Beschluss: Kenntnis genommen.

 

 


Herr Christians stellt anhand der Vorlage 17/1180 sowie der Anlage zur Vorlage die Einführung des onlinebasierten Kita-Anmeldeverfahrens vor.

 

Frau Kruse bedankt sich für die Ausführungen und bittet um Wortmeldungen.

 

Frau Bonn-Sommer ergänzt, dass zum 01.10.2019 die Informationen zum Anmeldeverfahren auf der Internetseite der Stadt Emden zu finden seien. Die Internetadresse des Programms werde ebenfalls auf der Website verlinkt. Die Informationen zum Kita-Anmeldeverfahren werden in verschiedenen Sprachen als PDF hinterlegt. Als Beispiel nennt sie Englisch und Arabisch. Das Hauptanmeldeverfahren beginne zum 01.08., da dann viele Kinder in die Schule kommen. Es sei auch unterjährig möglich, sich über den Account anzumelden. Es sei lediglich eine Sperrung von drei Monaten vorgesehen.

 

Herr Christians fügt hinzu, es gebe natürlich auch Schnittstellen zu den jeweiligen Kita-Verwaltungsprogrammen. Die Daten können im Kita-Verwaltungsprogramm weiterverarbeitet werden. Ebenso können die Dateien in Excel übertragen werden. Kleinere Kitas hätten teilweise kein Kita-Verwaltungsprogramm.

 

Herr Busch bedankt sich für die Vorstellung. Die FDP-Fraktion begrüße die Einführung dieses Systems. Er hofft, dass die Familien, deren Kinder eine Frühförderung benötigen, die Kinder dann auch anmelden und dies nicht als Hemmschwelle ansehen. Er schlägt vor, dass die Familien zwei Erstwünsche äußern können. Teilweise würden die Familien zwischen zwei Kindergärten wohnen. Die Trefferquote wäre dann gegebenenfalls größer. Die Frist von drei Tagen bis zum Vertragsabschluss sei relativ gering. Seines Erachtens sollte diese Frist verlängert werden.

 

Frau Bonn-Sommer erklärt, dass das System auch über das Handy zu bedienen sei. Das Informationsschreiben werde in verschiedene Sprachen übersetzt. Die Kita-Leitungen werden natürlich den Eltern mitteilen, dass die Verwaltung bei der Anmeldung behilflich sei und diese bei Schwierigkeiten direkt in das System einpflegen. Die Frist von drei Tagen bis zum Vertragsabschluss sei sicherlich recht kurz. Bei einer längeren Frist gebe es kaum die Möglichkeit innerhalb der 14 Tage anderen Eltern die Möglichkeit zu geben, den A-Wunsch noch zu erhalten, wenn andere Eltern absagen. Des Weiteren sei allen Eltern bekannt, dass die Reservierung eines Platzes ab dem 01.04. erfolge. Die Eltern können sich also aktiv an dem Bewerbungsverfahren beteiligen.

 

Frau Meinen bedankt sich ebenfalls. Das Anmeldeverfahren sei für die Zukunft vielversprechend. Sie bittet um Auskunft, ob die Mütter kenntlich machen können, wenn sie beispielsweise eine Ausbildung beginnen werden. Diese sollten in jedem Fall berücksichtigt werden. Es habe in diesem Jahr drei Fälle gegeben, die ihre Ausbildungsstelle hätten absagen müssen, wenn sie keinen Platz erhalten hätten.

 

Frau Bonn-Sommer erläutert, dass bei der Anmeldung abgefragt werde, ob die Eltern einer Erwerbstätigkeit nachgehen oder sich in der Schulausbildung oder Hochschulausbildung befinden. Die Eltern können im System sehr viele Daten angeben. Diese Informationen werden den Kita-Leitungen direkt zugeführt. Nach Reservierung würden die Eltern zu einer Bedarfsklärung in die Kita eingeladen, um anschließend den Vertrag abzuschließen.

 

Frau Kruse verweist auf die Anlage der Vorlage. Dort seien die Aufnahmekriterien aufgeführt.

