TOP Ö 6: Zuschüsse an Vereine und Verbände aufgrund der Richtlinien zur Förderung der Jugendarbeit

Beschluss: einstimmig

Abstimmung: Ja: 8, Nein: 0, Enthaltungen: 1

An Vereine und Verbände werden entsprechend der Richtlinien zur Förderung der Jugendarbeit die aus der Anlage zur Vorlage 17/1053 ersichtlichen Zuschüsse für Jugendgruppen, sonstige Zuschüsse, Fahrten und Lager, internationale Begegnungen und sowie Kinder- und Jugenderholung gezahlt.

 

1.   Der Kreisverband der AWO-Emden erhält eine Ausnahmegenehmigung für die Anzahl der Betreuer für die Internationale Begegnung in Grandcamp/Frankreich.

2.   Der Verein Eltern- und Kinderzentrum Wackelpeter e. V. erhält eine Ausnahmegenehmigung für den Betreuerschlüssel für die Kinder- und Jugenderholung in Spieker im Harz.

3.   Der Verein Eltern- und Kinderzentrum erhält einen Zuschuss für die Anschaffung eines Fernsehgerätes.

4.   Die BBS I erhält eine Ausnahmegenehmigung zur Durchführung der Internationalen Begegnung mit Jugendlichen aus Archangelsk.


Herr Reibe erörtert anhand einer Power-Point-Präsentation die eingegangenen Anträge von Vereinen und Verbänden auf Zuschüsse nach den Richtlinien zur Förderung der Jugendarbeit. Diese Präsentation ist im Internet unter www.emden.de einsehbar.

 

Frau Meinen weist darauf hin, dass in der Anlage 2 zur Vorlage die Beträge der Maßnahme Grandcamp Maisy/Frankreich und der Maßnahme Besuch aus Archangelsk in Emden/Elterncafé im Dialog getauscht werden müssen.

 

Herr Reibe bestätigt, dass die Zahlen getauscht werden müssen. Die Maßnahme Grandcamp Maisy/Frankreich werde mit 17.569 € und der Besuch aus Archangelsk/Elterncafé im Dialog mit 3.476 € gefördert.

 

Frau Meinen möchte bezüglich des Elterncafés im Dialog wissen, ob auch Jugendliche aus Archangelsk Emden besuchen oder ob dies nur die Träger seien, die das Elterncafé dort leiten.

 

Herr Reibe erklärt, dass nicht die Eltern und Betreuer finanziert werden. Es würden natürlich die Jugendlichen finanziert. Für internationale Begegnungen in Emden gebe es einen Fördersatz von 4,50 € pro Tag und Teilnehmer. Zu dem Gesamtbetrag rechne sich weiterhin ein Betrag für die Fahrtkosten sowie eine Aufwandsentschädigung für die Betreuer.

 

Her Sprengelmeyer ergänzt, dass es insgesamt 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer seien. Diese seien kostengünstig in der Barenburgschule untergebracht. Die Räumlichkeiten würden entsprechend hergerichtet.

 

Herr Göring fragt, ob es Maximalgrenzen bei der Förderung gebe. Trotz höherer Anzahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei dem Austausch mit Archangelsk der BBS I sei die Förderung dort niedriger.

 

Herr Reibe erläutert, dass die Träger teilweise zusätzliche Zuschüsse beantragen. Die BBS I habe beispielsweise im letzten Jahr keinen Zuschuss beantragt, da diese eine Förderung von der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch erhalten haben. Es seien zunächst Planungsansätze. Die Gesamtübersicht der Zuschüsse 2018 sei der Vorlage ebenfalls beigefügt. Anschließend setzt er die Präsentation weiter fort.

 

Herr Ohling bedankt sich für den Vortrag und bittet um Wortmeldungen.

 

Herr Haase bittet um Darstellung der Planungsansätze sowie der tatsächlichen Kosten aus den letzten drei Jahren. Die Planungsgrundlagen sollten realistische Zahlen enthalten.

