Beschluss: einstimmig

Die in der Anlage der Vorlage 17/1021 aufgeführten Anträge auf Erweiterung der Betreuungskapazitäten in Emder Kindertagesstätten für Kinder, die eine wesentliche Behinderung im Sinne des § 2 Abs.1 SGB IX haben, werden bewilligt.

 

Die daraus resultierenden, notwendigen und beantragten Ausweitungen der Betreuungszeiten werden gewährt und die Erweiterungen der Betreuungskapazität im Rahmen von Sonderöffnungszeiten werden zeitlich befristet für die Dauer von drei Jahren ab dem 01.08.2019 bewilligt. Da von einigen Trägern die Bedarfe für das Kita-Jahr 2019/2020 noch nachzuweisen sind, erfolgt der Beschluss unter Vorbehalt.


Herr Christans erläutert anhand der Vorlage 17/1021 die Einrichtung zusätzlicher Integrationsplätze in Kindertagesstätten.

 

Frau Telschow bedankt sich für die Ausführungen und bittet um Wortmeldungen.

 

Frau Meinen bedankt sich ebenfalls für die Ausführungen. Die SPD-Fraktion werde der Vorlage zustimmen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei für die Eltern äußerst wichtig. Positiv sei bei den Integrationsgruppen der hundertprozentige Zuschuss durch das Land Niedersachsen. Bei den finanziellen Auswirkungen sei eine Stellenausweitung von 39 angegeben. Sie fragt, ob dies 39 Stunden seien.

 

Herr Christians bejaht dies. Es sei die Stundenanzahl und somit eine volle Stelle.

 

Herr Ohling stellt fest, dass durch die Umwandlung in eine I-Gruppe eine Platzreduzierung vorzunehmen sei. Es würden somit pro Gruppe vier Kindergartenplätze fehlen. In den letzten Jugendhilfeausschusssitzungen sei immer wieder mitgeteilt worden, dass es zu wenig Kindergartenplätze in Emden gebe. Er bittet um Auskunft, ob die Plätze anderweitig ausgeglichen werden.

 

Frau Bonn-Sommer bestätigt, dass die Platzanzahl natürlich sehr knapp sei. Es gebe jedoch eine 98-prozentige Auslastung. Nichtsdestotrotz sei die Stadt gesetzlich verpflichtet, diesen Kindern eine ortsnahe Betreuung zu gewährleisten. Bei der neu errichteten Kindertagesstätte Wolthusen sei darauf geachtet worden, dass die räumlichen Bedingungen für eine Integrationsgruppe vorhanden seien. Eine Ganztagsgruppe werde von 22 auf 18 Kinder reduziert. Für die Regelkinder gehen tatsächlich vier Plätze verloren. Diese würden jedoch entsprechend für die I-Kinder gewonnen. Der Bedarf steige stetig. Bei einer Gruppe mit einer hohen Anzahl von Kindern mit besonderem Förderbedarf sei es bereits vom Gesetzgeber erlaubt, die Gruppe zu reduzieren. Durch die Schaffung von I-Plätzen gebe es jedoch die Möglichkeit, die vom Land geförderte heilpädagogische Fachkraft kostenfrei einzustellen.