TOP Ö 5: Errichtung der “Stiftung Musische Akademie Emden“

Dem Stiftungsgeschäft zur Errichtung der “Stiftung Musische Akademie Emden“ durch die Stadt Emden als Stifterin sowie der als Anlage beigefügten Stiftungssatzung wird zugestimmt.

 

 


Herr Docter führt aus, nachdem im Verwaltungsausschuss entschieden worden sei, diesen Tagesordnungspunkt noch einmal im Ausschuss für Kultur und Erwachsenenbildung zu behandeln, habe er die Vorsitzende der Musikschule gebeten, die mit der Stiftung vorgehenden Gedankengänge vorzutragen.

 

Frau Burfeind stellt heraus, die Idee, die Musikschule einer neuen Organisationsform zuzuführen, sei schon mehrere Jahre alt. Die Musikschule habe sich in den letzten zehn Jahren gewaltig entwickelt. Dieses treffe nicht nur auf die Zahl der Schülerinnen und Schüler zu, sondern beinhalte auch die Konzerte und Veranstaltungen zusammen mit Kooperationspartnern. Auch kooperiere die Musikschule mit Emder Kindergärten und Schulen. Es seien sogenannte Bläserklassen eingerichtet worden. Dabei würden alle niedersächsischen Förderprogramme genutzt sowie die außerordentliche Unterstützung der Stadt Emden für diesen Bereich sehr geschätzt. Ziel sei die flächendeckende Kooperation Schulen und Kindergärten, damit alle Kinder die Chance bekämen, ein Musikinstrument auszuprobieren.

 

Weiter führt Frau Burfeind aus, am 19.11.2012 hätten Vorstand und Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen, die neue Organisationsform „Stiftung Musische Akademie Emden“ auf den Weg zu bringen. Eine ausführliche Beschlussvorlage dazu würde vorliegen. Falls weitere Fragen vorhanden seien, würden Herr Fuhrmann und sie für die Beantwortung gerne zur Verfügung stehen.

 

Herr Strelow bedankt sich und bittet um Wortmeldungen.

 

Herr Bolinius erklärt, er werde dieser Beschlussvorlage zustimmen. Herr Fuhrmann sei in der FDP-Fraktion gewesen und hätte die vorhandenen Fragen beantwortet.

 

Herr Haase teilt mit, wer die Erfahrung von Bürgerstiftungen anderenorts erlebt habe, könne nur der Umwandlung der bisherigen Musikschule, die in der Trägerschaft eines Vereins stehe, in eine Stiftung zustimmen. Es sei festzustellen, dass immer mehr Menschen im höheren Lebensalter sich Gedanken machen würden, was mit ihrem Geld passieren solle. Auch sei bereits bei der Musikschule intensiv angefragt worden, ob Geld gegeben werden können. Dieses sei selbstverständlich auch bei einem Verein möglich, doch hier würde es verbraucht werden. Bei einer Stiftung bleibe das Kapital, welches hineingegeben werde, vorhanden, um dauerhaft ein zusätzliches Standbein für die Finanzierung der erfolgreichen Arbeit zu geben.

 

Herr Haase weist darauf hin, dass dadurch der Zuschussbedarf der Stadt Emden zunächst einmal nicht sinken werde. Seiner Meinung nach sei dieses jedoch der richtige Weg, diesen Bestandteil der Emder Kulturszene dauerhaft nachhaltig auszubauen. Auch die SPD-Fraktion habe mit Herrn Fuhrmann darüber intensiv diskutiert und werde der Vorlage zustimmen.

 

Herr Kronshagen erklärt, auch die CDU-Fraktion sei von Herrn Fuhrmann hinreichend informiert worden. Daher würde seine Fraktion dieser Vorlage zustimmen.

 

Herr Stolz bemerkt, in § 6 (2) und in § 8 (2) würde von einer Legislaturperiode des Rates die Rede sein. Der Rat habe jedoch eine Wahlperiode. Zudem halte er die Bezeichnung „Musische Akademie“ sprachlich für gewagt, da eine Akademie einen gewissen inhaltlichen Anspruch habe.

 

Abschließend weist Herr Stolz darauf hin, dass das Kuratorium und der Vorstand der Stiftung keineswegs überparteilich besetzt seien, da hier sechsmal die SPD und jeweils einmal die CDU und die FDP vertreten seien. Die Fraktion der Grünen sei kein einziges Mal vertreten. Er wolle auf keinen Fall, dass eine so weit reichende Änderung vorgenommen werde, ohne dass alle Fraktionen des Emder Rates eingebunden seien. Von daher werde seine Fraktion hier keine Zustimmung geben. Er bittet darum, sowohl die sprachlichen Dinge als auch die Frage der Satzung noch einmal zu bedenken.

 

Frau Burfeind stellt heraus, diese Satzung sei der Stiftungsaufsicht vorgelegt worden, die ihrerseits keine Einwendungen gehabt habe.

 

Bezüglich der Namensgebung „Musische Akademie Emden“ erklärt Frau Burfeind, bisher laute der Name Musikschule Emden e. V. Dieses beziehe sich im Bewusstsein der Bevölkerung auf den reinen Musikunterricht. Wenn man sich die Entwicklung der letzten zehn Jahre ansehe, könne man feststellen, dass daraus wesentlich mehr geworden sei als reiner Musikunterricht. Um aus dem Schulischem herauszukommen und das Niveau ein wenig anzuheben, habe man bewusst den Namen „Musische Akademie“ gewählt. 

 

Abschließend bemerkt Frau Burfeind, die Schreibfehler könnte man sicherlich korrigieren, zumal es sich bei Folke Jürgens um eine Frau handeln würde und nicht um einen Herrn.

 

Herr Kronshagen gibt zu bedenken, dass die Herren Bornemann und Jahnke als Vertreter der Verwaltung und nicht als Vertreter der SPD-Fraktion zu sehen seien.

 

 

Ja-Stimmen: 9

Nein-Stimmen: 2

Enthaltungen: 0