TOP Ö 8: Ermittlung der Kosten einer Nutzung der Emsschule als Stadtarchiv, Antrag der SPD-Fraktion vom 14.12.2012

Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Baumann erklärt, über die Nutzung der Emsschule als Stadtarchiv werde seit geraumer Zeit diskutiert, zumal auch die Räumlichkeiten, in der sich die Archivverwaltung und auch die Archivalien zurzeit befinden würden, nicht unbedingt optimal seien. Weiter führt er aus, das Gebäudemanagement mache sich derzeit Gedanken darüber, was mit der Emsschule geschehe, wenn die Grundschule im Jahre 2014 aus dem Gebäude ausziehen werde. Dazu habe man sich das Gebäude intensiv angesehen.

 

Hinzu käme, dass durch den starken Personalanstieg im Fachbereich Jugend, Schule und Sport Platzprobleme im Verwaltungsgebäude III entstanden seien, sodass überlegt werde, neben dem Archivbüro auch das Standesamt in der Emsschule unterzubringen. Das hätte einerseits den Vorteil, dass das Standesamt näher am Bürgerbüro angegliedert sei. Auf der anderen Seite würde dadurch eine bessere Auslastung der Emsschule erreicht. Die Büroräume und das Trauzimmer könnten im Hochparterre, das Archivbüro im Obergeschoss eingerichtet werden. Es sei aber nicht möglich, die Archivalien, die sich derzeit im Bunker in der Kirchstraße befinden würden, in der Emsschule unterzubringen, da der Platz nicht ausreichend sei. Auch habe sich das Gebäudemanagement mit den Zeichnungen des Gebäudes beschäftigt und festgestellt, dass die Emsschule für die Lasten, die für das Archivmaterial benötigt würden, nicht geeignet sei. Die derzeitigen Überlegungen würden dahingehen, ein separates Archivgebäude auf dem freien Platz vor der Sporthalle zu errichten, welches speziell darauf ausgelegt und klimatisiert sei.

 

Herr Baumann führt weiter aus, Herr Docter habe eine Anfrage eines Studenten für Bautechnik erhalten, der für seine Masterarbeit ein Thema suche. Nach einer ersten Kontaktaufnahme sei für Mitte Februar ein Gesprächstermin vereinbart worden, um ihm dann einen Arbeitsauftrag für die Masterarbeit zu erteilen. Man gehe im Moment davon aus, dass diese Masterarbeit bis Mitte Juli fertig gestellt werde, sodass nach den Sommerferien nähere Einzelheiten berichtet werden könnten. Herr Baumann stellt heraus, für den Umbau der Emsschule würden ca. zwölf Monate benötigt, sodass ein Einzug im Sommer 2015 möglich sein könnte.

 

Herr Docter ergänzt, die Verwaltung habe sehr genau überlegt, was man nach Einstellung des Schulbetriebes im Sommer 2014 mit dem Gebäude der Emsschule machen könnte. Bereits im Jahre 2005 sei das Thema aufgekommen, das Archiv in der Emsschule unterzubringen. Damals habe es aber auch noch die Vorstellung gegeben, dass andere mitgehen würden. Dieses habe sich heute verflüchtigt, sodass man im Moment nur über das Stadtarchiv reden würde. Wie von Herrn Baumann erwähnt, sei das Gebäude eigentlich nur als Büro für das Archiv und nicht als Archivraum geeignet. Aus diesem Grunde wolle man über die Masterarbeit untersuchen lassen, ob ein klimatisierter Archivlagerkörper auf der Grünfläche der Sporthalle gebaut werden könnte und was es kosten werde. Durch diese Masterarbeit erhoffe die Verwaltung sich eine Klärung, was denkbar und machbar sei. Zudem biete sich das Gebäude der Emsschule insbesondere im Zusammenhang mit der Personalausweitung im Fachbereich Jugend, Schule und Sport an. Somit könnte das Standesamt in ein eigenständiges und repräsentatives Gebäude untergebracht werden. Gleichzeitig könnte der Vorplatz, der heute als Schulhof gestaltet sei, dementsprechend hergestellt werden.

 

Herr Strelow bedankt sich und bittet um Wortmeldungen.

 

Frau L. Meyer fragt an, ob denn auch überlegt worden sei, wo es Parkmöglichkeiten für das Standesamt geben würde.

 

Herr Docter entgegnet, dafür würde sich der heutige Schulhof eignen.

 

Herr Bolinius bezieht sich auf das Schreiben, welches Frau Eilers an die Verwaltung gemailt habe. Sie sei sehr überrascht, dass der Antrag der SPD-Fraktion vom 14.12.2012 auf die Tagesordnung des Ausschusses genommen worden sei. Sie habe im Jahr 2009 ebenfalls einen Antrag gestellt hinsichtlich der Nutzung der Emsschule, der ohne Beantwortung geblieben sei.  Das Schreiben von Frau Eilers sei heute seitens des Fachdienstes Verwaltungsdienste beantwortet worden. Herr Bolinius betont, er habe mehrfach im Schulausschuss darauf hingewiesen, dass geprüft werden müsse, ob das Stadtarchiv in das Gebäude der Emsschule einziehen könne. Darauf sei aber nicht eingegangen worden. Er sei sehr überrascht darüber, dass das Standesamt dort jetzt untergebracht werden solle, da aufgrund des starken Personalanstiegs im Verwaltungsgebäude III Räumlichkeiten benötigt würden. Er stellt heraus, es sei ihm völlig unverständlich, warum nach dem Bau von zwei Verwaltungsgebäuden die Büroräume immer noch nicht ausreichend seien.

 

Bezüglich des klimatisierten Gebäudes bemerkt Herr Bolinius, dieses werde sicherlich viel Geld kosten. Von daher sei er erst einmal damit einverstanden, dass man erfahre, was dort möglich sei. Zumal auch an die Folgekosten gedacht werden müsse.

 

Herr Strelow stellt abschließend fest, nach der Sommerpause werde der Ausschuss über den weiteren Sachstand informiert. Grundsätzlich sei es nur zu befürworten, dass neue Perspektiven für das Standesamt und auch das Stadtarchiv entwickelt würden, zumal die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter im Stadtarchiv äußert bescheiden seien.