1.   Inklusion

 

Frau Lechner erkundigt sich nach dem momentanen Stand hinsichtlich der Inklusion und bittet um Auskunft, welche Maßnahmen an den Schulen in Emden evtl. noch ergriffen werden müssten.

 

Herr Sprengelmeyer verweist in diesem Zusammenhang auf den Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 21.05.2013, der für diese Ausschuss-Sitzung verfristet eingegangen sei. Er führt aus, die Verwaltung beschäftige sich mit dem Thema Inklusion sowohl auf der formalen und strukturellen Seite als auch auf der inhaltlich pädagogischen Seite. Nach der Sommerpause werde man verstärkt auf dieses Thema eingehen. Er weist darauf hin, dass es zwischen den Kommunen, den Ländern und dem Bund ein großes Spannungsfeld geben würde hinsichtlich der investiven Maßnahmen. Viel wichtiger sei andererseits die inhaltliche Gestaltung, wie es gelingen könne, Inklusion im Bereich der Kinder und Jugendlichen und Kindertagesstätten und Schulen zu verwirklichen. Dieses sei in erster Linie eine geistige Angelegenheit und er denke, dass man sich im nächsten halben Jahr intensiv damit beschäftigen werde. Im Bereich der Grundschule seien im Rahmen der Schulentwicklungsplanung entsprechende Ratsbeschlüsse gefasst worden, sodass mit einigen Schwerpunktschulen begonnen werde. Auch würde es einige diesbezügliche Projekte, die die Stadt Emden an einigen Grundschulen bereits auf den Weg gebracht habe.

 

Herr Buß ergänzt, seitens der Schulen seien zum kommenden Schuljahr keine speziellen Meldungen der Verwaltung zugegangen, dass bauliche Maßnahmen für die Umsetzung der Inklusion erforderlich seien. Von daher gehe er davon aus, dass man dort momentan relativ gut aufgestellt sei. Wenn sich jedoch Änderungen ergeben sollten, werde man kurzfristig reagieren. Herr Buß weist darauf hin, dass für die Umsetzung der Inklusion an den Grundschulen spezielles Lernmaterial in Zusammenarbeit mit der Förderschule angeschafft worden sei.

 

Frau Lechner bemerkt, das Land Niedersachsen habe 60 Lehrkräfte zu Teamern ausgebildet, somit müssten auch in Emden Lehrkräfte vorhanden sein, die sich speziell mit dem Thema beschäftigt hätten und die andere Lehrer in dieser Thematik unterstützen sollten. Sie fragt an, ob der Stadt Emden bekannt sei, um welche Lehrkräfte es sich handeln würde und an welche Schule sie momentan unterrichten würden.

 

Herr Sprengelmeyer entgegnet, der Verwaltung sei nicht bekannt, um welche Lehrkräfte es sich an welcher Schule handeln würde. Er wolle aber grundsätzlich darauf hinweisen, bei der Inklusion gehe es nicht nur um die Teilhabe von gehandicapten Kindern, sondern Inklusion meine die gleichberechtigte Teilhabe aller Kinder. Hier müsse ganz genau geschaut werden, welche Rahmenbedingungen man benötige. Er regt an, nach der Sommerpause eine Informationsveranstaltung durchzuführen, da das Interesse an diesem Thema natürlich sehr groß sei.

 

2.   Auszeichnung einer Gemeinschaftsschule in Schleswig-Holstein

 

Herr Fooken führt aus, aus den Medien hätte er erfahren, dass eine Schule aus Schleswig-Holstein mit 100.000 € ausgezeichnet worden sei. Diese Schule sei sinngemäß wie eine IGS aufgebaut worden, arbeite jedoch ein Stück weit anders. Er fragt an, ob die Möglichkeit bestehe, das Konzept dieser Schule vorgestellt zu bekommen, um so den Unterschied zu einer normalen IGS zu verdeutlichen. Seiner Ansicht nach sei dieses für die Mitglieder des Schulausschuss sicherlich sehr interessant.

 

Frau Stüber regt diesbezüglich an, nicht in die Ferne zu fahren, sondern sich in der Umgebung umzusehen, wo es die optimale Methode bzgl. Inklusion oder IGS geben würde. Von Seiten der GEW würde eine entsprechende Veranstaltung organisiert. Es wäre jedoch zu begrüßen, wenn auch von der Stadt noch einmal ein entsprechendes Forum geschaffen würde.

 

3.   Grundschule Herrentor

 

Frau Stüber fragt hinsichtlich des Tagesordnungspunktes 9 an, ob der Hort gemeinsam mit der Grundschule in die Wallschule ziehen oder in dem Familienzentrum bleiben werde.

 

Herr Sprengelmeyer antwortet, die Planungsgruppe Grundschule Herrentor werde nach der Sommerpause zusammentreffen. Das Thema Familienzentrum sei in der letzten Woche im Jugendhilfeausschuss behandelt worden. Dort sei berichtet worden, dass der Grüne Baum seine Konzeption vor dem Hintergrund der Empfehlungen des Steuerkreises gemacht habe und diese durch die Beschlussfassung des Rates somit überholt sei. Selbstverständlich werde der Träger mit einbezogen, wenn es um das pädagogische Konzept gehe.