Anfrage von Herrn Bongartz vom 23.05.2013 zur toxischen Belastung des Schilfgrases.

 

Herr Grendel erläutert die nachfolgenden Stellungnahmen der einzelnen Fachdienste.

 

Fachdienst Gesundheit (553):

Auch aus Sicht des Nieders. Landesgesundheitsamtes (NLGA) gibt es keinen besonderen Grund zur Beunruhigung, auch nicht bei Badegewässern - es sei denn, es käme wie bei Blaualgen zu einer massenhaften Anhäufung der Mutterkörner auf der Wasseroberfläche - und selbst dann müsse man diese verschlucken, um eine Gesundheitsbeeinträchtigung hervorzurufen.

Da lt. FD Umwelt keine (ausgewiesenen) Badegewässer betroffen sind, ist insofern keine Gefahr erkennbar.

 

Fachdienst Umwelt (362):

Vorkommen im Petkumer Deichvorland und in der Knockster Bucht:

Im Petkumer Deichvorland hat die Bevölkerung keinen Zutritt, weil ein Betretungsverbot im Naturschutzgebiet besteht. Lediglich das Vieh (Mutterkuhhaltung) von zwei Landwirten beweidet das Areal. In der Knockster Bucht ist der freie Zugang zwar gegeben, aber das Areal ist nicht als Badestelle ausgewiesen und wird in der Praxis lediglich von Anglern durchquert.

 

Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz (431):

Normalerweise wird Schlickgras von Wiederkäuern gemieden. Bei Wiederkäuern sind Erkrankungen (Fruchtbarkeitsstörungen, Rückgang der Milchleistung)in der Literatur beschrieben worden, aber keine Gefahren für Menschen bei Verzehr der Produkte Milch und Fleisch.

 

Getroffene Maßnahmen:

       Unterrichtung der betroffenen Landwirte Petkumer Deichvorland

       Unterrichtung des Bezirksfischereiverbandes Emden

 

 

 

 

Einführung der neuen Software OLMERA

 

Herr Mennenga stellt das neue Modul OLMERA vor. Diese Software gebe die Möglichkeit, Melderegisterauskünfte online zu beantragen. Dies würde den Bürgerservice verbessern und könne zu einer Zeit- und Arbeitsersparnis beitragen. Ein wichtiger Aspekt sei, dass die Bezahlung der Melderegisterauskünfte per Lastschrift über ein eingebundenes Payment-Verfahren der Sparkasse erfolgt. Die neue Software OLMERA stelle eine alternative der Auskunftserteilung dar, inhaltlich sei es der schriftlichen Auskunftserteilung gleichzusetzen.