Beschluss: einstimmig

Die Stadt Emden stellt im Rahmen des Infektionsschutzes Personen über 12 Jahren, die regelmäßige Leistungen nach dem SGB II bzw. SGB XII oder dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten, im Falle der ärztlichen Verordnung die zur Behandlung notwendigen Läusemittel zur Verfügung. Gleiches gilt auch für die Personen, die in Einrichtungen für Obdachlose betreut werden.

Die nachstehend genannte Verfahrensweise soll bis zum 31.12.2015 angewandt werden.

 

 


Herr Dr. Decker führt aus, oftmals sei die mangelnde oder überhaupt nicht vorhandene Behandlung schuld an den Kopfläusen. Daher würde es seit einigen Jahren die Regelung geben, dass Personen über zwölf Jahren, die regelmäßig Leistungen nach dem SGB II bzw. SGB XII oder dem Asylbewerberleistungsgesetz bekämen, nach ärztlicher Verordnung die Läusemittel vergütet bekämen. Das gelte auch für Personen, die Einrichtungen für Obdachlose besuchten. Da diese Regelung zeitlich ausgelaufen sei, bitte er um eine Verlängerung bis zum 31.12.2015.

 

Frau E. Meyer bedankt sich und bittet um Wortmeldungen.

 

Frau L. Meyer fragt an, ob eine positive Entwicklung festzustellen sei.

 

Herr Dr. Decker stellt heraus, dass die Ausgaben im zweiten Jahr des Angebots gesunken seien. Dieses sei auch darauf zurückzuführen, dass der Bedarf gesunken sei. Das allein sage ihm, dass die Sache sinnvoll sei. Zudem würde es medizinisch keinen Zweifel daran geben, dass die Ausbreitung geringer werde, wenn mehr behandelt werden und die Lücken der Behandlung geschlossen würden.

 

Frau L. Meyer erklärt, sie habe festgestellt, dass in den Apotheken die Arzneien für die Behandlung von Kopfläusen offensichtlicher hingestellt würden.

 

Herr Dr. Decker bemerkt, das Thema sei vom Team Kindergesundheit insgesamt recht gut in der Stadt Emden aufbereitet worden. Es gehe nicht nur um die Bereitstellung der Medikamente. Auch eine umfassende Beratung und Hilfestellung zu diesem Thema werde angeboten. Von daher sei das Bewusstsein in den vergangenen Jahren sicherlich gestiegen.