Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Sprengelmeyer erläutert, das Projekt sei vom Leinerstift in Kooperation mit der Hochschule Emden/Leer initiiert worden. Das Projekt werde seit einigen Jahren erfolgreich durchgeführt. Es sei ein Mentorenprogramm unter qualifizierter Anleitung.

 

Frau Deters stellt anhand einer Power-Point-Präsentation das Projekt „Balu und Du“ vor. Diese Präsentation ist im Internet unter www.emden.de einsehbar.

 

Frau Voß bedankt sich für den Vortrag und bittet um Wortmeldungen.

 

Frau E. Meyer bedankt sich für die ehrenamtliche Tätigkeit. Das Ehrenamt sei heutzutage notwendig. Sie fragt, ob die Ehrenamtlichen das Zertifikat im Berufsleben nutzen können.

 

Frau Deterts schildert, es gebe über 100 Standorte in Deutschland. Das Projekt sei somit insbesondere bei sozialen Trägern äußerst verbreitet und bekannt. Das Zertifikat könne selbstverständlich den Bewerbungen beigefügt werden. Es werde sicherlich positiv bewertet, wenn nachweislich ein Ehrenamt übernommen worden sei.

 

Frau Prof. Hübner erörtert, sie sei die begleitende Professorin an der Hochschule Emden/Leer im Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit. Sowohl in Schulen als auch in Universitäten solle insbesondere das Engagement von Studierenden und Schülern durch solche Projekte gefördert werden. Es würden begleitende Seminare zur Anerkennung im Rahmen von bestimmten Modulen angeboten. Das freiwillige Engagement sei zusätzlich.

 

Herr Ouedraogo bedankt sich für die Ausführungen. Die Kinder würden insbesondere lernen, wie und wo sie sich im Alltag beschäftigen können. Dieses Projekt sei äußerst unterstützenswert. Das Engagement in diesem Bereich sei wichtig.

 

Frau Deterts bemerkt, sie habe noch zwei Flyer mitgebracht. Ein Flyer sei für Fachpersonal und einer für die Eltern. In dem Flyer für Fachpersonal gehe es um sozialschwache Familien. Sie weist explizit darauf hin, dass dies nicht immer der Fall sein müsse. Es seien nicht alle Familien, die an diesem Projekt teilnehmen, unbedingt sozialschwach.

 

Herr Busch meint, bei diesem Projekt gehe es um soziale Kompetenz sowie um Prävention. Die Erläuterungen seien äußerst nachvollziehbar. Das Projekt sei hervorragend. Insbesondere sozial schwächeren Schülerinnen und Schülern könne Hilfe zur Selbsthilfe gegeben werden. Diese Schüler würden durch das Projekt gestärkt.

 

Herr Ohling befürwortet das Projekt ebenfalls und wünscht weiterhin viel Erfolg. Die Durchführenden würden sich mit den Lehrkräften der Grundschulen absprechen. Er möchte wissen, ob ebenfalls Gespräche mit den Eltern geführt werden.

 

Frau Deterts erklärt, insgesamt würden sieben Grundschulen in Emden an dem Projekt teilnehmen. Sie stelle das Projekt selbstverständlich bei den Lehrkräften vor. Die Lehrkräfte müssen hinreichend über das Projekt informiert sein, um die Kinder anschließend auszuwählen. Sie erhalte von den Schulen einen Bogen mit Vorschlägen. Die Lehrkräfte hätten die Aufgabe, die Eltern über das Projekt zu informieren. Die Eltern müssen natürlich zustimmen. Zu Anfang telefoniere sie mit allen Eltern, um eventuelle Fragen klären zu können. Eine hinreichende Information finde somit statt.

 

Frau Spannhoff ist der Ansicht, dass das Projekt auch aus Sicht der Kinder hervorragend sei. Nicht alle Kinder hätten Personen im Umfeld, die sich in dem Maße kümmern und mit ihnen Zeit verbringen. Die Studierenden der Sozialen Arbeit würden ebenso den direkten Umgang mit Kinder mit unterschiedlichsten Umständen erfahren.

 

Frau E. Meyer möchte wissen, ob die Kinder bei Bedarf weiter gefördert werden, wenn das Projekt nach einem Jahr beendet sei.

 

Frau Deterts stellt klar, dass das Projekt auf ein Jahr angelegt sei und danach ende. Es gebe immer noch aktive Gespanne, die sich regelmäßig treffen. Dies sei abhängig von den Studentinnen und Studenten. Selbstverständlich könne freiwillig der Kontakt gehalten werden. Die meisten Studenten gebe den Kindern ihre Handynummer, sodass diese sich bei Bedarf melden können. Teilweise würden die Schulen die Kinder noch einmal anmelden. Sie bevorzuge die Kinder, die noch nicht an dem Projekt teilgenommen haben.

 

Frau E. Meyer bedauert, dass die Kinder nach einem Jahr nicht mehr betreut werden. Die Betreuung müsse ihres Erachtens solange erfolgen, bis das Kind eigenständig sei.

 

Frau Deterts stimmt Frau E. Meyer grundsätzlich zu. Sie habe jedoch Bedenken, dass dann keine Ehrenamtlichen gefunden werden. Einige Studierende verlassen Emden nach erfolgreichem Abschluss wieder.

 

Herr Sprengelmeyer fügt hinzu, dass dieser Bereich sehr niedrigschwellig sei. Es gehe nicht um große spezielle Bedarfe. Die Familien würden ansonsten in andere Systeme vermittelt. Dies erfolge über die Kooperation, damit das jeweilige Kind die entsprechende Unterstützung erhalte. Für alle Beteiligten sei von Beginn klar, dass das Projekt über ein Schuljahr gehe.

 

Frau Deterts ergänzt, beispielsweise habe sie heute ein Telefonat mit einer Mutter geführt, die nun eine sozialpädagogische Familienhilfe in Anspruch nehmen wolle. Dies werde in den Seminaren mit den Studenten reflektiert.