Herr Frein berichtet anhand einer Power-Point-Präsentation über das Gesetz zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher. Diese Präsentation ist im Internet unter www.emden.de einsehbar.

 

Frau Grix bedankt sich und bittet um Wortmeldungen.

 

Herr Fooken bedankt sich für die Ausführungen und spricht seinen Respekt für die bisher geleistete Arbeit aus, da die Verwaltung selbstverständlich auch noch die bisherige Jugendhilfe zu leisten habe.

 

Während der Zeit des Zweiten Weltkrieges habe es einen DRK-Suchdienst gegeben, mit dem der Aufenthaltsort der Verschollenen ermittelt werden konnte. Er möchte wissen, ob diese Art von Suchdienst auch für die Flüchtlinge eingerichtet worden sei oder ob es diesbezüglich schon Vorbereitungen gebe, damit die Kinder und Jugendlichen ihre Angehörigen schnellstmöglich ausfindig machen können.

 

Frau Meinen schließt sich den Äußerungen von Herrn Fooken an. Sie fragt, ob die ankommenden Kinder und Jugendlichen direkt in die Schulen integriert würden oder ob diese vorerst nur Deutschunterricht bekämen. Des Weiteren möchte sie wissen, ab welchem Zeitpunkt diese Integration stattfinde.

 

Sie spricht allen Familien und Menschen in der Stadt Emden ein großes Lob aus, die die Bereitschaft zeigen, sich für die Kinder und Jugendlichen einzusetzen.

 

Herr Ouedraogo richtet im Namen des Integrationsrates allen Menschen für die Bereitschaft, unbegleitete Kinder und Jugendliche aufzunehmen, einen Dank aus. Diese Unterstützung entspanne die Situation enorm und helfe bei der zukünftigen Integration. Er hofft, dass zukünftig weiterhin gute Lösungen gefunden werden.

 

Herr Frein erläutert bezüglich der Frage zum Suchdienst, dass zurzeit zumindest in Deutschland die Registrierungen abgeglichen werden können, um Familien zusammenzuführen. Die Hinweise nach den Aufenthaltsorten der Angehörigen kämen häufig von den Kindern und Jugendlichen selbst. Über den Sozialen Dienst oder über die Ausländerbehörde werde zu diesen genannten Orten Kontakt aufgenommen. Die Vernetzung müsse dennoch erweitert werden.

 

Die ankommenden Kinder und Jugendlichen seien selbstverständlich schulpflichtig. Dieses Thema habe bisher jedoch keine große Rolle gespielt, da vorerst die Organisation der Ankunft und Unterbringung der Flüchtlinge geregelt werden musste. In einem heutigen Gespräch mit der Fachbereichsleitung sei über die Organisation des Schulunterrichts diskutiert worden. Es müssten dementsprechend Sprach- und Freizeitangebote vorgehalten werden. Sehr viele Ehrenamtliche wollen in diesem Bereich tätig werden. Die Schaffung dieser Angebote laufe in Koordination über den Fachbereich, um eine gewisse Tagesstruktur und selbstverständlich auch Sprache zu vermitteln. Zu dieser Struktur gehöre auch der Besuch einer Schule.