Beschluss: Kenntnis genommen.

Frau Lamschus stellt anhand einer PowerPoint-Präsentation ausführlich die Ergebnisse des aktuellen Kinder-Gesundheitsberichts vor. Diese Präsentation ist im Internet unter www.emden.de einsehbar.

 

Frau E. Meyer bedankt sich und bittet um Wortmeldungen.

 

Herr Dr. Kleiminger stellt heraus, jeder dritte Erdbewohner habe Tuberkulose. Er fragt an, ob es eigentlich noch die Schutzimpfung gegen Tuberkulose bei Kindern geben würde.

 

Frau Lamschus entgegnet, diese Impfung würde es nicht mehr geben. Aber es sei Tatsache, dass gerade Tuberkulose in bestimmten Ländern vorhanden sei. Sie wisse aus einer Nachbarkommune, in die Familien aus Rumänien und Bulgarien gekommen seien, dass dort auch Fälle bekannt geworden seien. Insofern müsse man dieses im Rahmen des Infektionsschutzes im Auge behalten. Ihrer Ansicht nach werde man zukünftig mit diesen Erkrankungen zu tun haben. 

 

Herr Dr. Decker bestätigt, dass es tatsächlich ein zunehmendes Problem sei. Man werde in den nächsten Jahren von dem Thema Tuberkulose mehr und mehr eingeholt. Zwar versuche man immer wieder, neue Medikamente zu finden. Doch selbst eine Dreifachtherapie mit verschiedenen Antibiotika würde bei einigen Erregern nicht mehr helfen.

 

Herr Götze stellt heraus, wenn jedes fünfte Kind bei der amtlichen Einschulungsuntersuchung betroffen sei, dann müsste seiner Meinung früher etwas geschehen.

 

Frau Lamschus erläutert den Prozess, wie bei Befunden weiter verfahren werde. Zudem weist sie darauf hin, dass bereits in den Kindertagesstätten auch im Bereich der Sprachförderung etwas gemacht werde. Es werde eine gute Zusammenarbeit mit Schulen, Kindertagesstätten und Kinderärzten benötigt. Ihrer Ansicht nach sei man in der Stadt Emden gut vernetzt. Gerade im Januar habe es eine Veranstaltung auf Wunsch der Kindertagesstätten gegeben, bei denen alle Grundschulen vertreten gewesen seien. Das habe gezeigt, dass ein ganz intensiver Bedarf an Austausch vorhanden sei und auch der Wunsch, etwas zu verändern.

 

Frau Eilers bemerkt, früher hätten die Ergebnisse einer Einschulungsuntersuchung dazu führen können, dass die Kinder zurückgestellt worden seien. Sie fragt an, ob sich das Verhalten der Eltern durch die Inklusion jetzt verändert habe.

 

Frau Lamschus führt aus, es habe sich ganz viel verändert. Die Einschulungsuntersuchung sei auch eine Beratung. Manche Kinder mit großen Schwierigkeiten seien in der Vergangenheit um ein Jahr zurückgestellt worden und seien in der Regel in den Schulkindergarten gekommen. Die Entscheidung sei aber in der Schule getroffen worden. Nunmehr habe man die Inklusion und Schulkindergärten würde es in Emden noch rudimentär geben. Es soll aber eigentlich so sein, dass alle Kinder, egal welchen Entwicklungsstand sie hätten, in die Schule kämen. Inklusion bedeute, dass alle Kinder in der Schule gleich gefördert werden sollten. Das würde sehr viele Probleme mit sich bringen. Es würde aber auch große Chancen in sich bergen, doch seien die Bedingungen im Moment noch nicht so ganz glücklich. Dennoch würde die Möglichkeit bestehen, die Kinder noch einmal zurückzustellen, wenn die Schulleiter dieses veranlassen würden. Abschließend stellt Frau Lamschus heraus, in Emden habe man eine gute Situation, weil man eng mit den Schulen zusammenarbeite und immer eine einvernehmliche Lösung für das Kind gefunden habe.