Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Böckmann erläutert den o. g. Antrag seiner Fraktion. Er geht noch einmal auf die in der Vergangenheit bereits am ehemaligen GaT und der Förderschule aufgetretenen Raumluftbelastungen ein und bittet die Verwaltung, bei der Beschaffung von Baustoffen und Einrichtungsgegenständen auf schadstofffreie bzw. schadstoffarme Materialien zu achten. Herr Buß weist Herrn Böckmann darauf hin, dass die Schadstoffbelastungen am ehemaligen GaT und der Förderschule bauliche Ursachen gehabt hätten. Diese seien aufgeklärt worden.

 

Nachdem bei der Verwaltung die ersten Beschwerden bezüglich der Raumluftbelastung in den Räumen der BBS II eingegangen seien, habe sie unverzüglich reagiert und Messungen veranlasst. Als Ergebnis sei Folgendes festzustellen:

 

In einem Raum sei die Messung negativ ausgefallen, in einem anderen Raum positiv. Dort sei der Verdacht naheliegend gewesen, dass die Schulmöbel die Raumluftbelastung auslösten. Daraufhin seien diese umfassend geprüft worden; der Verdacht habe sich allerdings nicht bestätigt:

 

Die Tische seien verkehrsfähig. Die Formaldehyd-Messwerte würden deutlich unterschritten. Es sei darauf hingewiesen, worden, dass die Raumtemperatur bei der ersten Messung sehr hoch gelegen hätte und zu wenig gelüftet worden sei. Eine weitere Messung hätte zu keinen anderen Ergebnissen geführt. Insofern seien diese drei Räume entsprechend für den Unterricht nutzbar.

 

Es stände noch die Messung eines Möbelherstellers aus, der einen Tisch selber untersuchen möchte. Dieses Ergebnis sollte zunächst abgewartet werden.

 

Bezüglich der Anforderungen an entsprechende Beschaffungen weist er Herrn Böckmann darauf hin, dass die Verwaltung darauf achte, dass die Materialien das Prüfzeichen „GS“ hätten, dass TÜV-Abnahmen vorhanden seien und z. B. Fußbodenbeläge mit dem „Blauen Engel klassifiziert seien.

 

Herr Böckmann beklagt noch einmal die Geruchsbelästigung. Diese sei nicht zumutbar und werde die Motivation der BerufsschülerInnen sicherlich nicht steigern. Herr Sprengelmeyer spricht sich dafür aus, das Thema intensiv zwischen allen Beteiligten zu erörtern. Der Schulträger habe nur bestimmte Einflussmöglichkeiten, denn die öffentlichen Räume würden von vielen verschiedenen Personengruppen genutzt. Der besagte Raum werde z. B. von DachdeckerInnen genutzt. Herr Böckmann entgegnet, jede Schülerin bzw. jeder Schüler, ganz egal, für welchen Berufszweig sie bzw. er sich entschieden habe, sollte das Recht haben, in einem gut klimatisierten Raum zu sitzen. Er möchte nicht, dass hier Unterschiede bei den ästhetischen Anforderungen der einzelnen Berufszweige gemacht würden.

 

Bezüglich des Austauschs von Teppichen sollte zumindest in der Zukunft auf die Erfahrungswerte zurückgegriffen werden. Herr Sprengelmeyer erwidert, Herr Böckmann habe ihn falsch verstanden. Er hätte die Dachdecker erwähnt, weil diese BerufschülerInnen in ihrer Arbeitskleidung in den Räumen sitzen würden und evtl. auch Reinigungsmittel nutzten. Diese Faktoren müssten bei den Raumluftmessungen berücksichtigt werden. Herr Böckmann entgegnet, die DackdeckerInnen besuchten in ihrer Straßenkleidung den Unterricht. Diese SchülerInnen brächten daher die gleichen Voraussetzungen mit wie alle anderen SchülerInnen auch.

 

Herr Verlee schließt sich den Ausführungen von Herrn Sprengelmeyer bezüglich eines Austauschs mit allen Beteiligten an. Wenn man meine, die Geruchsbelästigung liege an den SchülerInnen, dann sollte diese Gruppe zeitweise in einem anderen Raum unterrichtet werden. Es könnte dann anschließend überprüft werden, ob die Raummessungen des anderen Raums sich ebenfalls veränderten.

 

Herr Baumann meint, es sollte nicht der Eindruck entstehen, dass die Verwaltung bewusst gewisse Untersuchungen unterlasse. Die Verwaltung lege großen Wert darauf, dass den SchülerInnen, den Kindergartenkindern usw. gute Räume zur Verfügung gestellt würden.

 

Auch wenn zertifizierte bzw. begutachtete Materialien eingebaut würden, könne mal etwas schiefgehen. Dies würde oft erst im Laufe der Nutzung festgestellt. Sobald das Gebäudemanagement Kenntnis über irgendwelche Mängel erlange, würden diese auch zügig überprüft. In der Regel würde bei den Überprüfungen aber nichts Negatives festgestellt.