1. Inklusion IGS Emden

 

Herr Claaßen stellt fest, in der Ostfriesen Zeitung sei in der letzten Woche ein sehr ausführlicher Bericht über die Sorgen und Nöte der IGS Emden zu der Thematik Inklusion veröffentlicht worden. Die Gründe und Ursachen seien ebenso beschrieben worden. Die von der IGS angeführte Kritik sei sachlich nachvollziehbar. An der Schule sei eine Maßnahme der Jugendhilfe installiert worden, die diese Problemfelder mit bearbeiten sollte. Es stelle sich daher die Frage, ob das Projekt nicht ausreichend sei und was zur Problematik an der IGS führe. Diese Thematik sollte in der Sitzung am 13.06.2018 mit behandelt werden.

 

Herr Sprengelmeyer bedankt sich für die Anfrage. Grundsätzlich sei es problematisch, mit den Schulen über die Presse zu kommunizieren. Er habe mit der IGS und dem zuständigen Dezernenten der Landesschulbehörde in der nächsten Woche ein Gesprächstermin. Die Situation sei bedenkenswert. Das Thema Inklusion werde im Jugendhilfeausschuss behandelt. Die Integrierten Gesamtschulen würden in vielen Orten zurzeit nicht optimal umgesetzt. Diese Tendenz setze sich über alle Schulformen fort. Durch die freie Wahl der Schulform gebe es sehr unterschiedliche und gemischte Niveauformen. Die Integrierten Gesamtschulen würden sich dadurch zu einer Art „Auffangbecken“ entwickeln. In anderen benachbarten Gemeinden seien Gesamtschulen bereits aufgelöst worden. Es stelle sich daher in diesem Rahmen die Frage, wie unter diesen Voraussetzungen Schülerströme gesteuert werden können. Die Verwaltung könne nach den erfolgten Gesprächsterminen zu gegebener Zeit berichten. Bei einer Veranstaltung im Forum der VHS sei die Thematik Inklusion im Kindertagesstätten-Bereich diskutiert worden. Es würden bereits in den Kindertagesstätten Kinder aufgrund ihres Verhaltens suspendiert. Einige Kinder seien nicht gruppenfähig. Die Thematik betreffe mehrere Bereiche.

 

Herr Claaßen stimmt grundsätzlich zu. Die Thematik könne eventuell im Schulausschuss behandelt werden. Seines Erachtens seien die Probleme nicht an allen Integrierten Gesamtschulen vorhanden. An der IGS Krummhörn/Hinte laufe die Inklusion relativ gut. Dort sei die Förderschule als Alternative nicht mehr vorhanden. An der IGS Emden sei dies problematisch, obwohl bereits ein zusätzliches Projekt installiert worden sei.

 

Herr Sprengelmeyer betont nochmals, dass die Kommunikation über Medien grundsätzlich problematisch sei. Es seien bei dieser Thematik sehr viele Details zu beachten. Es würden mit allen Beteiligten Gespräche geführt, wie die IGS Emden unterstützt werden könnte. Die Förderschule habe mit der Thematik nichts zu tun, da es eher um Kinder im Bereich der emotional-sozialen Entwicklung gehe.