TOP Ö 6: "Notinsel" - ein Projekt des Fachdienstes Jugendförderung, des Präventionsrates und der Beratungsstelle gegen Gewalt (AWO Emden)

Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Jaspers stellt anhand einer Power-Point-Präsentation das Projekt „Notinsel“ vor. Diese Präsentation ist im Internet unter www.emden.de einsehbar.

 

Frau Grix bedankt sich für den Vortrag und bittet um Wortmeldungen.

 

Frau E. Meyer fragt, ob bereits Rückmeldungen der Geschäftsleute vorliegen würden.

 

Herr Dietz möchte wissen, ob der Stadt Emden Erfahrungswerte anderer Städte zu diesem Projekt bekannt seien.

 

Herr Jaspers gibt an, die Schreiben an die Geschäftsleute seien in der vorletzten Woche versendet worden. Bisher habe er ca. 13 Rückmeldungen erhalten. Die Verwaltung werde die Läden direkt kontaktieren, die sich bis Mitte Mai noch nicht gemeldet haben.

 

Das Projekt „Notinsel“ bestehe bereits seit 2006. Bundesweit seien 226 Gemeinden mit über 20.000 Notinseln beteiligt. Über den Internetauftritt Notinsel.de können beteiligte Geschäfte ihre Erfahrungsberichte einstellen. Es seien nicht immer schwerwiegende Gründe für das Aufsuchen einer Notinsel. Die Resonanz sei dennoch positiv. Für den Aufkleber müssten Lizenzen bezahlt werden. Das Zeichen können die Kinder jedoch auch außerhalb ihrer Heimatstadt wieder erkennen. Seines Erachtens sei dies daher ein guter Ansatz.

 

Herr Fielers bittet um Auskunft, weshalb bisher beispielsweise keine Kirchen berücksichtigt worden seien. Diese könnten ebenso für die Kinder als Notinsel gekennzeichnet werden.

 

Frau Schulz möchte wissen, ob die Lehrkräfte zusätzlich zu den Flyern noch weiteres Infomaterial erhalten werden. Die Kinder sollten sich ihres Erachtens unter Begleitung der Lehrkräfte mit dem Thema auseinandersetzen. Dafür würde jedoch weiteres Material benötigt.

 

Herr Fooken wolle ebenfalls wissen, wie die Informationen an den Schulen den Kindern vermittelt werden. Aufgrund der derzeitigen Flüchtlingssituation fragt er, ob die Handzettel und Flyer auch in anderen Sprachen angeboten würden. Insbesondere in diesem Bereich sei die Gefahr von Anfeindungen und Übergriffen enorm.

 

Herr Jaspers erklärt, selbstverständlich würden im Laufe der Zeit weitere verschiedene Einrichtungen angesprochen werden. Dies beschränke sich nicht nur auf Einzelhandelsgeschäfte. Beispielsweise bestehe theoretisch sogar die Möglichkeit, Busse durch den Aufkleber als Notinsel zu kennzeichnen. Das Projekt werde definitiv erweitert.

 

Die Verwaltung kommuniziere selbstverständlich mit den Schulen. Auf dem Flyer sei für die Eltern erklärt, was eine Notinsel ist. Das Notinsel-Zeichen sei für alle Kinder wiedererkennbar. Es werde natürlich weiteres Infomaterial an die Schulen herausgegeben.

 

Bezüglich der mehrsprachigen Flyer habe er bereits Gespräche geführt. Zurzeit gebe es diese Flyer und Handzettel allerdings nur in der vorgestellten Art und Weise.