 

Herr Reibe verweist nochmal auf die Anlage 1 zur Vorlage. Dort sei die Gesamtübersicht für 2018 aufgelistet. Die Daten würden jedes Jahr im Jugendhilfeausschuss vorgestellt. Es sei kein Problem, eine Übersicht zu erstellen.

 

Herr Grix teilt mit, er werde sich bei der Arbeiterwohlfahrt enthalten, da er die Fahrt organisiere und durchführe. Dem Zuschuss für das Elterncafé im Dialog werde er nicht zustimmen. Er bittet daher um einzelne Abstimmung.

 

Herr Sprengelmeyer zitiert den Beschluss der Vorlage. Über die vier Punkte könnte einzeln abgestimmt werden.

 

Herr Busch bittet Herrn Grix darum, seine Bedenken zu erläutern.

 

Herr Grix schildert, dass er drei Mal mit nach Archangelsk gereist sei. Der Verein Elterncafé habe überhaupt keine Funktion, die sich auf die Betreuung von Kindern beziehe. In Archangelsk finde das Ganze als Veranstaltung der Universität statt. Die Psychologen und Psychologinnen werden weiter ausgebildet, um dann in den Schulen zu arbeiten. Er habe kein Problem damit, wenn die Elterncafés dort durchgeführt werden. Ein Besuch in Emden könne natürlich eine Bereicherung für Archangelsk sein. Allerdings werde in Emden nur eine Einrichtung besucht. Die anderen Einrichtungen seien alle außerhalb von Emden. Er selbst habe in Archangelsk in der Universität die Elterncafé-Arbeit in Emden dargestellt. Er hofft, dass sich das Angebot dort weiterentwickle. Eine intensivere Zusammenarbeit sei wichtig.

 

Herr Sprengelmeyer informiert, es gehe bei der Bezuschussung um die Maßnahme im September dieses Jahres. Die sog. Sommerschule werde abwechselnd in Archangelsk und in Emden durchgeführt. Die teilnehmenden Jugendlichen sollen einen Zuschuss über diese Richtlinie erhalten. Die Erwachsenen würden über diese Richtlinie nicht gefördert. Die Unterbringung erfolge in der Barenburgschule. Die inhaltliche Arbeit der Elterncafés stehe nicht zur Diskussion. Die Elterncafés im Dialog aus Archangelsk hätten eine hohe Akzeptanz. Emden sei von Moskau und Sankt Petersburg gebeten worden, ähnlich wie in Archangelsk Elterncafés aufzubauen. Dafür würden allerdings die Ressourcen nicht zur Verfügung stehen. Die Elterncafés seien in Archangelsk natürlich etwas anders organisiert. Es gebe insbesondere um Kinder mit besonderen Handicaps, die hochgradig therapeutisch betreut werden. Eine inhaltliche Diskussion über die Elterncafés könne zu gegebener Zeit im Ausschuss geführt werden. Der Verein habe in den letzten Jahren insofern Probleme, dass Herr Georg Rocholl vor einigen Jahren verstorben sei. Seither suche der Verein adäquaten Ersatz. Bisher sei es noch nicht zu anderen Kooperationen gekommen. Der Verein suche die fachliche Unterstützung insbesondere bei der Hochschule.

 

Herr Grix werde dem Zuschuss zustimmen, wenn die Jugendförderung mit eingebunden werde.

 

Frau Engelberts gibt an, dass ihres Wissens seitens der Hochschule im September Workshops und Seminare durchgeführt werden. Es werde in Archangelsk seit vielen Jahren hervorragende Arbeit geleistet. Die Ehrenamtlichen leisten trotz des Todes von Herrn Rocholl engagiert ihre Arbeit weiter.

 

Herr Ohling lässt über den Beschluss abstimmen.

 

Dafür:                  8

Dagegen:             0

Enthaltungen:      1

 

Herr Sprengelmeyer fragt, ob die Richtlinien zur Förderung der Jugendarbeit bekannt seien. Er schlägt vor, diese im Herbst im Jugendhilfeausschuss vorzustellen. Die Ausschussmitglieder sind damit einverstanden.