TOP Ö 6: Schulverpflegung

Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Sprengelmeyer erörtert, die Beschlussvorlage 17/0514/1 sei an die Fraktionen verwiesen worden. Die Thematik sei bereits einige Male beraten worden. Langfristig werde ein entsprechender Beschluss benötigt. Derzeit bestehe eine Übergangslösung mit der Firma Vita Catering. Die Firma habe für ein Jahr den Zuschlag erhalten. In Abstimmung mit dem Schulausschuss sei diese Lösung herbeigeführt worden. Sollte im laufenden Schuljahr kein anderer Beschluss herbeigeführt werden, gebe es die Option den Vertrag zu verlängern. Herr Penaat habe die Firma vor der Sommerpause im Schulausschuss vorgestellt. Nun könne tatsächlich eine Zwischenbilanz gezogen werden. Objektiv festzustellen sei, dass die Essenszahlen gestiegen seien. An der Grund- und Oberschule Wybelsum seien in 2017 in den Monaten September und Oktober 199 Essen ausgegeben worden. In diesem Jahr lag die Zahl in dem Zeitraum bei 425 Essen. Am JAG sei die Essensanzahl von 987 auf 1.717 Essen gestiegen. Insgesamt seien 2017 in den Monaten September und Oktober 9.783 Essen ausgegeben worden und im Jahr 2018 12.196 Essen. Der Steuerkreis Schulentwicklungsplanung sei in diesem Jahr einige Male wegen Krankheitsausfällen verschoben werden. Der nächste Steuerkreis solle im Dezember stattfinden. Dieses Thema werde dann nochmal behandelt. Eine langfristige Lösung müsse erarbeitet werden. Die JAG-Küche stehe nach Auskunft des Veterinäramtes nur vorübergehend zur Verfügung, weil die entsprechenden Verordnungen nicht eingehalten werden können.

 

Herr Engelberts möchte wissen, was mit der JAG-Küche passiere.

 

Frau Reimann gibt an, es werde sicherlich ein Teil-Rückbau stattfinden, sodass einige Geräte in einer anderen Küche genutzt werden könnten. Nichtsdestotrotz würden die Gerätschaften für beispielsweise die Regeneration, für die Kühlung und für den Kioskbetrieb erhalten bleiben, um weiterhin die Schülerinnen und Schüler verpflegen zu können.

 

Herr Buisker begrüßt, dass die Essenszahlen gestiegen seien. Die Vorlage sei oft diskutiert worden. Es war vorgesehen die Küche in der Förderschule umzubauen. Diese könne aber nur genutzt werden, wenn die Schule sie selber nicht benötige. Er fragt, ob ein Umbau an der Förderschule bei einer warmen Küche eine dauerhafte Lösung wäre oder ob eine andere Lösung erarbeitet werden müsse.

 

Herr Sprengelmeyer schildert, dass aus heutiger Sicht der Vorschlag mit dem Cook & Chill-Verfahren für die Grundschulen aufrechterhalten bleibe. Natürlich könne die Neuverpflegung innerhalb der Förderschule gesichert werden. Logistisch sei dies Verfahren am einfachsten. Die Speisen hätten ebenso eine gute Qualität, sodass zunächst an der Lösung festgehalten werde.

 

Herr Penaat bedankt sich für das entgegengebrachte Vertrauen. Natürlich habe es zu Beginn gewisse Schwierigkeiten gegeben. Diese seien intern geklärt worden. Es habe technische Störungen gegeben. Ebenso gab es kleinere verkehrstechnische Probleme. Dies habe aber nie dazu geführt, dass einzelne Schulen nicht beliefert worden seien. Die Essenszahlen würden unter den Wünschen der Firma liegen. Die vorgegebenen Zahlen seien erreicht und sogar gesteigert worden. In dem Bereich der Verfahren sei die Firma sehr vielfältig. Alle Varianten könnte angeboten werden. Cook & Chill bedeute das Essen kochen, kühlen, zeitversetzt ausliefern und vor Ort zu regenerieren. Bezüglich der Qualität der Speisen sei dies ein großer Vorteil, da die Produktion vom Service entkoppelt sei. Die Stoßzeiten können abgefedert und die Lieferzeiten verändert werden. Dadurch gebe es gewisse Personalvorteile, sodass kostengünstiger produziert werden könne. Die Energiekosten seien natürlich etwas höher. Die Speisen können jedoch vor Ort frisch regeneriert werden, sodass diese eine wesentlich bessere Temperatur und eine wesentlich bessere Qualität aufweisen. Die Fahrzeit bis zu jedem Standort sei ungefähr eine halbe Stunde. Von der Vorbereitungszeit in der Küche bis zur Ausgabe würden etwa 45 bis 60 Minuten benötigt. Die Ausgabe an die Schülerinnen und Schüler dauere in der Regel ebenfalls nochmal 1 bis 2 Stunden. Für die Warmverpflegung betrage der Grenzwert maximal 3 Stunden. Ein weiterer Ausbau der Küchen vor Ort wäre für die Qualität der Speisen und die internen Abläufe in den Küchen ein Vorteil. Es seien mit den Lehrkräften bereits zwei Gespräche geführt worden. Es habe keinerlei Beanstandungen gegeben. Natürlich gebe es immer Verbesserungsmöglichkeiten. Die Steigerung der Essenszahlen sei erfreulich. Dies sei eine hervorragende Anerkennung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