 

Herr Cuhlmann schlägt vor, das Informationsschreiben zum Anmeldeverfahren den Eltern direkt beim Einwohnermeldeamt auszuhändigen.

 

Frau Engelberts weist darauf hin, dass die Studierenden der Hochschule in der Regel Ende Juli bis Mitte August eine Zusage erhalten. Viele junge Frauen mit Kindern ziehen dann nach Emden. Sie fragt, ob es für solche Fälle Notfallplätze gebe. Die Studierenden bräuchten zum September einen Platz.

 

Frau Bonn-Sommer verneint dies. Es würden in Emden keine Notfallplätze vorgehalten. Das Studentenwerk betreibe eine Kindertagesstätte. Möglicherweise könnten dort Plätze freigehalten werden. Eine Anmeldung sei ab dem 16.05. auch wieder für andere Termine möglich. Das Verfahren im März gelte nur für den 01.08. Natürlich seien nach dem 01.08. bereits viele Plätze belegt. Die Anmeldung sei bereits nach hinten geschoben worden, um die Flexi-Kinder und die Einschulungsuntersuchung berücksichtigen zu können.

 

Herr Ohling vergewissert sich, dass die Anmeldungen zum 01.08. nur im März möglich seien. Er fragt, weshalb dies auf vier Wochen begrenzt sei. Seines Erachtens sollte es auch im Oktober bereits möglich sein, sich für den 01.08. im darauffolgenden Jahr anzumelden.

 

Frau Bonn-Sommer schildert, dass es für das Anmeldeverfahren zum 01.08. eine Struktur geben sollte. Daher sei die Anmeldung auf vier Wochen begrenzt. Die Kita-Leitungen würden dadurch entlastet.

 

Herr Ohling schlägt vor, eine Stichtagregelung einzuführen. Der Anmeldezeitraum sollte auf das ganze Jahr ausgeweitet werden. Die Leitungen müssten sich erst nach dem Stichtag mit den Anmeldungen auseinandersetzen.

 

Frau Bonn-Sommer bemerkt, dass eine Anmeldung das ganze Jahr möglich sei. Die Frist beziehe sich auf eine Anmeldung ab dem 01.08. Lediglich die Monate Juni und Juli seien gesperrt. Anders sei dies in dem System nicht zu bewältigen. Das Programm sei dementsprechend ausgewählt worden.

 

Frau Meinen bittet darum, diesbezüglich mit der Firma nochmal Gespräche zu führen. Es sei Wunsch vom Rat, dass die Eltern sich bereits im Oktober anmelden können. Eine Freischaltung und Übergabe an die Leitungen könne dann im März erfolgen. Die Broschüren der Kindertagesstätten sollten ebenfalls erneuert werden. Diese sollten auch in die Neugeborenen-Taschen gelegt werden.

 

Herr Bornemann merkt an, dass die Beschränkung durchaus Sinn habe. Die Eltern möchten nach Anmeldung eine schnelle Entscheidung. Bei einer Anmeldung über das ganze Jahr zum 01.08. würden die Eltern dennoch erst im April eine Zu- oder Absage erhalten. Selbstverständlich könne über den Anmeldezeitraum nochmal diskutiert werden.

 

Herr Christians sehe für die Eltern keinen Vorteil, wenn diese sich bereits frühzeitig anmelden können und eine Freischaltung sowieso erst im März erfolgen würde. Das System solle die Kitas und die Verwaltung entlasten.

 

Frau Schäfer möchte wissen, ob bei Absage der Erstwunsch-Einrichtung die Anzahl der freien Plätze in den anderen Einrichtungen ersichtlich sei.

 

Frau Bonn-Sommer gibt an, dass zu Beginn ersichtlich sei, ob in den Einrichtungen freie Plätze vorhanden seien. Die Plätze würden im März freigeschaltet. Die genaue Anzahl sei jedoch nicht ersichtlich. Das Programm werde allerdings stetig weiterentwickelt. Bei Ablehnung des Erstwunschs werde der Zweitwunsch nach 14 Tagen freigeschaltet. Die freien Plätze seien dann nicht ersichtlich. Nach dem 16.05. würden die restlichen freien Plätze in den Einrichtungen angezeigt.