Herr Mecklenburg weist darauf hin, dass die Dauer der Einwohnerfragestunde lt. Geschäftsordnung 30 Minuten nicht überschreiten sollte.

 

Herr Janssen, ein Emder Bürger, erläutert, ab dem 01.08.2013 dürften die Eltern die Schule ihrer Kinder frei auswählen. Er möchte wissen, ob die Schulen verpflichtet seien, diese SchülerInnen ausnahmslos aufzunehmen. Außerdem erkundigt er sich, ob seitens der Stadt Emden beabsichtigt werde, die bisherigen Klassengrößen von 30 SchülerInnen pro Klasse zukünftig zu reduzieren. Er verweist in diesem Zusammenhang auf skandinavische Schulen, die pro Klasse höchstens 16 Kinder aufnähmen.

 

Herr Bornemann erwidert, im Bereich der Haupt- und Realschulen (sprich: der zukünftigen Oberschulen) sei geplant, die Zügigkeiten zu begrenzen, weil baulich nicht genügend Raum vorhanden sei, um wirklich alle Kinder einer Schulform an einem Ort aufzunehmen zu können. Hier seien folgende Zügigkeiten vorgesehen:

 

höchstens 3 Züge an der Oberschule Wybelsum

höchstens 3 Züge an der Oberschule Barenburg

höchstens 4 Züge an der Oberschule Herrentor

 

Damit sei die Aufnahmekapazität begrenzt. Wenn mehr Anmeldungen erfolgen würden, sei in einem Auswahlverfahren zu klären, welche Kinder von einer anderen Schule aufgenommen werden müssten. Es sei daher mit der Schulanmeldung jeweils auch ein Zweitwunsch anzugeben. Bei den Gymnasien werde es aufgrund der vorhandenen Aufnahmekapazitäten grundsätzlich keine Beschränkungen geben.

 

Die Frage nach den Klassengrößen könne die Stadt Emden nicht beantworten; diese würden vom Land Niedersachsen festgelegt. Im Schnitt würden Klassengrößen von 30 SchülerInnen pro Klasse aber nicht erreicht.

 

Frau Buurman, Vorsitzendes des GaT-Schulelternrates fragt, ob die Investitionssumme in  Höhe von 6,6 Mio. € neben dem Gebäudeneubau auch die Ausstattung (Mobiliar, Fachraumausstattungen etc.) umfasse. Herr Sprengelmeyer bestätigt dies.

 

Weiter möchte Frau Buurman wissen, ob auch eine Aula für die SchülerInnen eingerichtet werde und woran zu erkennen sei, dass das GaT der Verwaltung jetzt mit ihren Plänen glauben dürfe, obwohl in der Vergangenheit gemachte Beschlüsse nicht umgesetzt worden seien. Sie erinnert an den nichterstellten Anbau für die IGS an der Osterburgschule, die Standorterhaltung des GaT bei stabilen Schülerzahlen usw. Herr Sprengelmeyer erwidert, eine Aula werde leider nicht eingerichtet. Er verweist auf den Mehrbedarf an allgemeinen Unterrichtsräumen, an Fachräumen, an Räumen zur Ganztagsschulgestaltung. Im Übrigen würden noch eine Mensa, eine Bibliothek sowie Räumlichkeiten für Lehrer und die Verwaltung eingerichtet. Die fehlende Aula könne durch das in der Nähe befindliche Neue Theater ersetzt werden.

 

Herr Bornemann erwidert auf die letzte Frage von Frau Buurman, er könne nicht erkennen, sein Wort in der Vergangenheit nicht gehalten zu haben. Er hätte vor drei Jahren zugesagt, dass das GaT seine Räume vorerst nicht verlassen müsse. Jetzt seien aus den drei Jahren sogar fünf Jahre geworden und das GaT bleibe ein eigenständiges, selbständiges Gymnasium. Er erinnert an seinen Hinweis vor vier Jahren bei Einführung der IGS, dass die Verwaltung die Schülerzahlen nach drei Jahren neu betrachten werde. Und die Entwicklung zeige ihm, dass eine Investition von 11,5 Mio. E für eine IGS nur bis zu 10. Klasse an diesem Standort bei freien und leerstehenden Räumen an anderen Schulgebäuden von ihm nicht zu verantworten sei.

 

Das von der Verwaltung heute Vorgeschlagene sei nachhaltig und zukunftsflexibel angelegt und werde auch auf Dauer Bestand haben. Er versichert, dass die Umsetzung im Zeitplan bis zum Sommer 2015 erfolgen werde.