TOP Ö 6: Vorstellung der Ausstellung „Land der Entdeckungen – Die Archäologie des friesischen Küstenraums“ des Ostfriesischen Landesmuseums Emden durch den Archäologen Dr. Jan Kegler (Ostfriesische Landschaft)

Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Strelow begrüßt Herrn Dr. Kegler und bittet um seinen Vortrag.

 

Herr Dr. Kegler erläutert anhand einer PowerPoint-Präsentation den Sachstand der Ausstellung „Land der Entdeckungen – die Archäologie des friesischen Küstenraums“ des Ostfriesischen Landesmuseums Emden aus der Sicht der Archäologie.

 

Herr Strelow bedankt sich und bittet um Wortmeldungen.

 

Herr Mecklenburg führt aus, solange er sich daran erinnern könne, habe die Ostfriesische Landschaft viele bedeutende Dinge gemacht. Nunmehr sei man an einem ganz beeindruckenden Punkt angenommen, der eine große Wertschätzung von überall erfahre. Es sei wirklich beeindruckend, was hier auf den Weg gebracht worden sei. Bei den Netzwerktreffen habe man die Möglichkeit, Leute von überallher kennenzulernen. Durch diese Kontakte würden sich ganz neue Dinge ergeben. Seiner Ansicht nach sei dieses spannend und in jeglicher Beziehung ein großer Gewinn für alle. Auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sei ein besonderer Aspekt. Bereits zum dritten Mal würde jetzt ein so großes Projekt stattfinden, welches wieder ein großer Gewinn für die ganze Region und darüber hinaus werde. Kultur werde seiner Meinung nach immer wichtiger, da sie immer mehr Leute beschäftige. Die Region müsse nicht nur für die Besucher und die Einrichtungen attraktiv gemacht werden, sondern sei auch aus wirtschaftlichen Gründen unglaublich wichtig. Zudem sei es noch ganz wichtig, dass die Region Ostfriesland so lebenswert gemacht werde, dass junge Menschen hier bleiben. Kultur trage dazu bei, dass dieser Fachkräftemangel nicht so hart zu spüren sei wie in anderen Regionen. Kultur sei ein harter Standortfaktor und dass hätten Frau Rodrian und Herr Dr. Kegler heute in ihren Vorträgen beeindruckend deutlich gemacht.

 

Herr Bolinius lobt ebenfalls die Arbeit in der Ostfriesischen Landschaft. Er gibt jedoch zu bedenken, dass allein wegen der Kultur die jungen Menschen sicherlich nicht in Ostfriesland bleiben würden. Weiter führt er aus, das hier vorgestellte Werk sei wirklich exzellent. Er fragt an, ob auch schon Grabungen in Gebieten unternommen worden seien, wo vor ca. 500 Jahren 30 bis 50 Dörfer untergegangen seien.

 

Herr Dr. Kegler stellt heraus, es sei sehr schwierig, unter Wasser zu forschen. Gerade im Watt sei dieses besonders schwierig. Vor einiger Zeit habe es mit der Ostfriesischen Landschaft und der Provinz Groningen ein Kooperationsprojekt gegeben, bei dem ein Steinhaus ausgegraben worden sei, welches beim Dollarteinbruch im 16. Jahrhundert untergegangen sei. In den Niederlanden seien bereits mehrfach archäologische Untersuchungen in den Bereichen durchgeführt worden, die durch Aufpolderungen oder durch den Dollarteinbruch verschüttet worden seien. Die Ostfriesische Landschaft habe selber in diesem Bereich noch so gut wie keine Ergebnisse erzielt, obwohl man sehr vorsichtig mit den Arealen umgehe, in denen Siedlungen vermutet worden seien. Auch im Bereich der Knock würde es Areale geben, bei denen die Ostfriesische Landschaft zuschaue, wenn dort Erdarbeiten durchgeführt würden. Hier sei eigentlich der Zufall ein großer Helfer.

 

Abschließend bemerkt Herr Dr. Kegler, leider sei es der Ostfriesischen Landschaft noch nicht gelungen, die einzelnen Beiträge der Fachwissenschaftler zu veröffentlichen. Die Manuskripte würden vorliegen und man würde gerne einen Begleitband machen, der zweisprachig herausgebracht werde. Leider sei dieses bisher an den mangelnden Fördermitteln gescheitert.

 

Herr Strelow bedankt sich noch einmal abschließend bei Frau Rodrian und Herrn Dr. Kegler für die Vorstellung der Ausstellung.