Beschluss: einstimmig

An den Berufsbildenden Schulen I der Stadt Emden wird zum 01.08.2016 ein Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) Wirtschaft eingerichtet.


Herr Buß erläutert die Vorlage.

Herr Renken bedankt sich und bittet um Wortmeldungen.

Herr Mecklenburg führt aus, seine Fraktion werde der Vorlage zustimmen, da diese Schulform für den Bereich Wirtschaft bisher noch nicht vorgehalten werde und somit eine Lücke in der Qualifizierung schließe.

Herr Bolinius erklärt, auch die FDP-Fraktion werde zustimmen. Er könne sich jedoch nicht vorstellen, dass ein Besuch der Schule im Bereich Wirtschaft mit einem schlechten oder sogar ohne Hauptschulabschluss möglich sei. Er fragt an, ob hier bereits Erfahrungen gemacht worden seien.

Herr Böckmann entgegnet, er mache seit 15 Jahren an den Berufsbildenden Schulen II Sozialarbeit und sei hauptsächlich mit dem BVJ betraut. Wenn es hier gelingen würde, eine Lücke zu schließen, so könne er das nur unterstützen. Es würde genug Bereiche z. B. in der Logistik geben, in denen sich junge Menschen noch qualifizieren oder über den Erwerb des Hauptschulabschlusses noch eine Qualifikation erreichen könnten.

Herr Renken erkundigt sich bei den Mitgliedern des Schulausschusses, ob Bedenken gegen einen Wortbeitrag von Frau Eilert als Vertreterin der BBS I bestehen würden. Der Ausschuss stimmt einer Stellungnahme zu.

Frau Eilert führt aus, in der BBS I würde es die Fachpraktikerausbildung im Verkauf und Lager geben. In beiden Ausbildungsjahrgängen sei die Nachfrage nach diesen Ausbildungsberufen groß. Außerdem kooperiere man mit der BBS II in der Berufsorientierung und könne feststellen, dass es sehr viele Nachfragen – auch gerade von den Förderschülern - im Bereich Wirtschaft und Verwaltung geben würde.

Herr Hegewald stellt heraus, die Politik sei gefordert, Lücken zu schließen. Wenn die Nachfrage vorhanden sei, sollte man dieser nachkommen. Insofern stimme die CDU-Fraktion uneingeschränkt der Vorlage zu.

Herr Seeck erklärt, er sei zwar für die Einführung eines BVJ, das wirklich zu einer Berufsqualifizierung führe. Doch in den vergangenen Jahren habe man aufgrund der hohen Jugendarbeitslosigkeit erlebt, dass das BVJ zu einer Warteschleife geworden sei. Von daher würde er empfehlen, nach einem Jahr ein Resümee zu ziehen, damit man wisse, was überhaupt mit den Jugendlichen passiere.

Herr Bolinius schließt sich dieser Aussage an.

Herr Böckmann stellt heraus, dass in dem BVJ keine Schüler beschult würden, die bereits einen Hauptschulabschluss hätten. Dafür würde es andere Schulformen geben. Es gehe praktisch darum, den Jugendlichen eine Chance zu geben, sich in irgendeiner Form auf den ersten Arbeitsmarkt oder auf den Reha-Arbeitsmarkt etablieren zu können