Beschluss: einstimmig

Abstimmung: Ja: 12, Nein: 1, Enthaltungen: 0

An der IGS Emden wird zum 01.08.2016 eine gymnasiale Oberstufe eingerichtet. Die Verwaltung wird beauftragt, den entsprechenden Antrag an das Nds. Kultusministerium zu richten.

 


Herr Buß erklärt, die IGS Emden habe die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe zum Jahr 2016/2017 beantragt. Dieser Antrag habe alle Schulgremien einstimmig durchlaufen. Seit dem Jahr 2010 würde die IGS eine stabile Fünfzügigkeit ausweisen. Die Schülerzahl mit einer gymnasialen Empfehlung steige von Jahrgang zu Jahrgang an. Mehr als 70 % der Schülerschaft besuche die IGS mit einer Realschul- oder Gymnasialempfehlung. Im April 2013 habe der Rat der Stadt Emden beschlossen, dass die IGS in zwei Jahren in das Gebäude des GaT umziehen werde. Dieser neue innenstadtnahe Standort und das vorbehaltlich der Zustimmung tatsächliche Angebot einer Sekundarstufe II werde sich sicherlich positiv auf die Anmeldezahlen für Schülerinnen und Schüler mit einer gymnasialen Empfehlung auswirken.

 

Weiter führt Herr Buß aus, seiner Meinung nach habe Herr Kottkamp in seinem Antrag eine recht vorsichtige Prognose der Zahlen vorgenommen. Daraus würde sich eine zumindest gesicherte Dreizügigkeit im Sekundarbereich II ergeben. Dieses sei auch die Mindestvoraussetzung nach der Verordnung über die Schulorganisation.

 

Herr Renken bedankt sich und bittet um Wortmeldungen.

 

Herr Bongartz erklärt, für ihn sei es im Grunde genommen folgerichtig, dass die IGS den Antrag auf Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe stelle. Allerdings habe seine Fraktion in einigen Bereichen Zweifel. Zum einen würde man nicht wissen, wo diese Oberstufe untergebracht werde. Damit würde die Diskussion der Unterbringung erneut beginnen. Es würde seiner Ansicht nach ein eigenes Schulgebäude benötigt, da das des GaT dafür nicht ausreiche. Auch stehe in der Vorlage, dass man von einer selbstständigen dreizügigen IGS in der Osterburgschule ausgehe. Doch das niedersächsische Schulgesetz schließe dieses ausdrücklich aus. Insofern bezweifele die CDU-Fraktion, dass das funktionieren könne. Auch sehe er für diesen Beschluss den zeitlichen Druck nicht. Er bittet um Auskunft, wo die Beschulung der Oberstufen stattfinde und welche Kosten dieses mit sich bringe. Aus der Vorlage sei auch nicht ersichtlich, dass eine dreizügige IGS in der Osterburgschule sichergestellt werden könne.

 

Frau Lechner führt aus, auch sie würde es interessieren, wo die Oberstufe der IGS untergebracht werde. Anschließend fragt sie an, ob es für die Antragstellung einen bestimmten Zeitrahmen geben würde. Ansonsten würde ihre Fraktion diesem Antrag zustimmen.

 

Frau Meinen bemerkt, die SPD-Fraktion befürworte diesen Antrag.

 

Herr Fooken erklärt, auch die FDP-Fraktion stimme diesem Antrag zu. Seiner Ansicht nach sei im Rahmen der Schulentwicklungsplanung über dieses Thema gesprochen worden und dabei seien auch die Räumlichkeiten der Förderschule im Gespräch für die Oberstufe gewesen. Insofern könne er die Ausführungen von Herrn Bongartz nicht nachvollziehen.

 

Herr Bongartz erinnert daran, dass die CDU-Fraktion der IGS zustimmt habe, nachdem es dafür eine Mehrheit gegeben habe. Er erinnert an die schwierige Einrichtung der IGS, da eigentlich nichts geklärt gewesen sei. Viele Unwägbarkeiten habe man überwinden müssen. Dieses sei außergewöhnlich kostenträchtig gewesen. Aus diesem Grunde wolle seine Fraktion jetzt wissen, wo der Standort der gymnasialen Oberstufe eingerichtet werde.

