Beschluss: Kenntnis genommen.

Frau Zorn und Frau Gerdes stellen anhand einer Power-Point-Präsentation das regionale Rahmenkonzept zur alltagsintegrierten Sprachbildung und Sprachförderung in Emder Kindertageseinrichtungen vor. Diese Präsentation ist im Internet unter www.emden.de einsehbar.

 

Frau Telschow bedankt sich für den Vortag und bittet um Wortmeldungen.

 

Frau Meinen bedankt sich für die Vorstellung des Konzepts. Ein solches Konzept sei äußerst wichtig. Die ausführenden Kräfte seien die Erzieherinnen und Erzieher. Diese hätten bereits viele verantwortungsvolle Tätigkeiten. Eine Kindertagesstätte mit 30 Kindern und zwei Gruppen erhalte eine Förderung in Höhe von 145 €. Bei der Umsetzung gebe es Probleme. Das Personal führe bereits jeden Tag Sprachförderung durch. Für die Umsetzung würde sie sich wünschen, dass mehr Mittel in den „Brennpunkten“ zur Verfügung stehen, um eine bessere Wirkung zu erzielen und die Erzieherinnen und Erzieher noch mehr zu unterstützen. Sie möchte wissen, wer den Förderbedarf beim Übergang Kita / Schule feststelle.

 

Herr Göring bedankt sich für den Vortrag. Das Konzept sei ein wichtiges Instrument, um eine Qualität zu erreichen. Natürlich müssten für die Umsetzung noch mehr Mittel zur Verfügung stehen. Seines Erachtens seien die finanziellen Mittel zunächst zur Schaffung dieser Struktur vorgesehen. Der Prozess habe erst begonnen.

 

Frau Zorn erläutert, die Thematik sei im Trägertreffen bereits kommuniziert worden. Der derzeitige Verteilerschlüssel führe nicht bei allen Trägern zur Zufriedenheit. Bei einigen Einrichtungen seien die Mittel tatsächlich nicht ausreichend. Gemeinsam sollten Gespräche geführt werden, um einen gemeinsamen Konsens zu finden. Die Förderung müsse direkt am Kind ankommen. Die Beobachtung und Dokumentation sei in jedem Fall äußerst wichtig. Über Fortbildungen sollen alle Fachkräfte befähigt werden.

 

Frau Bonn-Sommer ergänzt, Sprachförderung werde vom Land seit 2004 gefördert. Seit 2016 sei die Förderung verdoppelt worden. Das Gesetz sei ein Fortschritt. Sie begrüßt, dass die Sprachförderung im vorschulischen Bereich wieder in den Kindertagesstätten stattfinde. Sprachförderung werde dort schon immer geleistet. Der Schlüssel orientiere sich an der Anzahl der Gruppen sowie an der Anzahl der Kinder, die nicht überwiegend deutsch sprechen. Das Land werde im Rahmen seiner Gesetzgebung und Projekte sicherlich nochmal die Verteilung überdenken. Es werde möglicherweise Veränderungen geben.

 

Herr Cuhlmann möchte wissen, inwieweit die Kommunikation zwischen den Kindergärten und den Grundschulen in Zukunft gewährleistet werde. Bisher hätten die Lehrkräfte die Sprachförderung mit einigen Stunden in den Kindergärten mitgeprägt. Nun gebe es keine Einsicht mehr auf die Kinder. Er fragt, wie regelmäßig ein Austausch stattfinde.

 

Frau E. Meyer begrüßt das Konzept ebenfalls. Es sei jedoch fraglich, ob die Erzieherinnen und Erzieher dies überhaupt leisten können. Diese seien bereits mit ihrer Arbeit ausgelastet.

 

Herr Busch äußert, dass das Konzept grundsätzlich positiv gesehen werde. Die Kinder sollten gestärkt in die Grundschulen gehen. Er sei überrascht, dass die Aufgaben von den Erzieherinnen und Erziehern geleistet werden müsse. Seines Wissens sollte es zusätzliche Kräfte geben, die diese Arbeit übernehmen.

 

Frau Zorn erklärt in Bezug auf den Übergang Kita / Grundschule, dass ein abschließendes „Brückengespräch“ vor der Einschulung stattfinden solle. Diesem Übergabegespräch müssten die Eltern natürlich zustimmen. Dies sei ein spezifisches Thema für den Arbeitskreis. Das Problem werde in jedem Fall bearbeitet. Aufgrund der besonderen Finanzhilfe würden einige Personalressourcen geschaffen. Das Personal werde somit aufgestockt. Die Kollegen seien hoch motiviert und sehr dankbar für die Fortbildungsmodule. Es solle die bestmögliche Hilfestellung gegeben werden.

 

Herr Sprengelmeyer ergänzt, nach den Osterferien sollen alle besonders belasteten Schulen aufgesucht werden, um mit diesen das nächste Schuljahr vorzubereiten. Es gehe dabei um den kompletten Bereich der besonderen Förderung und nicht nur um den Sprachbereich.

 

Herr Jebens fragt, inwieweit die Kinder Unterstützung erhalten, die keine Kindertagesstätte besuchen.

 

Frau Bonn-Sommer teilt mit, die Kinder würden bei den Schulen verbleiben. Die Schulen führen weiterhin die Sprachstandsfeststellungen und Sprachförderung durch.

 

Herr Sprengelmeyer fügt hinzu, dass zurzeit die Schuleingangsuntersuchungen durchgeführt würden. Diese seien noch nicht abgeschlossen. Das Ergebnis werde natürlich dem Ausschuss vorgestellt. Die von Herrn Jebens angesprochene Thematik müsse nochmal gesondert thematisiert werden.

 

Herr Göring meint, die Evaluation sei ebenso wichtig. Der Erfolg der Projektumsetzung sollte gemessen werden. Es sei in einigen Bereichen nicht einfach Zahlen darzustellen. Aus einer Evaluation könnten wiederum Schlüsse gezogen werden.

 

Herr Sprengelmeyer legt dar, ein Messinstrument seien die Schuleingangsuntersuchungen. Dort werde der Sprachstand festgestellt. Es könne betrachtet werden, in welchen sozialräumlichen Bereichen besondere Bedarfe bestehen und besondere Fördermaßnahmen ergriffen werden müssen.

 

Frau Bonn-Sommer ergänzt, Fachberatung und Coaching seien ein weiteres Instrument. In regelmäßigem Abstand würden Gespräche mit den Kitas geführt. Zurzeit werde ein Qualitätsstandard festgeschrieben, um einen Leitfaden zu entwickeln, wie diese Fachberatungsgespräche geführt werden können. Dies könne ebenso als Evaluationsinstrument genutzt werden.