TOP Ö 8: Sachstand aller Umbaumaßnahmen des Neuen Theaters und der Nordseehalle Emden

Beschluss: Kenntnis genommen.

Frau Rogge-Mönchmeyer teilt mit, die Nordseehalle sowie das Neue Theater seien Immobilien aus den 70er Jahren. Die Stadt Emden habe seit 2010 sehr viel Geld aufgewendet, um den Verfall dieser Gebäude aufzuhalten sowie den gesetzlich geforderten Zustand entsprechend der niedersächsischen Versammlungsstättenverordnung herzustellen.

 

Zurzeit würden in der Nordseehalle die Sanierungsarbeiten der Betonbinder durchgeführt. Die Firma habe die Arbeiten jedoch noch nicht fertiggestellt. Ebenso seien die bisher ausgeführten Arbeiten wieder im beklagenswerten Zustand. Mit dem Projektsteuerungsbüro Eriksen seien in der vergangenen Woche die Arbeiten begutachtet worden, um den Sanierungsabschnitt schnellstmöglich fertigzustellen. Einige Binder seien nicht fachgerecht bearbeitet worden. Ebenso hätten sich die auf den Bindern aufgetragenen Farben wieder gelöst.

 

Im Herbst sei entsprechend einer Mitteilung vom Bauordnungsamt festgestellt worden, dass die Decke im Neuen Theater überprüft werden sollte. Die Aufhängungen der abgehängten Decke hätten sich verdreht und gelöst. Die Deckensanierung sei während des laufenden Betriebes durchgeführt worden.

 

Die Holzbindersanierung der Nordseehalle Emden erfolge im Mai. Der Auftrag sei durch die Ausschreibung günstig vergeben worden. Im Zuge der Arbeiten würden vermutlich noch weitere Risse festgestellt, sodass von zusätzlichen Kosten ausgegangen werde. Diese seien jedoch im veranschlagten Budget enthalten.

 

Kurzfristig sei der Schmutzwasserkanal, der sich auf 18 Meter zugesetzt habe, da der Fettabscheider vor 10 Jahren nicht richtig angebaut worden sei, mit größerem Aufwand und durch Unterstützung des Gebäudemanagement in Ordnung gebracht worden.

 

Hinsichtlich der Barrierefreiheit des Neuen Theaters gebe es ebenfalls Planungen. Die Hebeeinrichtung für Rollstuhlfahrer sei häufiger nicht funktionstüchtig. In einem Brand- oder Evakuierungsfall müssten die Rollstuhlfahrer das Theater ohne Benutzung von elektrischen Anlagen verlassen können. Daher werde eine Außenrampe im Fluchtwegbereich geplant.

 

Des Weiteren sollen im oberen Bereich der Nordseehalle, wo sich vor einigen Jahren der Restaurantbetrieb befunden habe, Büroräume für den Technikbereich eingerichtet werden. Die Mitarbeiter des Kulturbüros könnten dann in die jetzigen Technikbüros einziehen.

 

Für die Maßnahmen zur Sicherung des Brandschutzes seien 380.000 € eingeplant. Die Ausschreibung für die neue Beschallungsanlage könne nun erfolgen. Die Ausschreibung müsse bis zur 15. Woche erfolgen, um alle weiteren Fristen einhalten zu können.

 

Im Neuen Theater seien neue Elektroschaltschränke sowie eine neue Bühnentechnik eingebaut worden. Der geplante neue Bühnenboden sei noch nicht umgesetzt worden, da zunächst die Deckensanierung beendet werden müsse. Von dem eingeplanten Budget für das Foyer sei bisher nur ein kleiner Teil für die Ausstattung des Cateringraumes, für die Versorgung der Künstler im Neuen Theater sowie für die geforderte Löschwassertrennung in Anspruch genommen worden. Die Sanitäranlagen in den Künstlergarderoben würden aus den 70er Jahren stammen und entsprechen ebenfalls nicht mehr den gesetzlichen Vorschriften. Letztendlich werden bei der Sanierung eines alten Gebäudes immer wieder neue Maßnahmen entstehen. Die gesetzlichen Bestimmungen müssten in jedem Fall eingehalten werden. Die in Planung stehenden Maßnahmen würden in Kürze dem Verwaltungsvorstand vorgestellt.

 

Herr Strelow bedankt sich für die Ausführungen. Er möchte wissen, ob die energetische Sanierung im Hinblick auf den Austausch der LED-Lampen durchgeführt worden sei.

 

Frau Rogge-Mönchmeyer teilt mit, der gestellte Antrag sei kürzlich abgelehnt worden, da eine enorme Anzahl an Hallen in Deutschland ebenfalls Sanierungsanträge gestellt hätten. Emden sei leider nicht berücksichtigt worden. Es gebe jedoch ein weiteres Förderprogramm für die Sanierung von Kulturimmobilien. Dort könnten bis zum 21.04.2016 Anträge gestellt werden. Des Weiteren könnte die energetische Sanierung auch durch einzelne Maßnahmen schrittweise durchgeführt werden.

 

Herr Haase bittet um Mitteilung der zu erwartenden Gesamtsumme der Umbaumaßnahmen in den nächsten Jahren. Selbstverständlich sei die Umsetzung aller Maßnahmen eine enorme Herausforderung. Aus diesem Grund seien Fördermittel äußerst wichtig.

 

Frau Rogge-Mönchmeyer gibt an, für die soeben aufgeführten Maßnahmen sei das Budget zurzeit gesperrt. Für den Umbau der Nordseehalle im vorderen Bereich seien Kosten in Höhe von ca. 220.000 € geplant. Für den Umbau der Gastronomie müssten zwischen 60.000 € und 70.000 € investiert werden. Der Gastronom sollte sich jedoch an dieser Investition beteiligen. Beispielsweise könne für die Erneuerung der Tresenanlage eine Brauerei als Partner gefunden werden. Für den Umbau der Garderoben seien vor langer Zeit Zeichnungen erstellt worden, die nicht umgesetzt worden seien. Zu den Kosten könne sie noch keine Angaben machen. Insgesamt würden für die Maßnahmen ihres Erachtens Kosten im Millionenbereich entstehen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die gesetzlichen Vorschriften müssten in jedem Fall eingehalten werden. Bei allen Maßnahmen stehe die Sicherheit der Besucher im Vordergrund.