 

Herr Sprengelmeyer macht darauf aufmerksam, im Rahmen der Schulentwicklungsplanung sei beschlossen worden, dass die IGS am Treckfahrtstief untergebracht werde. Als Ausweichmöglichkeiten würden Räumlichkeiten in der Förderschule zur Verfügung stehen. Entsprechende Mittel für die Sanierung der Altbauten seien eingestellt. Weiter führt er aus, die Frage der grundsätzlichen Zügigkeit lasse sich sicherlich nicht so einfach beantworten. Gleichwohl wisse man, dass bei Einführung einer neuen Schulstruktur auch etwas zurechtgerückt und neu gestaltet werden müsse.

 

Bezüglich der Antragstellung erklärt Herr Sprengelmeyer, der Antrag könne auch zeitlich noch etwas verschoben werden. Um Klarheit zu haben auch im Sinne der Eltern sei es jedoch vorteilhaft, dass man wisse, wohin die Reise gehe. Im Prinzip seien sich auch alle Fraktionen einig gewesen, dass an der IGS eine Oberstufe eingerichtet werde. Von daher sei die Kosten- und Unterbringungsfrage geregelt.

 

Herr Bornemann bemerkt, ihn mache es ärgerlich, dass er die Fragestellung bezüglich der IGS immer wieder hören müsse. Er weist darauf hin, dass die Entscheidung für die IGS in Borssum keineswegs kostenträchtig gewesen sei. Alle diejenigen, die sagen würden, vor vier Jahren hätte man eine andere Entscheidung treffen müssen, müssten auch bedenken, dass dieses dann die Auflösung des GaT bedeutet hätte. Seinerzeit habe man keine andere Möglichkeit gehabt. Über das Ergebnis der Schulstruktur sei er erfreut. Er habe den beiden Gymnasien versprochen, dass sie hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten hätten und der IGS, dass sie ohne Frage eine Oberstufe bekommen würde.  Da die IGS sich entwickelt habe, sei diese Vorlage von ihm auf den Weg gebracht worden. In diesem Zusammenhang nunmehr eine Außenstelle oder eine eigenständige IGS Borssum in Verbindung zu bringen, halte er nicht für richtig. Herr Bornemann bittet den Ausschuss, diesen Beschluss zu fassen, um der IGS das Zeichen zu geben, dass ihre Entwicklung klar und deutlich mit einer Oberstufe vorprogrammiert sei.

 

Frau Eggerking appelliert im Interesse der Eltern der IGS-Schüler an die Politik, jetzt schon zu signalisieren, dass ihre Kinder auch an dieser Schule ihr Abitur machen könnten.

 

Herr Bongartz stellt heraus, wenn die dreizügige IGS mit der Antragstellung nichts zu tun habe, dann hätte er dieses aus dem Antrag herausgenommen. Als weitere Begründung stehe hier, dass die Klassenteiler gesenkt und somit die Klassenfrequenzen größer würden. Seiner Ansicht nach handele es sich hierbei um Annahmen. Daher müssten diese Fragen beantwortet werden, bevor man in eine solche Diskussion hineingehe. Abschließend weist Herr Bongartz darauf hin, dass sich seine Fraktion der Stimme enthalten werde.

 

Herr Mecklenburg bemerkt, es gehe hier lediglich darum, dass die IGS eine gymnasiale Oberstufe bekomme und der Rat den Beschluss fasse, dass der Antrag an die Landesschulbehörde gestellt werde. Zwar sei in der Begründung der Schule auch von der dreizügigen IGS am Standort Borssum die Rede, doch dieses seien Dinge, die auf die Zukunft gerichtet seien. Seiner Meinung nach sei nicht bekannt, wie die IGS sich am Standort Treckfahrtstief entwickeln werde und wie die Anmeldezahlen aussehen würden. Die Beantragung einer weiteren IGS am Standort Borssum habe mit dieser Beschlussfassung nichts zu tun, deshalb könne man diese Fragen heute noch gar nicht beantworten.

 

Herr Bornemann betont abschließend, in der Vorlage der Verwaltung stehe von der IGS in Borssum nichts. Und nur diese Vorlage habe er zu verantworten.

 

Herr Renken lässt über die Vorlage abstimmen.

 

Ja-Stimmen: 12

Nein-Stimmen: 0

Enthaltungen: 1