TOP Ö 8: Information Stand Verpflegungskonzept für Emder Schulen;
- Antrag des Stadtelternrates vom 31.08.2016

Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Engelberts erläutert, im Jahre 2012 sei ein Verpflegungskonzept im Cook & Chill-Verfahren beschlossen worden, das trotz Beschluss nicht eingeführt worden sei. Ebenso sei 2015 der vom Rat der Stadt Emden beschlossene Bau einer zentralen Küche nicht umgesetzt worden. Die Zentralküche sollte mit Beginn des Schuljahres 2016/17 die Emder Schulen versorgen. Mittlerweise sei die Firma Grimm Consulting mit der Untersuchung beauftragt worden. Die Firma habe festgestellt, dass in Emden die Essenszahlen für einen Caterer zu gering seien. Die Anbieter könnten erst ab 1.500 Essen kostendeckend arbeiten. Ebenso sei ihm mitgeteilt worden, dass die Firma Agilio ebenfalls in der Gemeinde Ihlow Schulen verpflege.

 

Herr Sprengelmeyer berichtet anhand der Vorlage 17/0076 über den aktuellen Sachstand des Verpflegungskonzepts für die Emder Schulen.

 

Herr Buß ergänzt, die Verwaltung sei bezüglich der Essensqualität selbstverständlich in einem ständigen Austausch mit den Schulen, den Mensaausschüssen, den Eltern sowie dem Stadtelternrat. An den Sitzungen der Mensaausschüsse nehme die Verwaltung ebenfalls teil. Laut den Rückmeldungen habe sich die Essensqualität verbessert, sodass auch die Zufriedenheit der Schüler und Schülerinnen steige. Insbesondere an den Gymnasien habe es im Bereich der Mittagessenverpflegung große Probleme gegeben. Die Essenszahlen seien im Verhältnis zu den Schülerzahlen extrem niedrig. Daher sei nach den Herbstferien eine neue Verpflegungsform in Form eines Buffets eingeführt worden. Die Verpflegungszahlen hätten sich an den beiden Schulen dadurch deutlich erhöht. Es sei im Vergleich zu den Monaten September und Oktober 2015 eine Steigerung von 20 % erzielt worden. Das Maximum betrage bisher etwa 620 Essen am Tag. Die Verpflegungsform an den Gymnasien werde zunächst bis zu den Weihnachtsferien weitergeführt. Es werde kurzfristig entschieden, ob das Konzept wieder umgestellt werde, da diese Form für 3,20 € auf Dauer nicht sichergestellt werden könne. Im Rahmen der weiteren Gespräche müsse über den Essenspreis diskutiert werden. An den Schulen mit einem guten Konzept und einer hervorragenden Verpflegung koste das Mittagessen über 4,00 €.

 

Frau Kruse bedankt sich für den Vortrag und bittet um Wortmeldungen.

 

Herr Buisker bedankt sich für die Informationen. Er hofft, dass im Januar eine Zusammenfassung der Ergebnisse vorgelegt werde. Es sei äußerst wichtig, dass zum Jahresbeginn 2018 die Verpflegung gesichert sei.

 

Herr Verlee meint, in der Wallschule habe es Räumlichkeiten gegeben, wo die Schüler und Schülerinnen selbst kochen konnten. Er möchte wissen, ob diese Möglichkeit immer noch bestehe.

 

Herr Sprengelmeyer erklärt, über das Projekt Lern- und Lebenswelt Grundschule würden viele Teilprojekte wie beispielsweise das Gesunde Frühstück finanziert. Des Weiteren würden ebenfalls Koch-AGs angeboten. Die Schülerinnen und Schüler würden dadurch an den Bereich Kochen herangeführt.

 

Frau Rautmann teilt mit, in der Oberschule Herrentor gebe es im Keller eine hervorragend eingerichtete Küche, die im Rahmen des Hauswirtschaftsunterrichts regelmäßig genutzt werde. Die Küche sei von der Stadt Emden renoviert worden.

 

Herr Engelberts bedankt sich ebenfalls für die Ausführungen. Er hofft, dass die Eltern zukünftig zufrieden sein können und für gutes Geld hervorragende Verpflegung erhalten. Der Preis von 3,20 € erscheine auf den ersten Blick relativ gering. Für mehrere Kinder sei die monatliche Summe dennoch enorm. Die Analyse der Firma Grimm Consulting hätte seines Erachtens bereits im Jahre 2012 durchgeführt werden sollen. Er bittet um Auskunft, ob die vorhandenen Küchen auf das Cook & Chill-Verfahren umgestellt werden müssten. Es sei verwunderlich, dass alle Gremien dem Bau einer Zentralküche zugestimmt hätten und die Zukunft Emden dies nun ablehne. Dies hätte seines Erachtens im Vorfeld geklärt werden müssen.

 

Herr Bornemann weist darauf hin, dass die Zukunft Emden den Bau einer Zentralküche nicht einfach abgelehnt hätte. Es sollte eine Zusammenführung mit der Verpflegung im Industriepark Frisia geben, um höhere Essenszahlen zu erhalten. Die Zentralküche könne nur dann errichtet werden, wenn ein Betreiber diese wirtschaftlich nutzen könne. Eine Investition der Zukunft Emden hätte sich ansonsten nicht wirtschaftlich darstellen lassen. Die Firma Sitech, die den Bau ursprünglich übernehmen sollte, habe dies ebenfalls abgelehnt, sodass sich die Essensanzahl sehr stark relativiert habe.

 

Herr Buß fügt hinzu, die Verwaltung habe im Rahmen der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten eine entsprechende Lösung geschaffen. Sollte das Cook & Chill-Verfahren eingeführt werden, müssten an einigen Schulstandorten die Küchen nachgerüstet werden. Die neuen Küchen würden selbstverständlich bereits nach diesem Verfahren geplant und errichtet. Die Firma Grimm Consulting habe dies konkret analysiert. Es sei trotz der Umbaumaßnahmen der Küchen die günstigste Lösung. Der hauswirtschaftliche Bereich werde an allen Oberschulen sowie an der IGS angeboten. Die Küche in der Wallschule bestehe immer noch und sei grundsaniert worden. Die Förderschule habe hingegen eine eigene Lehrküche, wo das Essen von den Schülern mit einer entsprechenden fachlichen Anleitung eines professionellen Meisterkochs selbst hergestellt werde. Dies sei ein besonderes Projekt, welches an anderen Schulen nicht durchgeführt werden könne, da dies der Unterrichtsbetrieb nicht zulasse.