TOP Ö 5: Sachstandsbericht Friesentherme und Freibad Borssum

Beschluss: Kenntnis genommen.

Frau Risius begrüßt Frau Müller und Herrn Ackermann und bittet um Vortrag.

 

Frau Müller gibt anhand einer PowerPoint-Präsentation einen Sachstandsbericht zur Friesentherme. Diese Präsentation ist im Internet unter www.emden.de einsehbar.

 

Frau Risius bedankt sich und bittet um Wortmeldungen.

 

Herr Bolinius zeigt sich erfreut über die durchgeführten Instandsetzungsarbeiten. Er sei jedoch besorgt darüber, dass von sechs Planstellen für Vollzeitkräfte nur drei besetzt seien und fragt an, ob der Betrieb überhaupt durchführbar und warum kein Personal zu bekommen sei.

 

Frau Müller entgegnet, gerade im Badbereich habe man einen großen Fachkräftemangel. Die einzige Möglichkeit, etwas dagegen zu tun, sei, selber auszubilden. Aktuell habe die Friesentherme zwei Auszubildende, von denen Mitte nächsten Jahres einer auf jeden Fall fertig werde. Weiterhin seien für die Friesentherme Aushilfskräfte eingestellt worden, sodass der Badebetrieb aufrechterhalten werden könne.

 

Ferner führt sie aus, im Gastronomiebereich sei es auch sehr schwierig, qualifiziertes Personal zu finden. Teilweise seien Personen aus der Verwaltung in der Küche eingesprungen, damit der Betrieb gewährleistet sei. Auch habe man die Gastronomie zur Verpachtung ausgeschrieben. Leider habe sich jedoch kein Bewerber gemeldet.

 

Herr Kronshagen fragt an, ob die Unterbringung der Geräte vom Schwimmverein geregelt sei und wie es mit dem Freibad Borssum im nächsten Jahr weitergehe.

 

Frau Müller entgegnet, da die Freibadsaison vorbei sei, habe sie ihr Augenmerk auf die Friesentherme gelegt. Jedoch habe man im Freibad die gleichen Personalprobleme wie in der Friesentherme. Die Besucherzahlen im Freibad seien stagnierend und es würde immer wieder Einbrüche geben.

 

Weiter führt sie aus, die Unterbringung der Gerätschaften der Vereine sei soweit geklärt. Der Vereinsraum sei mit Hilfe des Stadtsportbundes und den Vereinen mit neuen Gerätekäfigen ausgestattet worden. Derzeit dürfe man auch noch den ehemaligen Sparkassencontainer nutzen, um die restlichen Sachen der Vereine unterzubringen, die nicht direkt in der Friesentherme gelagert werden könnten.

 

Herr Kronshagen betont, so wie es momentan im Freibad aussehe, könne es nicht bleiben. Seiner Ansicht müsse dort investiert werden.

 

Herr Wehmhörner stellt heraus, er habe mit den Vereinen gesprochen, die die Friesentherme nutzen würden. Er soll ausdrücklich in der heutigen Sitzung betonen, dass man mit dem Management und speziell mit Frau Müller bestens zufrieden sei.

 

Frau Burfeind bemerkt, sie könne sich dem Lob nur anschließen. Als ständige Nutzerin der Friesentherme nehme sie den Personalmangel nicht wahr.

 

Herr Bolinius  fragt an, ob bezüglich des Vandalismus im Freibad Borssum Videokameras eingebaut worden seien.

 

Frau Müller führt aus, von der Installation einer Videoanlage habe man abgesehen, weil die Kosten und der Nutzen in keinem Verhältnis zueinander stehen würden. Derzeit würden dort regelmäßige Rundgänge durchgeführt. Zudem habe man Bewegungsmelder eingebaut, die mögliche Vandalen abschrecken sollen. Ansonsten habe man alles, was wertvoll sei, so verschlossen, dass dort keiner herankommt. Sollte doch ein Schuppen aufgebrochen werden, so werde wieder eine neue Verlattung vorgenommen. Etwas Anderes würde dort einfach nicht mehr helfen.

 

Herr Arends erkundigt sich, wie oft in diesem Jahr eingebrochen worden sei. Zudem fragt er an, ob evaluiert worden sei, warum kein Gastronom Interesse an der Bewirtung in der Friesentherme habe.

 

Frau Müller bemerkt, bisher habe sie seit August 2016 bei der Polizei fünf Mal angezeigt, dass im Freibad Borssum etwas aufgebrochen oder beschädigt worden sei. Diese Zahl sei aber vergleichbar mit den Zahlen in den vergangenen Jahren.

 

Bezüglich der Gastronomie führt sie aus, hier habe man im Badbereich eine Systemgastronomie, im externen Bereich Kaffee und Kuchen und im Saunabereich fast ein á-la-carte-Geschäft. Einen Gastronomen zu finden, der alle drei Bereiche machen könne und wolle, sei schwierig.

 

Herr Ackermann ergänzt, man sollte einen Versuch unternehmen und die Emder Gastronomen direkt ansprechen. Vielleicht könne man so irgendwie eine Konstruktion finden.

 

Herr Bolinius fragt an, wie hoch der Schaden bei den fünf Einbrüchen im Borssumer Freibad sei. Seiner Ansicht nach müsse man abwägen, ob sich eine Videoüberwachung vielleicht doch lohnen würde.

 

Frau Müller bemerkt, sie habe bereits eine Abwägung vorgenommen. Zudem würde es nicht mehr viel geben, was zerstört werden könne. Auch die Reparaturen würden mit eigenen Mitteln vorgenommen. 

 

Herr Frerichs fragt an, was bei den Einbrüchen die Zielrichtung gewesen sei. Weiter bittet er um Auskunft, wann und wo die Videokameras laufen sollten.

 

Frau Müller antwortet, hier sei es nur um Vandalismus gegangen. In einem Freibad würde kein Bargeld oder sonstiges Verwertbares gelagert. Bei einer Videoaufzeichnung dürfe nur der innere Bereich aufgezeichnet werden.

 

Herr Ackermann ergänzt, in einem Freibad komme man im Sommer sehr schnell mit den Aufzeichnungen an die Schranken. Dennoch werde er die Anregung mitnehmen und prüfen, ob es eine Möglichkeit geben würde. Auch müsse geschaut werden, wo die Grenzen der Investitionen liegen würden, denn letztendlich handele es sich bei dem Freibad Borssum um ein städtisches Bad, welches die Wirtschaftsbetriebe gepachtet hätten.

 

Frau Risius bedankt sich bei Frau Müller und Herrn Ackermann für den ausführlichen Vortrag.