Frau Kruse bedankt sich für die Ausführungen und bittet um Wortmeldungen.

 

Frau Stüber teilt mit, sie habe bei einigen Schulen eine Abfrage gemacht. Die Schulen seien mit dem angebotenen Essen sehr zufrieden. Die Lehrkräfte konnten ebenso überzeugt werden, sich Essen zu bestellen. Dies sei insbesondere im Ganztagsbereich notwendig. Ein zeitnaher Beschluss sei wünschenswert. Ständige Veränderungen seien nicht sinnvoll. Sie habe von einigen Schulen gehört, dass das Geschirr immer wieder mitgebracht werde. Dies sei ein logistisches Problem. Sie fragt, ob zukünftig in diesen Küchen vor Ort eine Spülmaschine installiert werde, um den Ablauf zu optimieren.

 

Herr Penaat wolle selbstverständlich die Schulverpflegung weiterhin in Emden anbieten. Es gebe definitiv noch Verbesserungsmöglichkeiten. Am heutigen Tag habe das Problem bestanden, dass ein Fahrstuhl an einer Schule ausgefallen sei. Die Mensa befinde sich im vierten Stock, sodass viele Lehrkräfte und Mitarbeiter 100 Essen hochtragen mussten. Er bedankt sich bei allen Personen, die dabei geholfen haben. Das Personal müsse jeden Tag das Geschirr hin und her transportieren. Es müsse zur Schulküche gefahren und anschließend hygienisch verpackt werden. Dies sei natürlich ein Mehraufwand, der einige Stunden benötige. Eine Spülmaschine vor Ort wäre hilfreich. Für ihn stehe das Produkt und die Schülerschaft an erster Stelle. Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen wäre für den Caterer vorteilhaft. An der Grund- und Oberschule Wybelsum sei seines Wissens beispielsweise kein Fettabscheider vorhanden.

 

Herr Busch begrüßt ebenfalls die derzeitige Schulverpflegung. Er bedankt sich bei Herrn Penaat für die Offenheit, Probleme anzusprechen. Die Probleme würden durch die Firma versucht zu lösen. Dies zeichne das Unternehmen aus.

 

Herr Buisker merkt an, in der Vergangenheit hätten sich einige eher für die warme Verpflegung ausgesprochen. Mit der jetzigen Situation seien alle Schulen grundsätzlich zufrieden. Es würden natürlich die Bedenken bestehen, dass wieder möglicherweise alles umgestellt werde. Daher müsste nochmal inhaltlich über die Qualität und den Ablauf von Cook & Chill und von warmer Verpflegung diskutiert werden. Dies sollte im Steuerkreis erfolgen. Die Eltern, die Lehrkräfte und die Schülerschaft sei bei dieser Thematik äußerst sensibel. Die jetzige Schulverpflegung funktioniere. Einige Bedingungen müssten natürlich noch verbessert werden, damit die Schulverpflegung weiterhin in diesem Maße Bestand habe.

 

Herr Engelberts gibt aus Elternsicht bekannt, dass es bei der letzten Sitzung keine Beanstandungen gegeben habe. Es gebe einen breiten Konsens. Die Kinder und Eltern seien mit dem Essen zufrieden.

 

Herr Penaat schildert, von den 12.000 produzierten Essen habe es zwei schriftliche Anmerkungen gegeben. Eine Beschwerde war, dass das Essen an dem Tag nicht vorhanden war, was ein Schüler haben wollte. Weiterhin war eine Beschwerde, dass es relativ spät nichts mehr zu essen gab.

 

Frau Kruse bedankt sich bei Herrn Penaat. Sie spreche oft mit jungen Müttern, deren Kinder gerade eingeschult worden seien. Diese Mütter seien alle zufrieden. Sie wünsche weiterhin viel Erfolg.