecke und in den Ritzen verursache Reinigungsbedarf von 1- bis 2-mal monatlich, dies sei ohne die Aafög nicht leistbar. Das Geld für eine dauerhafte Pflege stehe nicht zur Verfügung, daher müsste die Reinigung vereinfacht werden.

Frau Bamminger sagt, es habe eine Begehung des Beirates gegeben und es werde begrüßt, wenn die Hecke entfernt werde. Herr Bongartz stimmt Frau Bamminger zu. Herr Docter ergänzt, es handle sich um einen gestalterischen Rückschritt, allerdings sei es sonst kaum möglich Herr der Sache zu werden. Ähnliche Fragen stellen sich auch an anderen Stellen im Stadtgebiet. Herr Davids merkt an, dass es schon aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht erforderlich sei. 

Herr Renken merkt an, das Problem sei auch in der Boltentorstraße zu finden. Er bezweifelt, dass ein stadtweites Wegreißen der Hecken eine Lösung sei. Herr Docter antwortet, dass im Bereich der Boltentorstraße lange Zeit ein kürzlich verstorbener Herr die Pflege übernommen habe. Daran haben sich die Anlieger gewöhnt.

 

9.2 Baumpflegearbeiten

Herr Buß teilt mit, dass es in der Stadt Bäume gebe, die in diesem Jahr kein Laub tragen, z. B. in der Petkumer Straße, Agterum und in der Auricher Straße. Diese Bäume seien tot, sie werden gefällt und ersetzt.

Herr Odinga fragt, ob die Gründe dafür bekannt seien. Herr Buß antwortet, die Gründe seien unterschiedlich, z. B. Staunässe, ein unpassender Lebensraum oder gekappte Wurzeln durch Verlegung von Versorgungsleitungen. Die Gründe werden mit untersucht.

Eine Sichtkontrolle in der Bolardusstraße habe zudem ergeben, dass bei 2 Linden eine Kronenpflege einschließlich Totholzentfernung durchgeführt werden müsse. 2 andere Linden müssen gefällt und ersetzt werden. Hier werde vermutet, dass Arbeiten an den Versorgungsleitungen die Bäume geschädigt haben.

  

9.3 Baumscheibe Schillerstraße

Herr Buß berichtet von einem Ortstermin am 13.06. in der Schillerstraße. In einer Baumscheibe sollte ein Baum gepflanzt werden, wobei die Anwohner darum gebeten haben, es zu lassen. Die Pflege durch die Anwohner sei nicht leistbar und der BEE schaffe es nicht in dem gewünschten Umfang. Ihm stelle sich die Frage, ob bei fehlender Pflegemöglichkeit aus Sicht des Ausschusses auf die Bepflanzung verzichtet werden, bzw. gar gefällt werden soll.                  

Herr Bongartz sagt, er sehe an dieser Stelle kein Erfordernis zur Pflanzung eines Baumes, eventuell könne es zu Problemen mit den Versorgungsleitungen kommen, auch sei es im Straßenkörper nicht natürlich. Herr Buß erwidert, dass aus Sicht des Fachpersonals ein kleinkroniger Baum kein Problem darstelle.

Frau Bamminger führt aus, sie habe an dem Termin teilgenommen. Den Anwohnern gehe es darum, dass dort seit etwa 4 oder 5 Jahren kein Baum gestanden habe und es liege ihnen sehr am Herzen, wenn es dabei bleibe. Sie fände es schön, wenn dem Wunsch gefolgt werden könne. Herr Davids fügt hinzu, es gehe lediglich um diese eine Stelle. Unter den Anwohnern seien nur ältere Menschen, die es gerne pflegen würden, aber nicht mehr können. In diesem Einzelfall spreche er sich ebenfalls gegen den Baum aus.

 

Herr Renken weist darauf hin, dass bei solch einer Diskussion aufgepasst werden müsse wo sie hinführt. Er gibt zu bedenken, es handle sich eventuell nicht um einen Einzelfall, sondern einen Präzedenzfall. Er fragt, was der Bebauungsplan vorsehe. Über jeden Baum einzeln abzustimmen, könne in die falsche Richtung gehen. Die Voraussetzungen für Bäume in Baumscheiben seien nicht generell gegeben, aber dort wo es gehe sollte es bepflanzt werden. Er wünsche nicht, dass das Grün in der Stadt reduziert werde. Auch sehe er darin eine Maßnahme zur Verkehrsberuhigung. Ein abgewogenes Verfahren müsse gewählt werden.

Herr Docter sagt, die Straße sei in den 80er bis 90er Jahren gebaut worden. Es handle sich nicht um eine Einzeldiskussion, sondern um viele Meldungen in der Stadt, die um Wegnahme eines Baumes bitten, bzw. darum ein Beet nicht wieder zu bepflanzen. Er halte es für wichtig, Bäume zu erhalten, im Sinne der Bürger können kleinkronige Bäume gewählt werden. Er begrüße, wenn die vom Rat beschlossene Linie gehalten werde.

Herr Davids sagt, die Verkehrsberuhigung sei bereits durch die Bodenwelle gegeben. Es gehe lediglich um einen Baum, in einer Baumscheibe die lange nicht bepflanzt gewesen sei. Es sei nicht die Rede davon, etwas wegzunehmen. Frau Bamminger ergänzt, warum erst 5 Jahre gewartet worden sei. Herr Bongartz fragt, warum diskutiert werden soll, wo innerhalb der Verwaltung bereits feststehe den Baum zu ersetzen.    

 

Herr Gosciniak schließt den Tagesordnungspunkt.